Donnerstag, 30. März 2017

[RealTalk] Über unsinniges Zeit-Management

In meinem Kopf rotieren in letzter Zeit die Gedanken wie verrückt und jetzt ist mir wieder eingefallen, dass ich ja ein Ventil dafür habe, nämlich diesen Blog. Und ich bin mir sicher, dass ich das Thema Bücher in diesem Post sogar irgendwo unterbringen kann, obwohl das jetzt wirklich nicht im Fokus steht. Dann passt das ja perfekt auf diesen Bücherblog!

Ich will mich in diesem Post mal über Zeit auslassen, oder eher meinen Umgang damit. Ich weiß, ich weiß, ein kleines und unwichtiges Thema, diese Zeit, das auch kaum jemanden betrifft. Aber sie hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Ich führe mir immer wieder vor Augen, worauf ich meine Zeit verwende und worauf nicht, und manchmal ist das dann schon ein bisschen erschreckend.

Dieser ganze Gedankengang hat tatsächlich mit Büchern angefangen (oh, jetzt schon perfekt untergebracht). Denn früher hab ich in Rezensionen oft so etwas geschrieben wie „gut für zwischendurch“, und das lese ich in Rezensionen von anderen auch ganz schön oft. Mittlerweile finde ich diese Phrase aber irgendwie zweifelhaft. Das heißt doch eigentlich nur, dass das Buch nun wirklich nicht der Bringer war, aber scheiße ist es nun mal auch nicht. Irgendwie verbinde ich mit dem Satz immer: Kann man machen (bzw. lesen), muss man aber nicht. Und bevor ich ein Buch lese, das mir so ans Herz gelegt wird, da stehen erst einmal tausend andere Bücher auf der Leseliste. Denn meine Zeit ist mir zu schade für ein durchschnittliches Buch. Es gibt so viele Bücher, die einen wahrscheinlich bereichern könnten, und man hat eben nur so und so viel Zeit, und mit dieser Zeit zum Lesen muss man doch auch ein bisschen haushalten. 

Diesen Gedanken habe ich oft, aber gleich danach kommt dann der Gedanke: Ich mache mir eindeutig zu viele Gedanken! Manchmal ist es vielleicht genau das richtige, ein Buch zu lesen, von dem man weiß, dass es einen nicht umhaut. Und überhaupt gehe ich ganz komisch mit meiner Zeit um. Bloß kein nur-okay Buch, aber dafür stundenlang auf Youtube, oder wie? Diese ganzen Hamilton-Videos waren in dem Moment zwar überlebenswichtig (ich meine, wie toll ist Hamilton?!), aber im Nachhinein hat man dann ein schlechtes Gewissen, wenn man wieder mal drei Stunden lang auf YouTube war. In der Zeit hätte ich dann ja doch schon wieder ein halbes nur-okay Buch lesen können. Ein mieser Teufelskreis.

Und wenn mir dann erst wieder dicke Bücher über den Weg laufen, da wird das Problem noch viel komplexer! Da denke ich mir immer, was wird das ewig dauern, dieses Buch zu lesen. Mehrere Wochen! Und wie viele tolle Filme ich in dieser Zeit gucken könnte! Aber bevor ich irgendeinen Film anfange, der ja zwei Stunden dauert, da gucke ich mir lieber zwei Folgen von irgendeiner Serie an, dauert dann ja ne halbe Stunde weniger. Dann habe ich „Shaun of the Dead“ zwar immer noch nicht gesehen, aber die halbe Stunde habe ich dann ja gespart, um … keine Ahnung was zu machen. Anscheinend nicht, um zu bloggen. Oder dicke Bücher zu lesen, oder Filme zu gucken, oder einfach mal irgendetwas zu machen, ohne über die Zeit nachzudenken.

Für manche klingt das jetzt vielleicht überzogen, aber meine Gedanken funktionieren tatsächlich genau so! Ich möchte immer irgendwo Zeit sparen, aber ganz im Ernst, das führt nur dazu, dass ich mir den Kopf zerbreche und eigentlich am Ende gar nichts mache. Ich hätte gar nicht erwartet, dass ich jetzt ein Fazit ziehen kann, aber doch, da hat sich was ergeben: Ich möchte mir nicht mehr so viele Gedanken über die Zeit machen. Vielleicht werde ich nicht jetzt sofort zum nächsten nur-okay Buch greifen, aber dicke Bücher möchte ich öfter lesen! Auch wenn das dann mal einen ganzen Monat dauert. Und diese ganzen ewig langen Filme gucken, die ich schon immer sehen wollte. Vielleicht auch mal etwas schreiben, auch wenn das lange dauert. Das muss ich dann ja auch nicht hochladen, wenn ich nicht will. Hauptsache, ich mache etwas, anstatt meine gesamte gesparte Zeit darauf zu verwenden, mir den Kopf über Zeit zu zerbrechen!

P.S.

Und zum Schluss noch: Wenn ihr Hamilton noch nicht kennt, solltet ihr mal in den Soundtrack reinhören! Da lohnt sich Zeit investieren auf alle Fälle!:D

Samstag, 18. März 2017

[Rezension] Wo das Dunkel schläft - Maggie Stiefvater




Preis: 19,95€
Einband: Hardcover
Seiten: 480
Reihe?: Teil 4 von 4
Verlag: Script 5
Erscheinungsdatum: März 2017
Rezensionsexemplar?: ja



Inhalt
Eine beängstigende Dunkelheit hat sich über die Ley-Linien gelegt und droht, den magischen Wald Cabeswater für immer zu zerstören. Für Blue und die Raven Boys beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit auf der Suche nach dem Grab des sagenumwobenen Königs Glendower. Denn wenn sie es nicht finden, wird Blues Kuss für Gansey tödlich sein. Und dieser Kuss wird für beide immer unausweichlicher ... 
Meine Meinung
Endlich endlich endlich ist der finale Teil der Ravenboys-Reihe da! Das Warten auf dieses Buch war schon wirklich qualvoll, vor allem da mich die drei Vorgängerbände umgehauen haben. Da sind die Erwartungen natürlich groß, aber auch dieser Teil konnte mich wieder vollends überzeugen!

Diesmal geht die Suche von Gansey, Blue und Co. nach Glendower in die finale Runde, und die Zeit drängt, denn die Freunde sind in großer Gefahr. Und wieder ist die Geschichte nicht voll mit Action oder Kämpfen, es ist eigentlich schon wieder eine sehr ruhige Geschichte, auch wenn es das große Finale ist. Wer große Explosionen braucht ist hier also wohl falsch, aber diese Reihe schafft es auf eine ganz andere Art, Spannung aufzubauen. Man fiebert einfach mit den Charakteren mit, die einem so sehr ans Herz gewachsen sind. Und sie scheinen wirklich alle in Gefahr zu sein, man hat nicht wirklich eine Ahnung wer am Ende nur übrig sein wird.

Mein Lieblingsaspekt an der ganzen Reihe ist neben den wundervollen Charakteren wahrscheinlich der Schreibstil. Der ist wirklich etwas ganz Besonderes und sticht auch heraus. Bei vielen Büchern fällt einem ja gar nicht so richtig auf, wie etwas beschrieben ist, aber hier steckt so viel Magie in den Worten, und manchmal habe ich mich gefragt wie lange es wohl gedauert hat, bestimmte Sachen so toll zu formulieren. Allein dieser Stil ist schon ein richtiges Highlight in diesem Buch.

Ich finde, die Autorin hat in diesem Buch ein paar tolle und vielleicht sogar mutige Entscheidungen getroffen, die sich absolut auszahlen und die Geschichte noch viel besser machen. Ob es darum geht, wie bestimmte Charaktere zueinander stehen, welche Bedeutung manchen Charakteren zugesprochen wird oder dass Randfiguren mehr Bedeutung bekommen, die Geschichte hält einige Überraschungen bereit, die ich alle toll fand. Die Autorin hatte jede Gelegenheit, die Geschichte vorhersehbar und langweilig zu beenden, doch sie hat daran gearbeitet, dass dies nicht passiert, und für mich hat das absolut funktioniert. 

Die komplette Ravenboys-Reihe ist sehr außergewöhnlich und absolut anders als das meiste, was man heute so liest. Es geht um Freundschaft, um ein paar ganz besondere Charaktere, um Magie und Liebe und darum, was man mit seinem Leben machen möchte, und ich kann die Reihe eigentlich nur jedem wärmstens ans Herzen legen. Wie es so häufig ist wird sie nicht jedermanns Geschmack treffen, aber viele werden es bestimmt nicht bereuen die Reihe mal auszuprobieren.

Fazit
Die Erwartungen waren hoch, aber für mich ist „Wo das Dunkel schläft“ auch ein absolut gelungener Abschluss einer tollen Reihe, die ich sehr vermissen werde.

5 von 5 Blättern

Donnerstag, 16. März 2017

[Blogtour "Wo das Dunkel schläft"] Wie könnte die Verfilmung wohl aussehen? + Gewinnspiel



Hallo ihr Lieben^.^ Heute hält die Blogtour zu „Wo das Dunkel schläft“ bei mir und ich will mal beschreiben, wie ich mir die Verfilmung der Ravenboys-Reihe vorstellen könnte.
Die Reihe gehört mittlerweile zu meinen liebsten, und wenn Bücher bei einem Leser eine so hohe Stellung erreichen, dann wünscht man sich natürlich eine Verfilmung, ist dabei dann aber auch sehr wählerisch. Es gibt natürlich wundervolle Buchverfilmungen (wie „the perks of being a wallflower“), aber auch ein paar, die nicht so gut sind (für mich wäre das zum Beispiel der „Tintenherz“-Film). Wenn die Raven Boys verfilmt werden, soll dann aber bitte alles perfekt sein:D

Die große Frage, die sich für mich dabei stellt, ist, ob ein Film oder eine Serie besser zu der Reihe passen würde. Und natürlich wäre es toll, die Raven Boys auf der ganz großen Leinwand zu sehen, aber ich glaube, eine Serie würde tatsächlich besser zu der Geschichte passen. Und zwar ein ganz bestimmtes Serien-Format! 

Vielleicht kennt ihr ja die Netflix-Originale, wie zum Beispiel „Stranger Things“, „Sense8“ oder „The OA“. Diese Serien haben meiner Meinung nach ein Format, das es erlaubt, alles aus einer Geschichte herauszuholen und ihr genau so viel Platz zu geben, wie sie braucht. Die Serien haben nur kurze Staffeln mit 8 bzw. 12 Folgen, und die Folgen haben nicht alle die gleiche Dauer. Alles, was im TV ausgestrahlt wird, muss von der Dauer her natürlich an den Sendeplatz angepasst werden, und so werden eher kurze wie auch eher lange Geschichten in 45 Minuten Folgen gequetscht, was manchmal gar nicht schlimm ist, aber optimal ist es oft auch nicht. Die oben genannten Serien haben Folgen mit mal 70 Minuten und manchmal nur 30, man verkürzt oder streckt die Handlung also nicht, sie ist einfach so lang wie sie eben ist. 
Quelle: Netflix
Und so ein Format fände ich auch für die Raven Boys toll! In meiner naiven Wunschvorstellung gibt es für jedes der vier Bücher eine Staffel, jede Staffel vielleicht mit 4 oder 5 Folgen, die sich immer jeweils auf einen oder zwei Charaktere konzentrieren, da die Raven Boys ja einen großen Teil der Zeit auch einfach allein unterwegs sind. Am Ende einer Staffel werden dann alle Handlungsstränge zusammengeführt und es kommt zum großen Finale. 

Einer der wichtigsten Aspekte der Reihe ist für mich ihre Atmosphäre. Die Geschichte spielt in dem kleinen und sehr magischen Städtchen Henrietta, und es wäre auf jeden Fall wichtig, dass dieser Ort auch so besonders visualisiert wird, wie er in den Büchern beschrieben ist. Und ich will nicht sagen, dass nur Netflix das schaffen würde (ich glaube man merkt ein bisschen, dass ich Netflix ganz gern mag), aber die oben genannten Serien gehören auf jeden Fall zu den atmosphärischsten, die ich bisher gesehen habe. Alle schaffen es, eine besondere Atmosphäre zu kreieren, und das würde ich mir auch für meine fiktive Raven Boys Serie wünschen.

Auch denke ich, dass es eine gute Idee wäre, wenn die Serie einen Erzähler hätte, der einen an manchen Stellen mit einem Voice-Over etwas durch die Handlung begleitet. Das würde wohl nicht nur beim Verständnis der Geschichte helfen, sondern so könnte man den außergewöhnlichen Schreibstil von Maggie Stiefvater ein bisschen in die Serie mitnehmen – und dem Erzähler ihre Worte in den Mund legen.

Und so würde ich mir eine Verfilmung der Reihe dann vorstellen: Eine Serie mit einer Staffel für jeden Teil, mit Folgen die keine festgelegte Länge haben, mit einem Erzähler der durch die Handlung führt und auf jeden Fall richtig viel Atmosphäre! Und es muss ja nicht Netflix sein, aber genau dieser Anbieter hat zum Beispiel schon „Lemony Snicket“ zu einer tollen Serie gemacht, deshalb würde „Raven Boys“ als Netflix-Original schon durchaus viel Sinn machen:D

Übrigens steht auf der Film-Website IMDb der „Raven Boys“-Film unter „in development“ (also „in Entwicklung“), das heißt zwar noch nichts Konkretes, aber wer weiß, was da noch kommt.
Ich hoffe, meine Idee von einer Ravon Boys Serie hört sich einigermaßen sinnvoll an:) Bei der Blogtour zum dritten Teil der Reihe habe ich schon meine Wunsch-Besetzung für eine Verfilmung vorgestellt, das könnt ihr euch *hier* ansehen. 

Meine Frage an euch

Hättet ihr Interesse an einer Verfilmung der Raven Boys? Und was ist eure liebste Buchverfilmung?
 

Hinweis zum Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt es ein Exemplar von "Wo das Dunkel schläft"!
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, solltest du bereits 18 Jahre alt sein oder das Einverständnis deiner Eltern haben.
Du erklärst dich außerdem damit einverstanden, dass dein Name im Rahmen der Auslosung des Gewinnspiels genannt wird.
Am Ende jedes Blogtour-Beitrags erwartet dich eine Frage. Beantworte diese Frage in einem Kommentar unter dem Beitrag und schon landest du im Lostopf. Jeder kommentierte Blogtour-Beitrag bringt dir ein Los ein. Insgesamt kannst du also 5 Lose sammeln und somit deine Gewinnchance erhöhen. Die Auslosung erfolgt am 26.03. Wir wünschen viel Glück!
 
Morgen geht es dann bei Hannah von *Bookmarked* mit den besten Zitaten weiter, das sollte man sich nicht entgehen lassen^.^