Sonntag, 7. Januar 2018

Lesejahr und Lesehighlights 2017

Ich hoffe, ihr hattet alle einen guten Start in das neue Jahr. Mein Jahr ist wieder einmal mit einer ganzen Reihe von Vorsätzen gestartet, ich bin gespannt, wie das alles laufen wird. Aber erst einmal will ich auf mein Lesejahr 2017 zurückblicken und auch auf jeden Fall noch meine Highlights vorstellen!

Laut goodreads habe ich in dem Jahr ganze 58 Bücher gelesen, womit ich extrem zufrieden bin. Eigentlich hatte ich mir nur 40 Bücher vorgenommen, das hat also viel besser geklappt als erwartet. Besonders gefreut hat es mich, dass ich auch einfach richtig viel Spaß am Lesen hatte. Ich hoffe, ich kann mir das erhalten. Für 2018 nehme ich mir vor, 35 Bücher zu lesen und hoffe, dass dann auch mehr dickere Bücher dabei sind.

Für 2017 hatte ich mir vorgenommen, mehr englische Bücher zu lesen, und das war ein voller Erfolg. 2016 waren es noch 8 englische Bücher, 2017 dann schon 26, das kann sehr gerne so weitergehen. Es macht mir auch viel Spaß, auf englisch zu lesen, und mir gefällt der Gedanke, Bücher von englisch-sprachigen Autoren genauso zu lesen, wie sie sie aufgeschrieben haben.

Was den SuB betrifft bin ich auch sehr zufrieden. In das Jahr gestartet bin ich mit 43 SuB-Büchern, am Ende des Jahres waren es dann 26. Ein bisschen kleiner darf der SuB gerne noch werden, aber eigentlich bin ich schon ganz froh mit ihm.

Jetzt möchte ich noch meine Jahreshighlights vorstellen. Ich bin die Bücher durchgegangen, die ich 2017 gelesen habe, und 12 sind dabei herausgestochen. Bei denen liegt es mir am Herzen, sie nochmal eins Rampenlicht zu rücken. Sie sind diesmal sogar sortiert von super Büchern am Anfang bis zu supersupersuper Büchern am Ende (meine absoluten Highlights kommen also zum Schluss).

Nachdem im letzten Jahr "Nur drei Worte" von Becky Albertalli ein absolutes Highlight war, konnte mich auch ihr zweites Buch "The upside of unrequited" sehr überzeugen. Es ist eines von diesen süß-fluffigen Büchern, die einfach Spaß machen, mit tollem Humor und tollen Charakteren.

"Charlie and the chocolate factory" kannte ich vorher nur als Film, aber das Buch hat mich wirklich begeistert. Es ist eine tolles Kinderbuch, bis zum Rand voll mit kreativen Ideen.

Dieses Jahr hat mich wohl kein Buch so sehr gefesselt wie "Tote Mädchen lügen nicht". Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und auch emotional hat es mich extrem mitgenommen. Es ist sicher kein Buch für Leute, denen es gerade nicht gut geht, denn es kann einen schon ganz schön runterziehen, aber mich hat es fasziniert.

Dieses Jahr habe auch ich endlich "Aristoteles und Dante" gelesen und es war wirklich so gut wie von gefühlt jedem immer behauptet wird. Sehr atmosphärisch, wundervoll geschrieben und die Charakterentwicklung ist mir unheimlich positiv im Gedächtnis geblieben.

Ich war dieses Jahr mal wieder überrascht, dass Rick Riordan mich noch immer überzeugen kann. "Die Abenteuer des Apollo 1" ist ein toller Reihenauftakt der es sehr gut schafft, neue Ideen zu präsentieren und das alles doch noch mit den ganzen anderen Rick Riordan-Büchern zu verbinden. Ich hatte echt viel Spaß beim Lesen!

"All my friends are superheroes" war eine richtige Überraschung. Ich bin auf goodreads über das Buch gestolpert, habe es mir gebraucht gekauft und direkt gelesen und war einfach nur begeistert. Es sind nur so 100 Seiten, aber in diesen paar Seiten ist so viel Kreativität und Humor, ich bin richtig froh dass ich dieses kleine Buch für mich entdeckt habe. 

"Geekerella" ist ein Buch, das ist ganz eindeutig unterschätzt habe. Ich dachte, es ist vielleicht ganz süß, aber es konnte so viel mehr als nur süß sein. Es ist eine tolle und kreative Cinderella-Adaption, ein tolle Darstellung von Fandom-Kultur, es nimmt sich selbst nicht zu ernst und wird beim Lesen von Kapitel zu Kapitel besser. Vor allem ist es mir einfach noch sehr lange in Erinnerung geblieben.

Jetzt bin ich schon in meinen Top 5, und da dürfen die Raven Boys auf keinen Fall fehlen. Die Raven Cycle-Reihe von Maggie Stiefvater gehört definitiv zu meinen Lieblings-Reihen und "Wo das Dunkel schläft" war ein würdiger Abschluss. Ich vermisse die Charaktere jetzt schon!

Dieses Buch habe ich erst vor Kurzem gelesen und es hat mein Herz im Sturm erobert. Die Geschichte des Weihnachtsmanns, wundervoll geschrieben und illustriert und ein Buch, zu dem ich ganz sicher noch öfter mal greifen werde.

Gleich zu Beginn des Jahres habe ich "A Monster calls" (zu deutsch "Sieben Minuten nach Mitternacht") gelesen und danach kam nur noch wenig, was mich genauso sehr begeistern konnte wie dieses Buch. Es wird eine unheimlich bewegende Geschichte erzählt, die mich zu Tränen rühren konnte und mir auch so einige Weisheiten mit auf den Weg geben konnte. Definitiv ein neues Lieblingsbuch!

Oh man, "Carry on", wie sehr du mich dieses Jahr eingenommen hast! Ich habe viel Zeit damit verbracht, auch nur über dieses Buch nachzudenken. Und ich liebe wirklich alles daran! Die Hommage an "Harry Potter", die spannende Geschichte, der Schreibstil, die Charaktere und ihre Beziehungen (!), einfach alles! Ich freue mich schon unheimlich, dieses Buch noch viele Male zu lesen.

Ich hätte nicht erwartet, dass "Carry on" noch überholt wird, aber dann kam "Turtles all the way down". Und eigentlich sollte ich nicht überrascht sein, immerhin ist es von John Green (von dem ich alles gelesen und alles davon geliebt habe). Oh man, dieses Buch. Ich weiß, dass es teilweise sehr gemischt von Lesern bewertet wird, aber ich habe nichts Schlechtes über dieses Buch zu sagen. Ich habe mich noch nie so sehr von einem Buch verstanden gefühlt, die Leseerfahrung war einfach eine ganz besondere für mich. 

Was waren eure absoluten Lesehighlights 2017?^.^

Samstag, 30. Dezember 2017

[Rezension] Ein Junge namens Weihnacht - Matt Haig




Preis: 18,00€
Einband: Hardcover
Seiten: 272
Reihe?: Teil 1 von 3
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Verlag: dtv
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt

Wie war das eigentlich, als der Weihnachtsmann noch ein Junge war? Er hieß Nikolas, wuchs in großer Armut mitten in Finnland in einer kleinen Holzhütte auf – und dies ist seine wahre Geschichte. Der elfjährige Nikolas begibt sich allein auf eine gefährliche Reise an den Nordpol, um seinen Vater zu finden. Er besteht haarsträubende Abenteuer, begegnet fliegenden Rentieren, einer Elfe, einem gewalttätigen Troll – und er stellt fest: Wichtel gibt es wirklich! In ihm reift ein Entschluss: Er will die Welt zu einem glücklicheren Ort machen. Wie er dieses Ziel erreicht und wie er dabei zum Weihnachtsmann wird – das verrät dieses Buch.

Meine Meinung

Ich hatte dieses Jahr zur Weihnachtszeit mal wieder richtig Lust, ein weihnachtliches Buch zu lesen. Nicht nur ein Buch, das im Winter spielt, sondern ein richtiges Weihnachtsbuch. Und als ich immer mehr Gutes über die Weihnachtsbücher von Matt Haig gehört habe, musste ich einfach zu "Ein Junge namens Weihnacht" greifen. Matt Haig hat immerhin eines meiner Lieblingsbücher ("Ich und die Menschen") geschrieben, da waren Erwartungen und Vorfreude groß. Und das Buch konnte mich auch auf ganzer Linie überzeugen.

Es erzählt, wie ein Junge aus Finnland zum Weihnachtsmann wurde. Praktisch wie die Origin-Geschichte bei Superhelden, nur eben für den Weihnachtsmann. Das ist etwas, worüber ich mir noch nie Gedanken gemacht habe, und ich wusste auch nicht dass ich es überhaupt wissen möchte, aber beim Lesen habe ich gemerkt, dass mich das Ganze sogar sehr interessiert. Denn es ist auf eine unheimlich charmante Art und Weise erzählt und erklärt nicht nur die Entstehung des Weihnachtsmanns, sondern auch die Herkunft von ganz vielen Weihnachtstraditionen (wie etwa warum gerade Socken mit Geschenken befüllt werden). Viele Aspekte (Weihnachtsaspekte) werden hier ganz wundervoll verknüpft.

Mir hat besonders gefallen, dass das Buch so viele tolle Sachen geboten hat: Einen schönen Schreibstil, eine interessante Geschichte, Charaktere, über die man mehr erfahren möchte, eine tolle und herzerwärmende Botschaft und wunderschöne Illustrationen. Die Illustrationen haben es mir wirklich besonders angetan. Sie sind wundervoll gestaltet und ergänzen die Geschichte wirklich perfekt! Manchmal haben sie mich ein bisschen an die Stop-Motion Filme von Tim Burton erinnert, ich mochte den Stil einfach sehr gerne.

Es ist vielleicht ein bisschen schwierig, die Zielgruppe für dieses Buch festzulegen. Ich würde eigentlich spontan sagen, dass es für jeden geeignet ist. Aber es wird zwischendrin auch sehr düster und traurig und ist für die ganz Kleinen dann vielleicht doch noch nicht genau das Richtige. Etwas ältere Kinder, aber auch Jugendliche und Erwachsene werden damit aber einen riesen Spaß haben können. Mich persönlich hat das Buch sehr berührt, konnte mich zum Lachen aber auch zum Nachdenken bringen. Und ich war (positiv) überrascht, darin auch ein paar subtile Kommentare zu Politik (zu Wichtelpolitik, aber trotzdem!) und zu Themen wie "mental health" zu finden (oder ich interpretiere da jetzt einfach schrecklich viel hinein). Sowas ist aber sehr dezent, im Vordergrund steht eben die Geschichte vom Weihnachtsmann.

Fazit

Mit "Ein Junge namens Weihnacht" liefert Matt Haig eine Weihnachtsgeschichte, die Spaß macht und berührt und jüngeren wie älteren Lesern gefallen kann. Ich persönlich bin sehr begeistert!

Donnerstag, 28. Dezember 2017

[Neuzugänge] Buchzugänge von September bis Dezember

Es wird Zeit für die letzten Neuzugänge in diesem Jahr (*gasp* wie schnell das Jahr umgegangen ist, aber davon will ich jetzt gar nicht erst anfangen). Ich habe dieses Jahr alle 4 Monate meine Neuzugänge vorgestellt und mochte das System echt gerne. Ich werd das im nächsten Jahr aber vielleicht doch eher alle drei Monate machen. Aber jetzt werd ich erstmal noch meine letzten 2017-Neuzugänge vorstellen.
Ich habe das Gefühl dass bei mir einfach immer mehr Cassandra Clare-Bücher einziehen ohne dass ich irgendetwas von ihr lese. Wobei ich dieses Jahr endlich die Clockwork-Trilogie von ihr gelesen habe, was mein Gewissen schon ein wenig beruhigt. Wie auch immer, bei mir sind "Lady Midnight" und "Lord of Shadows" eingezogen. Und ich kann überraschend gut damit leben dass die Ausgaben nicht zueinander passen. Ich freu mich schon richtig darauf, diese beiden Brocken zu lesen (beide haben über 800 Seiten 0.0), davor wären aber erst noch ein paar andere Cassandra Clare-Bücher dran. Dann ist noch "Qualityland" von Marc-Uwe Kling als Hörbuch eingezogen, und das hat mir richtig gut gefallen. Es hat mich fast durchgehend zum Lachen gebracht. Die Känguru-Chroniken vom gleichen Autor muss ich mir auch irgendwann mal anhören! "The Wizard of Oz" habe ich bei Tauschticket entdeckt und da ich diese Ausgabe so genial finde habe ich es angefragt. Das Buch habe ich vor vielen Jahren schonmal gelesen und ich hab nur gute Erinnerungen daran.
Dann habe ich im Herbst einmal eine größere Bestellung bei Medimops getätigt, die man hier auf dem Bild sieht. Ich habe direkt zu "How to read literature like a professor" gegriffen und fand es auch ganz informativ. Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas gelernt habe, aber viele Sachen auch schon wusste. "Landline" war das letzte Buch von Rainbow Rowell, das ich noch nicht gelesen hatte, und das hat sich jetzt geändert. Wie erwartet mochte ich es sehr gerne. Hier geht es wirklich nicht so sehr um die Handlung sondern eher um Charaktere und deren Beziehungen und ich finde die Autorin ist sehr gut in genau diesem Gebiet. Mit "Annähernd Alex" ist mein erstes Königskind eingezogen und leider verlief meine Beziehung mit dem Buch nicht ganz so harmonisch wie geplant (ich habe es nach 90 Seiten abgebrochen). Es war voller Klischees und extrem vorhersehbar und dafür war mir meine Lesezeit dann doch zu schade. Zu "Unconventional" habe ich noch nicht gegriffen, aber ich freue mich schon sehr auf das Buch. Als jemand, der selber sehr oft auf Conventions unterwegs ist habe ich echt hohe Erwartungen.
Zu "Aristoteles und Dante" habe ich gefühlt seit Jahren gute Meinungen gehört und hab es diesen Herbst endlich selber in die Finger bekommen. Tja, es war genau so gut wie alle es immer behaupten.
Und dann war da noch "Turtles all the way down", das neue Buch von John Green. Ich habe mich so unheimlich in dieses Buch verliebt. Mein Jahreshighlight, auf jeden Fall ein neues Lieblingsbuch und wie auch immer man ein Buch loben kann, stellt euch vor dass ich es an dieser Stelle mache.
Ich habe im Oktober angefangen, Englisch zu studieren, und auf diesem Bild sind ein paar der Bücher die ich für das Studium lesen muss (und ich entschuldige mich dafür dass das Bild noch verschwommener ist als meine Bilder sowieso schon immer sind). Es sind "Cleansed", "At the bottom of the river" und "The voyage of the dawn treader".
Yeah Weihnachtsgeschenke! Zu Weihnachten hab ich mich riesig über "Talking as fast as I can" von Lauren Graham, "Queens of Geek" von Jen Wilde und "Wit, Wisdom and Timey-Wimey Stuff" (eine "Doctor Who" Zitate-Sammlung) gefreut. "Ein Junge namens Weihnacht" habe ich als Rezensionsexemplar bekommen und lese es auch gerade. Und es ist SO GUT! Ich liebe die Illustrationen und die Geschichte ist einfach schön. 
Das ist das letzte Bild, versprochen. Und es ist ein kleines bisschen das Bild der Schande. Ja, ich habe drei neue Ausgaben von "Harry Potter and the Philosopher's Stone". Ich mag das auch gar nicht so richtig erklären, es ist einfach so:D Dabei belasse ich es jetzt einfach. "Harry Potter - A History of Magic" gab es auch zu Weihnachten und das Buch ist wirklich wundervoll. Es ist ein Begleitbuch zu der "Harry Potter"-Ausstellung, die es gerade in London gibt, und wenn man es (wie ich) da nicht hinschafft dann ist dieses Buch ein toller Ersatz. Es ist sehr hochwertig und die Ausstellungsstücke werden gezeigt und beschrieben, unter anderem auch Notizen von J.K. Rowling, die ich besonders interessant finde.


Das waren meine letzten Neuzugänge in diesem Jahr. Für die nächsten paar Wochen bin ich jetzt auch erstmal versorgt. Was ist bei euch an Weihnachten und in den letzten paar Wochen eingezogen?^.^

Montag, 11. Dezember 2017

[Herzensbücher 2017] Die Abenteuer des Apollo 1

In der zweiten Woche geht es bei der Herzensbücher Blogparade (von Sarah foxy books) um Herzensbücher aus dem Carlsen Verlag. Ich habe aus dem Carlsen Verlag (falls ich mich nicht verzählt habe) dieses Jahr drei Bücher gelesen, aber zum Glück war darunter auch ein richtiges Highlight, das ich hier jetzt vorstellen kann.


Inhalt
Der Gott Apollo fällt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt …

Warum ist genau dieses dein Lieblingsbuch?

Immer wenn ich ein neues Rick Riordan Buch anfange, bin ich ein bisschen skeptisch: Bin ich mittlerweile aus dem Alter raus? Oder wird mich das Buch langweilen, weil ich schon so viel von dem Autor gelesen habe? Aber immer wieder kann mich Rick Riordan dann doch überzeugen. Und ganz besonders mit "Die Abenteuer des Apollo 1". Ich finde das Buch schafft es extrem gut, eine Balance zu finden zwischen Anspielungen auf frühere Bücher und einer neuen spannenden Geschichte, die eben nicht nur eine Nacherzählung schon dagewesener Handlungsstränge ist. Außerdem ist es wirklich witzig und hat einen ... speziellen Protagonisten.

Wem empfiehlst du dieses Buch? Gibt es eine bestimmte Lesergruppe, an die du deine Empfehlung weitergeben möchtest?

Jeder Leser von Rick Riordan wird mit diesem neuen Reihenauftakt wieder sehr zufrieden sein. Ich denke, das Buch ist aber auch für Neueinsteiger geeignet. Klar, es gibt Anspielungen auf andere Reihen, aber es ist dann doch der Anfang einer neuen Reihe mit einer ganz eigenen Handlung. Man versteht es denke ich gut, auch als Einsteiger.

Lest ihr auch gerne die Bücher von Rick Riordan?^.^

Montag, 4. Dezember 2017

[Herzensbücher 2017] Clockwork Angel

Ich habe mich spontan dazu entschieden, bei der Herzensbücher-Blogparade mitzumachen, die ich auf Saras Blog foxy books entdeckt habe. Es geht darum, in jeder Dezemberwoche ein Herzensbuch 2017 aus einem bestimmten Verlag vorzustellen (beziehungsweise einfach irgendein Herzensbuch in der letzten Woche). In der ersten Woche geht es um den Arena Verlag, und ich habe mich dazu entschieden, "Clockwork Angel" von Cassandra Clare vorzustellen.


Inhalt
London, 1878. Die sechzehnjährige Tessa sollte sich eigentlich darauf konzentrieren, ihren verschwundenen Bruder zu suchen - und nicht, sich in zwei Jungen gleichzeitig zu verlieben.
Während in Londons Straßen nach Einbruch der Dunkelheit finstere Kreaturen umherschleichen, verstrickt Tessa sich immer stärker in ein gefährliches Liebesgeflecht.
Und schon bald braucht sie all ihre Kräfte, um nicht nur ihren Bruder zu retten, sondern auch ihr eigenes Leben.

Warum ist genau dieses dein Lieblingsbuch?

Aus dem Arena Verlag habe ich dieses Jahr tatsächlich nur die "Clockwork"-Reihe gelesen, und aus dieser Trilogie hat mir der erste Teil einfach am besten gefallen. Davor hatte ich von Cassandra Clare nur die ersten drei Teile der ganzen "Schattenjäger"-Reihe gelesen. Das ist schon ewig her und damals mochte ich die Bücher unglaublich gerne. Also wollte ich es nochmal mit den Büchern der Autorin probieren, und ich mag ihren Stil einfach. Der sorgt dafür, dass man bei den doch recht dicken Büchern einfach immer weiterliest. Also hat sich "Clockwork Angel" sehr gut zum schmökern geeignet. Außerdem mochte ich das viktorianische London als Setting unheimlich gerne, und einfach wieder in die Schattenjäger-Welt einzutauchen war sehr spannend. Die Folgebände haben die gleichen Vorteile, aber da kommen dann auch einige Dinge hinzu, mit denen ich so meine Probleme hatte (vereinfacht: Ein Liebesdreieck das sehr schnell nervig wird und einfach zu viel KITSCH). 

Wem empfiehlst du dieses Buch? Gibt es eine bestimmte Lesergruppe, an die du deine Empfehlung weitergeben möchtest?

Wer sowieso gerne Cassandra Clare liest der wird auch mit dieser Reihe seine helle Freude haben, ganz klar. Ansonsten glaube ich, dass "Romantasy"-Leser die Reihe gerne mögen würden. Außerdem auch Leser, die das viktorianische London mögen. 

Habt ihr die Clockwork-Reihe schon gelesen?^.^

Dienstag, 21. November 2017

[Rezension] Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken - John Green




Preis: 20,00€
Einband: Hardcover
Seiten: 288
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: November 2017
Verlag: Hanser
Rezensionsexemplar?: nein

Inhalt

Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.

Meine Meinung

Ich bin in der letzten Zeit ein wenig Rezension-schreiben-faul, aber zu John Greens neuem Buch „Turtles all the way down“ (oder zu Deutsch in der sehr interessanten *hust* Übersetzung „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“) wollte ich dann doch etwas schreiben. Obwohl meine Gedanken zu dem Buch eher schwer in die richtigen Worte zu fassen sind. Deshalb habe ich mir erstmal meine  Rezension zu TFIOS von vor drei Jahren durchgelesen. Damals ist mir das auch etwas schwer gefallen und daraus ist dann eine eher kurze Rezi entstanden, in der ich eigentlich nur ständig wiederholt habe, dass ich das Buch liebe. Tja, eigentlich könnte ich jetzt wieder genau das gleiche schreiben, aber ich will mal versuchen, es diesmal ein wenig besser zu erklären.

In TATWD geht es um Aza, die laut Beschreibung zusammen mit ihrer besten Freundin nach einem verschwundenen Milliardär sucht. Das stimmt auch, aber ich würde nicht behaupten dass dies das zentrale Thema der Geschichte ist. Eigentlich geht es um Azas Gedanken. Aza leidet unter OCD (opressive compulsive disorder) und Ängsten und genau darauf liegt der Fokus in dieser Geschichte. Es ist also manchmal eine Detektivgeschichte oder eine Geschichte über Freundschaft oder auch eine Geschichte über die erste Liebe, aber die Perspektive ist besonders: Wie geht eine Person mit unkontrollierbaren Gedanken mit einer Detektivgeschichte um, wie mit Freundschaft oder Liebe? Diese Perspektive hat das Buch für mich direkt schon besonders gemacht, denn ich konnte mich absolut damit identifizieren. Ich glaube, viele Leute werden mit diesem Ansatz so gar nichts anfangen können, aber viele Leute werden sich auch ungemein gehört und verstanden fühlen (wie ich selbst auch).

Ich finde, John Green hat mit dem Buch mentale Erkrankungen nicht nur dargestellt, er hat das ganze echt auf den Punkt getroffen. Wenn man seinen Youtube-Channel verfolgt weiß man, dass er selbst auch OCD hat, und das merkt man dem Buch an. Es ist sehr authentisch und gibt einen realistischen Einblick in die Gedankenwelt einer Person mit OCD. Es beschönigt nicht im geringsten, was
manchmal wirklich bedrückend werden kann. Ich hab es aber auch als hoffnungsvoll empfunden.

Mir hat besonders gefallen, wie die Charaktere miteinander und mit der Situation umgegangen sind. Man bekommt mit Azas und Daisys Beziehung eine tolle Freundschaft, eine tolle Mutter-Tochter Geschichte zwischen Aza und ihrer Mutter, und irgendwie auch sowas wie eine Liebesgeschichte. Ohne dass das Ganze zu TFIOS 2.0 mutiert. Es ist etwas eigenes und geht sensibel mit seinen Charakteren und ihren Beziehungen um.

Eigentlich hätte ich auch einfach schreiben können OMG ICH LIEBE ES!! Denn das stimmt ja auch. Aber es geht noch tiefer. Wenn ich meine Gefühle in einem Satz beschreiben müsste wäre es einfach: Ich fühle mich verstanden. Und dieses sich wirklich von einem Buch verstanden fühlen ging mir sehr nahe und war unheimlich toll.

Fazit

„Turtles all the way down“ gehört ganz einfach schon jetzt zu meinen Lieblingsbüchern und John Green mittlerweile auch zu meinen Lieblingsautoren. Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, der sich für das Thema OCD interessiert und sich davon ein genaueres Bild machen möchte.

Sonntag, 15. Oktober 2017

[SerienTalk] Was ich an Doctor Who liebe

Manchmal nehme ich mir größere "Serienprojekte" vor. Nicht dass ich nicht immer irgendeine Serie gucken würde, aber manchmal fange ich eine Serie an, die schon sehr viele Staffeln und Folgen hat, und wenn ich mir so etwas vornehme bin ich ziemlich diszipliniert. Seit ein paar Wochen ist mein neues Projekt "Doctor Who", und wenn das nicht mal ein Herzensprojekt ist.

Naja, neues Projekt stimmt nicht ganz. Vor ein paar Monaten habe ich schon die ersten vier der mittlerweile 10 Staffeln gesehen, jetzt mache ich weiter. Und ich bin wirklich verzaubert. "Doctor Who" hat eine riesige Fanbase, und doch ist es sicherlich nicht für jeden etwas. Es ändert sich ständig, erfindet sich neu, und das muss man schon mögen. Ich liebe es. Auch wenn es so seine Zeit gebraucht hat, bis ich das Gefühl hatte, dass ich die Serie überhaupt verstanden habe.

Am Anfang wusste ich gar nicht, warum es überhaupt so viel Aufregung um die Serie gibt. Es war ganz witzig uns sympathisch aber mit hat der rote Faden gefehlt. Aber je weiter ich geguckt habe, desto mehr habe ich verstanden, dass es gar nicht um eine Geschichte mit einem klaren Ziel geht. Es geht an der Oberfläche um witzige Abenteuer in Vergangenheit und Zukunft, in England oder im Weltall, mit Aliens oder Menschen. Das bringt einen zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln und ist immer nett anzusehen. Man fühlt sich gut unterhalten. Unter dieser Oberfläche geht es in dunkleren Plotlines um den Doctor, diesen alten Zeitreisenden der so viel verloren hat und immer noch mit so vielen Dramen zu kämpfen hat. Es geht darum, wie er mit seinem Schicksal umgeht, in gewisser Weise ist "Doctor Who" eine Charakterstudie (wie so viele tolle Serien). In fröhlicheren Folgen ist die Serie ein Lob auf die Wunder des Universums und der Menschheit und damit das perfekte Wohlfühlprogramm.
Was ich von dieser Serie am Anfang auch nicht erwartet hätte, war die emotionale Schlagkraft, die manche Folgen haben. Das Konzept der Serie bringt es eigentlich schon mit sich: Alle paar Staffeln wird der Doctor von einem neuen Schauspieler (und bald grandioserweise erstmals von einer Schauspielerin) gespielt, und alle paar Staffeln wird er von anderen Mitreisenden begleitet. Abschiede jeglicher Art sind vorprogrammiert. Und auf manche dieser Abschiede wird extrem stark hingearbeitet, ich hatte mehr als einmal Tränen in den Augen. Nachdem ich am Anfang gar nicht verstanden hatte, warum diese Serie besonders ist, war das für mich eine wirklich positive Überraschung.

Dazu gibt es natürlich noch eine Reihe anderer Dinge, die die Serie besonders machen. In fast jeder Folge gibt es Zitate, die man sich unbedingt merken möchte, die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander wachsen einem unheimlich ans Herz, und man wird einfach so unendlich reiselustig. Ich werde immer ein bisschen wehmütig (oder ein bisschen mehr), wenn ich daran denke, dass ich niemals mit der TARDIS durchs All reisen werde.

Ich bin gerade mitten in Staffel 7, fürchte mich schon ein wenig vor den nächsten Abschieden, und habe auf jeden Fall vor, mir alle verbliebenen Folgen noch anzusehen. Ich bin richtig im "Doctor Who"-Fieber. Und für mich ist es auch wieder eine gute Lektion, eine Serie nicht unbedingt direkt nach ein paar Folgen abzubrechen. Ich hätte ein paar tolle Abenteuer verpasst, wenn ich das gemacht hätte.

Habt ihr "Doctor Who" gesehen?^.^

Sonntag, 8. Oktober 2017

[RealTalk] (Melodramatische) Gedanken zum Thema ReReading

Ich lese Bücher eigentlich nicht noch ein zweites Mal - naja, bis auf Harry Potter, Harry Potter rereade ich mindestens alle zwei Jahre. Aber andere Bücher nicht wirklich. Und es ist noch nicht einmal so, dass ich ReReaden blöd finde, ich denke nur immer zuerst an all die Geschichten, die ich noch nicht gelesen habe. 

Dann vor ein paar Tagen habe ich dann doch mal zu einem Buch gegriffen, das ich schon gelesen habe, und das hat mich ein wenig zum Nachdenken gebracht. Ich habe gerade ein Buch gelesen, dass mich ehrlich gesagt ziemlich gelangweilt hat, und "Fangirl" von Rainbow Rowell hat mich vom Regal aus so verdammt sehr angestrahlt. Tja, ich hab zu dem Buch gegriffen und zwei Tage später hatte ich es auch schon durch. In der ganzen Zeit konnte ich es kaum aus der Hand legen, obwohl oder vielleicht gerade weil ich schon wusste, was passiert. Nachdem ich "Fangirl" ausgelesen hatte, hab ich entschieden, das Buch, das mich gelangweilt hat, abzubrechen - und vielleicht mal ein bisschen mein Leseverhalten zu hinterfragen.

Es ist okay, Bücher abzubrechen, und es ist okay, Bücher viele male zu lesen, genau das muss ich mir dick und fett hinter die Ohren schreiben! Wenn ich 100 Seiten in einem Buch gelesen habe, es mich kein bisschen gepackt hat und ich praktisch schon weiß dass sich das auf den nächsten 300 Seiten nicht mehr ändern wird, warum sollte ich dann weiterlesen? In der Zeit könnte ich eine neue Geschichte entdecken, oder eben zu einem Buch greifen, von dem ich weiß, dass es mich begeistern wird, weil es mich schon einmal begeistert hat. 

Ich kann gar nicht so richtig sagen, warum es mir so schwer fällt, Bücher abzubrechen. Vielleicht hab ich einfach keine Lust, Dinge nicht zu Ende zu bringen, die ich angefangen habe. Vielleicht rede ich mir ein, dass das Buch in der zweiten Hälfte natürlich viel viel besser wird, na klar. Aber mittlerweile glaube ich, dass Bücher zu Ende lesen, die nicht wirklich meins sind, wirklich Zeitverschwendung ist. Und nicht etwa Bücher zu rereaden.

Als ich "Fangirl" gelesen habe, war ich so richtig glücklich. Ich habe Charaktere wiedergetroffen, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind, und ich konnte meine liebsten Szenen noch einmal erleben (dieses ganze emotionale Blahblah). Ich hatte so viel Spaß wie schon ewig beim Lesen nicht mehr. Und meine Lese-Alternative zu dem Zeitpunkt war eine neue Geschichte, die ich höchstens okay finden würde. Wieso sollte man sich überhaupt jemals für das neue okay-Buch entscheiden?

Ehrlich gesagt, und wie eigentlich meistens bei diesen RealTalk-Posts, weiß ich gar nicht so richtig, was hier überhaupt mein Punkt ist. ReReading ist cool und Bücher abbrechen ist absolut in Ordnung? Irgendwie schon, aber jeder, der diesen Post hier liest, wird das sicherlich schon wissen. Ich schätze ich wusste das noch nicht so richtig (ich schreibe anscheinend zur Selbst-Therapie). Ich will in der Zukunft öfter wieder meine Lieblingscharaktere besuchen statt mich immer nur mit neuen herumzuschlagen, die ich oft gar nicht leiden kann. Ich will am liebsten eine gute Balance finden zwischen neuen Geschichten und welchen, die sich einen Platz als Lieblingsbuch schon verdient haben. Und bestimmt will ich mir keine Gedanken darüber machen, wie sich das auf meinen SuB auswirkt oder auf irgendwelche Lesestatistiken. Einfach mal wieder Lesen um des Lesens willen. Ich glaube, das ist in den letzten paar Jahren mit Bloggen und sich im Internet ständig angucken können was es für tolle Neuerscheinungen gibt tatsächlich ein wenig verloren gegangen. Naja, Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.

Wie steht ihr zum Thema Bücher abbrechen? Und welches Buch habt ihr schon mehrmals gelesen?^.^

Dienstag, 19. September 2017

[Rezension] Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums




Preis: 9,95€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 384
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: August 2017
Verlag: dtv
Rezensionsexemplar?: ja

Inhalt

Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken. Ari fallen Worte schwer. Es scheint so, als wäre Dante die letzte Person, die es schaffen könnte, die Mauern einzureißen, die Ari um sich gebaut hat. Doch trotz ihrer Verschiedenheit werden sie Freunde. Sie teilen Bücher, Gedanken, Träume. Sie beginnen, die Welt des jeweils anderen neu zu definieren. Und entdecken, dass das Universum ein großer und komplizierter Ort ist, an dem man manchmal auch erhebliche Hindernisse überwinden muss, um glücklich zu werden!

Meine Meinung

Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut, immerhin habe ich schon viel Positives darüber gehört. Und obwohl ich schon einiges darüber gehört habe, konnte es mich doch überraschen. Und ja, meine Erwartungen konnte es auch erfüllen.

Für mich hat sich das Buch fast schon gelesen wie ein Jugendbuch-Klassiker. Nicht, dass es altbacken wäre oder so, aber der Schreibstil war sehr besonders und eben irgendwie klassisch. Die Jugendbücher in letzter Zeit sind irgendwie alle witzig und offen und frisch (und das ist toll), dieses Buch ist anders (und oh ja, das ist ebenfalls toll). Ich fand es sehr subtil. Die Charaktere haben eine tolle Entwicklung hingelegt und das ist eben ganz langsam geschehen, und sehr respektvoll. Und das Buch hat mich nicht wirklich zum Lachen gebracht, aber darum geht es in einem Jugendbuch ja auch nicht immer. Dafür hatte es so viele Zeilen, die mich zum Nachdenken gebracht haben, und dafür hat es mich auch gut verstehen lassen, wie die Charaktere sich fühlen. Es ist einfach wirklich schön geschrieben.

Dadurch, dass sich alles so langsam entwickelt, hat es Anfang so seine Zeit gebraucht, bis ich eine emotionale Verbindung zu den Charakteren und der Geschichte entwickeln konnte. Obwohl das etwas schade war, ist diese Verbindung dann aber ab einem gewissen Punkt mit jeder Seite stärker geworden und ich konnte die Charaktere immer besser verstehen.

Für mich war es auch ein riesiger Pluspunkt, wie Familien in diesem Buch dargestellt wurden. In vielen Jugendbüchern stehen die Eltern oft nur für Regeln und sind sehr eindimensional. Ich finde, diese Geschichte zeichnet ein sehr realistisches und einfach schönes Bild von Familien. Oft nicht gerade perfekt und manchmal gibt es auch ein paar große Geheimnisse, aber am Ende sind sie doch loyal und liebevoll. Und die Eltern von Aristoteles und Dante bekommen hier tatsächlich alle ihre ganz eigene Persönlichkeit und Vorgeschichte, sowas findet man auch nicht in jedem Buch.

Ich denke im Endeffekt war ich einfach sehr beeindruckt davon, wie das Buch für mich zum Ende hin einfach immer stärker geworden ist. Weil ich Sachen verstanden habe und einfach begeistert davon war, wie sorgfältig die emotionale Reise der beiden Protagonisten, vor allem aber die von Ari, beschrieben wurde. 

Es ist wohl noch wichtig hier kurz zu erwähnen, dass das Buch keine klare Handlung hat und keine Geschichte mit klarem Start- und Endpunkt. Es geht vielmehr um die persönliche Entwicklung der Charaktere.

Fazit

"Aristoteles und Dante" konnte meine hohen Erwartungen wirklich erfüllen. Es ist ein unheimlich schön geschriebenes Buch, in dem es um die Entwicklung der Charaktere geht und es ist für mich mit jedem Kapitel besser geworden.

Sonntag, 17. September 2017

[Rezension] Scrappy little nobody - Anna Kendrick




Preis: 25,99€ (Taschenbuch: 9,99€)
Einband: Hardcover
Reihe?: Einzelband
Seiten: 275
Erscheinungsdatum: November 2016
Verlag: Touchstone Books
Rezensionsexemplar?: nein

Inhalt

With her razor-sharp wit, Anna recounts the absurdities she’s experienced on her way to and from the heart of pop culture as only she can—from her unusual path to the performing arts (Vanilla Ice and baggy neon pants may have played a role) to her double life as a middle-school student who also starred on Broadway to her initial “dating experiments” (including only liking boys who didn’t like her back) to reviewing a binder full of butt doubles to her struggle to live like an adult woman instead of a perpetual “man-child.” Enter Anna’s world and follow her rise from “scrappy little nobody” to somebody who dazzles on the stage, the screen, and now the page—with an electric, singular voice, at once familiar and surprising, sharp and sweet, funny and serious (well, not that serious).

Meine Meinung

Als Filmfan interessiert man sich ja auch manchmal für die Schauspieler, die hinter den Filmen stecken - oder man interessiert sich wie ich eigentlich IMMER dafür. Natürlich sind mir einige Schauspieler sympathischer als andere, und dazu gehört definitiv Anna Kendrick. Ich finde nicht nur ihre Filme toll, sondern auch in Interviews fand ich sie super und sos wollte ich unbedingt ihr Buch voller persönlicher Essays lesen.

Gesagt, getan! Kaum ist das Buch bei mir angekommen musste ich auch schon anfangen zu lesen. Und es hat meine Erwartungen definitiv erfüllt. Anna Kendrick hat auf jeden Fall eine eigene Stimme und eine Persönlichkeit, mit der ich mich an vielen Stellen identifizieren kann. In dem Buch findet man keinen Hollywood-Gossip, sondern eher Geschichten darüber, wie sie erwachsen geworden ist und sich im Leben und ihrem Beruf zurecht gefunden hat. Dabei hat man an keiner Stelle das Gefühl, dass sie einem ein bestimmtes Bild von sich verkaufen möchte - was bei solchen Büchern immer eine kleine Sorge von mir ist. Ich hatte das Gefühl, dass sie sehr ehrlich war, und das heißt, dass sie nicht an jeder Stelle furchtbar sympathisch ist. Aber sie steht dazu, und das macht es sehr authentisch und dann eben doch wieder sympathisch. Sie wiederholt auch häufiger, dass sie eben nicht "nice" sein möchte, sondern viel lieber "good".

Was mir extrem gut gefallen hat, war, dass immer wieder ihre feministische Seite durchgekommen ist. So war das Buch an einigen Stellen richtig motivierend und hat einem eingetrichtert, dass man sich nichts gefallen lassen muss.

Natürlich gab es Essays, die weniger unterhaltsam waren als andere, aber ich hatte mit dem Buch durchgehend meinen Spaß. Ich fand es witzig und inspirierend und sehr authentisch.

Fazit

"Scrappy little nobody" ist eine sehr unterhaltsame und authentische Essay-Sammlung von Anna Kendrick. Ich kann sowohl das Buch als auch ihre Filme wärmstens empfehlen.