Samstag, 3. Dezember 2016

[Rezension] Irre glücklich - Jenny Lawson





Preis: 16,99€
Einband: broschiert
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Verlag: Kailash
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Auf ihre unnachahmlich liebenswürdige und verrückte Art beschreibt Jenny Lawson ihren Kampf mit Depressionen und Angststörungen. Indem sie »Ja« zu absurden Möglichkeiten sagt und so alltägliche Momente wundervoll macht, findet sie ihre ganz persönliche Waffe gegen die Krankheit. Ja zu der Liebe zu einem ausgestopften Waschbären, ja zu einer Australienreise, obwohl es sie oft überfordert, auch nur das Haus zu verlassen, ja zu Voodoo-Vaginas, Ponys im Flugzeug und mitternächtlichen Katzenrodeos. In den dunklen Stunden zehrt sie von diesen Erinnerungen – eine Einstellung, die ihr Leben gerettet hat. Mit unendlich viel Humor, Mut und Ehrlichkeit will die Autorin zeigen, dass wir nicht allein sind, und uns die Stärke geben, trotz Depressionen das Leben auszukosten.

Meine Meinung
Was für ein tolles, tolles Buch! Ich bin wirklich schwer begeistert, man könnte sagen, das Buch hat mich irre glücklich gemacht. Dabei würde man das bei der Thematik vielleicht nicht unbedingt annehmen.

Die Autorin und Bloggerin Jenny Lawson erzählt in „Irre glücklich“ Geschichten aus ihrem Leben, manchmal geht es aber auch nur um ihre Gedanken oder kleine Streitereien in ihrer Ehe. Es ist praktisch eine Sammlung von vielen Essays, alle unter der Überschrift „psychische Störungen“, denn die Autorin leidet unter anderem an Depressionen und einer Angststörung. Trotzdem hat sie eine fantastische Lebenseinstellung, sie will „irre glücklich“ sein, in den Momenten, in denen die Krankheiten nicht dominieren. Aus diesen Momenten will sie alles rausholen. Und, wie sie sagt, ist „verrückt sein“ manchmal auch genau das Richtige.

Dieses Buch ist vielleicht das witzigste, das ich jemals gelesen habe. Denn Jenny Lawson lebt ihr „verrückt sein“ richtig aus. Und wie! Und davon zu lesen ist einfach fantastisch! Von ihren ausgestopften Waschbären oder den kreativsten Katzennamen oder ihrer Reise nach Australien, natürlich unmöglich ohne Känguru-Kostüm! Für mich gab es in jedem Kapitel etwas zu lachen.
Gleichzeitig ist es an manchen Stellen auch sehr berührend. Wenn es um ihre Krankheiten geht und darum, wie diese sich äußern. Das hat mir dann teilweise durchaus auch die Tränen in die Augen getrieben.

In dem Buch geht es nicht um eine fortlaufende Geschichte (man wird schon im Vorwort darauf hingewiesen, dass man keinen roten Faden erwarten sollte). Es ist einfach so, als ob die Autorin ihre Gedanken für uns aufgeschrieben hätte. Und in diesem Fall reicht das auch schon für ein ganz besonderes und wundervolles Buch, das einen zum Lachen bringt und einen tief berührt. Für mich ist es definitiv eines meiner Jahreshighlights!

Fazit
„Irre glücklich“ hat mich beim Lesen ganz einfach irre glücklich gemacht. Es ist unheimlich witzig und kreativ und gibt dennoch einen guten Einblick in das Leben mit psychischen Störungen. Für mich ist das Buch ein absolutes Highlight!

5 von 5 Blättern

Donnerstag, 1. Dezember 2016

[Rezension] An Abundance of Katherines - John Green





Preis: 8,99€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 272
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Verlag: Penguin Random House
Rezensionsexemplar?: nein



Inhalt
When it comes to relationships, Colin Singleton’s type is girls named Katherine. And when it comes to girls named Katherine, Colin is always getting dumped. Nineteen times, to be exact. On a road trip miles from home, this anagram-happy, washed-up child prodigy has ten thousand dollars in his pocket, a bloodthirsty feral hog on his trail, and an overweight, Judge Judy–loving best friend riding shotgun—but no Katherines. Colin is on a mission to prove The Theorem of Underlying Katherine Predictability, which he hopes will predict the future of any relationship, avenge Dumpees everywhere, and finally win him the girl. 

Meine Meinung
Mit diesem Buch habe ich endlich mein Vorhaben umgesetzt, alle John Green Bücher zu lesen. Und sich sowas vorzunehmen war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, denn ich mochte alle Bücher des Autors und kann sie alle empfehlen. So auch „An Abundance of Katherines“ oder im Deutschen „Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen“. 

Meiner Meinung nach hat dieses Buch den typischen John Green-Stil: Tolle Charaktere, die aber alle gefühlt viel zu schlau sind, einen großartigen Schreibstil mit tollen Metaphern und eine Geschichte, in der viel passiert, während eigentlich gar nichts passiert. Und ich LIEBE diese Mischung! Generell gilt für mich: Wer ein John Green-Buch mochte, wird wahrscheinlich auch die anderen mögen (wobei TFIOS da eine Ausnahme ist, denn dieses Buch mag irgendwie jeder). 

Ich denke allerdings, dass man schon wirklich offen sein sollte für die Geschichte (und eben John Greens Stil), um „An Abundance of Katherines“ genießen zu können. Denn das Buch ist zwar kurz, hat aber dennoch ein paar Längen. Und es hat Mathe (ja echt, mit Formeln und Graphen und so). Und der Protagonist ist vielleicht ein bisschen weinerlich. Aber was sind Dinge, die das Buch auch hat? Eine tolle Darstellung von Freundschaft! Und von Heimatverbundenheit. Und von Zukunftsängsten. Und Charaktere, mit denen man mehr Zeit verbringen möchte, als man kann. Und, wie vielleicht schon deutlich geworden ist, John Greens Schreibstil!

Also ja, alles in allem kann ich „An Abundance of Katherines“ auf jeden Fall empfehlen. Obwohl es vielleicht nicht das erste Buch ist, das man von John Green lesen sollte. Aber sie sind alle toll, also was macht das schon für einen Unterschied?;)

Fazit
So wie jedes John Green Buch fand ich auch dieses hier super. Ich empfehle euch einfach all seine Bücher;) Dieses hier im speziellen aber wegen dem tollen Schreibstil, der tollen Freundschaft und vielleicht auch wegen Mathe;)
4,5 von 5 Blättern

Dienstag, 29. November 2016

[Rezension] Das Ja-Experiment - Shonda Rimes





Preis: 16,99€
Einband: broschiert
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Verlag: Heyne
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Shonda Rhimes schreibt Drehbücher für die erfolgreichsten Serien: Grey’s Anatomy, Private Practice und How to Get Away with Murder sind auch hierzulande Publikumsrenner. Bloß beim Drehbuch für ihr eigenes Leben fehlt ihr der nötige Schwung: Privat ist sie schüchtern, ängstlich, menschenscheu. Bis sie eines Tages beschließt, sich zu ändern. Mit einem filmreifen Trick: einfach ein Jahr lang zu allem Ja sagen.

Meine Meinung
Ich mag inspirierende Bücher mit einer lebensbejahenden Botschaft. Und ich mag Serien. „Das Ja-Experiment“ ist ein inspirierendes und lebensbejahendes Buch von einer Frau, die Serien zu ihrem Beruf gemacht hat. Mehr musste ich nicht wissen, um das Buch lesen zu wollen.

Um genauer zu sein ist das Buch von Shonda Rimes, dem kreativen Kopf hinter den Serien „Grey’s Anatomy“, „Scandal“ und „How to get away with Murder“. Es geht um das Jahr, in dem sie angefangen hat, Ja zu Dingen zu sagen – und darum, wie grundlegend das ihr Leben verändert hat.

Das Buch zu lesen war für mich einfach schön, anders kann ich es kaum sagen. Es war ganz einfach schön zu erfahren, wie diese Frau ihr Leben geändert hat und positiver geworden ist und wie sie im Umkehrschluss dadurch jede Menge positive Erfahrungen sammeln konnte und tolle Dinge erleben durfte. Und es ist auch tatsächlich sehr inspirierend! Es bringt einen dazu, selber Ja sagen zu wollen, wenn man das nächste Mal vor einer Entscheidung steht. Und so ein positiver Effekt von einem Buch ist doch toll!

Ich fand es besonders interessant, auf wie viele verschiedene Arten man letztendlich ja sagen kann. Man kann ja zu Gelegenheiten sagen, aber auch zu sich selbst und zur Familie, man kann ja zum „nein sagen“ sagen (etwas kompliziert, oder?), man kann ja zum Mut sagen. Und all diese Ja’s verändern das Leben bestimmt ein bisschen. Das ist in diesem Buch wirklich sehr toll dargestellt.

Mir hat auch der Schreibstil wirklich gut gefallen. Es hat sich so gelesen, als ob die Autorin einfach ganz ungefiltert ihre Gedanken aufgeschrieben hat. Dadurch gab es ein paar tolle (und häufig richtig witzige) Vergleiche und Metaphern und generell war das Buch sehr lustig. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sich die Gedankengänge manchmal ein wenig im Kreis gedreht haben.

In dem Buch gibt es einige Anspielungen auf „Grey’s Anatomy“ und „Scandal“, ich gucke die Serien leider nicht, aber für Fans ist das vielleicht interessant. Wenn man sich nicht für die Serien interessiert, stören die Anspielungen einen aber auch überhaupt nicht, zumindest ging es mir so.

Fazit
Meiner Meinung nach ist „Das Ja-Experiment“ ein wirklich inspirierendes und humorvolles Buch und ich habe es sehr gerne gelesen. Wenn einen der Klappentext schon interessiert, dann ist das Buch auf jeden Fall einen genaueren Blick wert!
4 von 5 Blättern

Sonntag, 13. November 2016

[Rezension] Und nebenan warten die Sterne - Lori Nelson Spielman





Preis: 14,99€
Einband: broschiert
Seiten: 384
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: September 2016
Verlag: Fischer Verlag
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Als Annie erfährt, dass ihre Schwester Kristen bei einem Zugunglück gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie sollten beide in diesem Zug sein – auf dem Weg zur Uni. Annie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Schwester. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter Erika, doch diese flüchtet sich in ihre Arbeit. Annie begreift nicht, was mit ihrer liebevollen Mutter passiert ist, die für jedes Tief einen Rat wusste, deren Lachen so ansteckend war und deren Liebe die Familie zusammenhielt.

Meine Meinung
Ich mochte die ersten beiden Bücher von Lori Nelson Spielman sehr gerne. Das waren Geschichten mit Gefühl und einer Botschaft, die gut vermittelt wurde. Das trifft auch auf ihr neues Buch, „Und nebenan warten die Sterne“, zu. Nur ist diesmal bei mir der Funke nicht so richtig übergesprungen.

Es geht um Erika und ihre Tochter Annie. Die beiden verlieren Kristen, Annies Schwester und Erikas zweite Tochter, bei einem schrecklichen Unglück, und müssen irgendwie lernen, damit zu leben. Allein schon diese Ausgangslage verspricht eine Geschichte voller Emotionen, und man kriegt auch jede Menge Gefühle. Aber für mich hat das Gesamtbild nicht so richtig funktioniert. Es werden unendlich viele Themen angeschnitten – Erikas und Annies Liebesleben, Erikas Berufsleben und ihre Konflikte mit der Vergangenheit, die Probleme in der Mutter-Tochter-Beziehung, die Umstände von Kristens Tod usw. – und für mich waren es in diesem Buch einfach zu viele Aspekte, als das man jeden hätte zufriedenstellend auflösen können.

Das Buch ist abwechselnd aus Erikas und Annies Perspektive geschrieben, und da ist es auch nicht hilfreich, wenn man mit einer der Protagonistinnen nicht so richtig klarkommt. Erika war mir wirklich sympathisch, ich konnte ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen und habe mit ihr mitgefiebert. Bei Annie war das nicht ganz so. Ich konnte einfach keinen Draht zu ihr aufbauen.

Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht. Für mich hatte es seine Schwächen, und nochmal lesen werde ich es wohl nicht, aber es gab auch einige Szenen, die zum Nachdenken angeregt haben oder mich emotional wirklich abholen konnten. Und Fans der Autorin werden mit diesem Buch sicher auch einige tolle Lesestunden haben.

Fazit
Ich hatte mit „Und nebenan warten die Sterne“ ein paar schöne Lesestunden, für mich konnte der Funke aber nicht so richtig überspringen.
 3 von 5 Blättern

Dienstag, 25. Oktober 2016

[Rezension] Jetzt, Baby - Julia Engelmann



Preis: 9,99€
Dauer: ca. 1:13 h
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Verlag: der Hörverlag
Rezensionsexemplar?: ja




Inhalt
Sie findet Worte für das Lebensgefühl einer ganzen Generation: Julia Engelmann. Ihr Text One Day wurde ein sensationeller Poetry-Slam-Erfolg im Internet, ihre Tourabende sind ausverkauft, ihr Sound und ihre Sprache sind so einzigartig wie berühmt. In diesen neuen Texten geht es darum, wie wir unser Glück in die Hand nehmen, Träume wahr machen und uns dabei selbst treu bleiben. So berührend wie ehrlich slamt Julia im Studio, mal stimmen ihre Worte nachdenklich, mal reißen sie den Hörer einfach mit: Lass uns Glücksmomente feiern, im bunten Konfettiregen tanzen und das Leben leben – jetzt, Baby!

Meine Meinung
„Jetzt, Baby“ ist bereits der dritte Poetry Slam-Band von Julia Engelmann, und noch immer bin ich fasziniert! Seit Band eins höre ich mir die Slams der Autorin immer gern als Hörbuch an, und so habe ich das jetzt (Baby:D) auch wieder gemacht.

Und wieder hat mich die Autorin alles andere als enttäuscht! Was man bei Julia Engelmann auf jeden Fall bekommt, ist viel Stoff zum Nachdenken. Man hört sich das Hörbuch an (oder setzt sich mit dem Buch hin) und dann ist da einfach so vieles, womit man sich identifizieren kann oder worüber man einfach nochmal nachdenken möchte. Und es gibt immer wieder Sätze oder Passagen, die man sich merken möchte. Die kann man sich übrigens nicht merken, ich habs versucht, die sollte man sich schon aufschreiben:D Auf alle Fälle verpackt die Autorin ihre Botschaften wirklich unheimlich schön!

Ich persönlich konnte diesmal nicht mit jedem einzelnen Text etwas anfangen. Manche werde ich mir vermutlich gar nicht mehr anhören, andere aber bestimmt noch oft. Und das ist auch absolut okay so, da wird vermutlich jeder Leser seine eigenen Favoriten haben.

Die Vertonung hat mir hier auch wieder sehr gut gefallen. Poetry Slam ist ja eigentlich eine Textform, die für gewöhnlich vorgetragen wird, und genau das gefällt mir an dem Hörbuch: Die Autorin trägt ihre Texte selbst vor, sehr gekonnt und genau so, wie sie sich das gedacht hat. 

Insgesamt ist „Jetzt, Baby“ wieder ein tolles Werk von Julia Engelmann und man bekommt neue Texte in ihrem einzigartigen Stil zu hören. Fans der ersten beiden Bücher werden ganz bestimmt wieder begeistert sein!

Fazit
„Jetzt, Baby“, das neue Werk von Julia Engelmann, konnte mich mal wieder sehr überzeugen. Es gibt neue Texte in dem tollen Stil der Autorin und mal wieder viel Stoff zum Nachdenken und sich selbst drin wiederfinden.
4 von 5 Blätter