Sonntag, 15. Oktober 2017

[SerienTalk] Was ich an Doctor Who liebe

Manchmal nehme ich mir größere "Serienprojekte" vor. Nicht dass ich nicht immer irgendeine Serie gucken würde, aber manchmal fange ich eine Serie an, die schon sehr viele Staffeln und Folgen hat, und wenn ich mir so etwas vornehme bin ich ziemlich diszipliniert. Seit ein paar Wochen ist mein neues Projekt "Doctor Who", und wenn das nicht mal ein Herzensprojekt ist.

Naja, neues Projekt stimmt nicht ganz. Vor ein paar Monaten habe ich schon die ersten vier der mittlerweile 10 Staffeln gesehen, jetzt mache ich weiter. Und ich bin wirklich verzaubert. "Doctor Who" hat eine riesige Fanbase, und doch ist es sicherlich nicht für jeden etwas. Es ändert sich ständig, erfindet sich neu, und das muss man schon mögen. Ich liebe es. Auch wenn es so seine Zeit gebraucht hat, bis ich das Gefühl hatte, dass ich die Serie überhaupt verstanden habe.

Am Anfang wusste ich gar nicht, warum es überhaupt so viel Aufregung um die Serie gibt. Es war ganz witzig uns sympathisch aber mit hat der rote Faden gefehlt. Aber je weiter ich geguckt habe, desto mehr habe ich verstanden, dass es gar nicht um eine Geschichte mit einem klaren Ziel geht. Es geht an der Oberfläche um witzige Abenteuer in Vergangenheit und Zukunft, in England oder im Weltall, mit Aliens oder Menschen. Das bringt einen zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln und ist immer nett anzusehen. Man fühlt sich gut unterhalten. Unter dieser Oberfläche geht es in dunkleren Plotlines um den Doctor, diesen alten Zeitreisenden der so viel verloren hat und immer noch mit so vielen Dramen zu kämpfen hat. Es geht darum, wie er mit seinem Schicksal umgeht, in gewisser Weise ist "Doctor Who" eine Charakterstudie (wie so viele tolle Serien). In fröhlicheren Folgen ist die Serie ein Lob auf die Wunder des Universums und der Menschheit und damit das perfekte Wohlfühlprogramm.
Was ich von dieser Serie am Anfang auch nicht erwartet hätte, war die emotionale Schlagkraft, die manche Folgen haben. Das Konzept der Serie bringt es eigentlich schon mit sich: Alle paar Staffeln wird der Doctor von einem neuen Schauspieler (und bald grandioserweise erstmals von einer Schauspielerin) gespielt, und alle paar Staffeln wird er von anderen Mitreisenden begleitet. Abschiede jeglicher Art sind vorprogrammiert. Und auf manche dieser Abschiede wird extrem stark hingearbeitet, ich hatte mehr als einmal Tränen in den Augen. Nachdem ich am Anfang gar nicht verstanden hatte, warum diese Serie besonders ist, war das für mich eine wirklich positive Überraschung.

Dazu gibt es natürlich noch eine Reihe anderer Dinge, die die Serie besonders machen. In fast jeder Folge gibt es Zitate, die man sich unbedingt merken möchte, die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander wachsen einem unheimlich ans Herz, und man wird einfach so unendlich reiselustig. Ich werde immer ein bisschen wehmütig (oder ein bisschen mehr), wenn ich daran denke, dass ich niemals mit der TARDIS durchs All reisen werde.

Ich bin gerade mitten in Staffel 7, fürchte mich schon ein wenig vor den nächsten Abschieden, und habe auf jeden Fall vor, mir alle verbliebenen Folgen noch anzusehen. Ich bin richtig im "Doctor Who"-Fieber. Und für mich ist es auch wieder eine gute Lektion, eine Serie nicht unbedingt direkt nach ein paar Folgen abzubrechen. Ich hätte ein paar tolle Abenteuer verpasst, wenn ich das gemacht hätte.

Habt ihr "Doctor Who" gesehen?^.^

Sonntag, 8. Oktober 2017

[RealTalk] (Melodramatische) Gedanken zum Thema ReReading

Ich lese Bücher eigentlich nicht noch ein zweites Mal - naja, bis auf Harry Potter, Harry Potter rereade ich mindestens alle zwei Jahre. Aber andere Bücher nicht wirklich. Und es ist noch nicht einmal so, dass ich ReReaden blöd finde, ich denke nur immer zuerst an all die Geschichten, die ich noch nicht gelesen habe. 

Dann vor ein paar Tagen habe ich dann doch mal zu einem Buch gegriffen, das ich schon gelesen habe, und das hat mich ein wenig zum Nachdenken gebracht. Ich habe gerade ein Buch gelesen, dass mich ehrlich gesagt ziemlich gelangweilt hat, und "Fangirl" von Rainbow Rowell hat mich vom Regal aus so verdammt sehr angestrahlt. Tja, ich hab zu dem Buch gegriffen und zwei Tage später hatte ich es auch schon durch. In der ganzen Zeit konnte ich es kaum aus der Hand legen, obwohl oder vielleicht gerade weil ich schon wusste, was passiert. Nachdem ich "Fangirl" ausgelesen hatte, hab ich entschieden, das Buch, das mich gelangweilt hat, abzubrechen - und vielleicht mal ein bisschen mein Leseverhalten zu hinterfragen.

Es ist okay, Bücher abzubrechen, und es ist okay, Bücher viele male zu lesen, genau das muss ich mir dick und fett hinter die Ohren schreiben! Wenn ich 100 Seiten in einem Buch gelesen habe, es mich kein bisschen gepackt hat und ich praktisch schon weiß dass sich das auf den nächsten 300 Seiten nicht mehr ändern wird, warum sollte ich dann weiterlesen? In der Zeit könnte ich eine neue Geschichte entdecken, oder eben zu einem Buch greifen, von dem ich weiß, dass es mich begeistern wird, weil es mich schon einmal begeistert hat. 

Ich kann gar nicht so richtig sagen, warum es mir so schwer fällt, Bücher abzubrechen. Vielleicht hab ich einfach keine Lust, Dinge nicht zu Ende zu bringen, die ich angefangen habe. Vielleicht rede ich mir ein, dass das Buch in der zweiten Hälfte natürlich viel viel besser wird, na klar. Aber mittlerweile glaube ich, dass Bücher zu Ende lesen, die nicht wirklich meins sind, wirklich Zeitverschwendung ist. Und nicht etwa Bücher zu rereaden.

Als ich "Fangirl" gelesen habe, war ich so richtig glücklich. Ich habe Charaktere wiedergetroffen, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind, und ich konnte meine liebsten Szenen noch einmal erleben (dieses ganze emotionale Blahblah). Ich hatte so viel Spaß wie schon ewig beim Lesen nicht mehr. Und meine Lese-Alternative zu dem Zeitpunkt war eine neue Geschichte, die ich höchstens okay finden würde. Wieso sollte man sich überhaupt jemals für das neue okay-Buch entscheiden?

Ehrlich gesagt, und wie eigentlich meistens bei diesen RealTalk-Posts, weiß ich gar nicht so richtig, was hier überhaupt mein Punkt ist. ReReading ist cool und Bücher abbrechen ist absolut in Ordnung? Irgendwie schon, aber jeder, der diesen Post hier liest, wird das sicherlich schon wissen. Ich schätze ich wusste das noch nicht so richtig (ich schreibe anscheinend zur Selbst-Therapie). Ich will in der Zukunft öfter wieder meine Lieblingscharaktere besuchen statt mich immer nur mit neuen herumzuschlagen, die ich oft gar nicht leiden kann. Ich will am liebsten eine gute Balance finden zwischen neuen Geschichten und welchen, die sich einen Platz als Lieblingsbuch schon verdient haben. Und bestimmt will ich mir keine Gedanken darüber machen, wie sich das auf meinen SuB auswirkt oder auf irgendwelche Lesestatistiken. Einfach mal wieder Lesen um des Lesens willen. Ich glaube, das ist in den letzten paar Jahren mit Bloggen und sich im Internet ständig angucken können was es für tolle Neuerscheinungen gibt tatsächlich ein wenig verloren gegangen. Naja, Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.

Wie steht ihr zum Thema Bücher abbrechen? Und welches Buch habt ihr schon mehrmals gelesen?^.^

Dienstag, 19. September 2017

[Rezension] Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums




Preis: 9,95€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 384
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: August 2017
Verlag: dtv
Rezensionsexemplar?: ja

Inhalt

Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken. Ari fallen Worte schwer. Es scheint so, als wäre Dante die letzte Person, die es schaffen könnte, die Mauern einzureißen, die Ari um sich gebaut hat. Doch trotz ihrer Verschiedenheit werden sie Freunde. Sie teilen Bücher, Gedanken, Träume. Sie beginnen, die Welt des jeweils anderen neu zu definieren. Und entdecken, dass das Universum ein großer und komplizierter Ort ist, an dem man manchmal auch erhebliche Hindernisse überwinden muss, um glücklich zu werden!

Meine Meinung

Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut, immerhin habe ich schon viel Positives darüber gehört. Und obwohl ich schon einiges darüber gehört habe, konnte es mich doch überraschen. Und ja, meine Erwartungen konnte es auch erfüllen.

Für mich hat sich das Buch fast schon gelesen wie ein Jugendbuch-Klassiker. Nicht, dass es altbacken wäre oder so, aber der Schreibstil war sehr besonders und eben irgendwie klassisch. Die Jugendbücher in letzter Zeit sind irgendwie alle witzig und offen und frisch (und das ist toll), dieses Buch ist anders (und oh ja, das ist ebenfalls toll). Ich fand es sehr subtil. Die Charaktere haben eine tolle Entwicklung hingelegt und das ist eben ganz langsam geschehen, und sehr respektvoll. Und das Buch hat mich nicht wirklich zum Lachen gebracht, aber darum geht es in einem Jugendbuch ja auch nicht immer. Dafür hatte es so viele Zeilen, die mich zum Nachdenken gebracht haben, und dafür hat es mich auch gut verstehen lassen, wie die Charaktere sich fühlen. Es ist einfach wirklich schön geschrieben.

Dadurch, dass sich alles so langsam entwickelt, hat es Anfang so seine Zeit gebraucht, bis ich eine emotionale Verbindung zu den Charakteren und der Geschichte entwickeln konnte. Obwohl das etwas schade war, ist diese Verbindung dann aber ab einem gewissen Punkt mit jeder Seite stärker geworden und ich konnte die Charaktere immer besser verstehen.

Für mich war es auch ein riesiger Pluspunkt, wie Familien in diesem Buch dargestellt wurden. In vielen Jugendbüchern stehen die Eltern oft nur für Regeln und sind sehr eindimensional. Ich finde, diese Geschichte zeichnet ein sehr realistisches und einfach schönes Bild von Familien. Oft nicht gerade perfekt und manchmal gibt es auch ein paar große Geheimnisse, aber am Ende sind sie doch loyal und liebevoll. Und die Eltern von Aristoteles und Dante bekommen hier tatsächlich alle ihre ganz eigene Persönlichkeit und Vorgeschichte, sowas findet man auch nicht in jedem Buch.

Ich denke im Endeffekt war ich einfach sehr beeindruckt davon, wie das Buch für mich zum Ende hin einfach immer stärker geworden ist. Weil ich Sachen verstanden habe und einfach begeistert davon war, wie sorgfältig die emotionale Reise der beiden Protagonisten, vor allem aber die von Ari, beschrieben wurde. 

Es ist wohl noch wichtig hier kurz zu erwähnen, dass das Buch keine klare Handlung hat und keine Geschichte mit klarem Start- und Endpunkt. Es geht vielmehr um die persönliche Entwicklung der Charaktere.

Fazit

"Aristoteles und Dante" konnte meine hohen Erwartungen wirklich erfüllen. Es ist ein unheimlich schön geschriebenes Buch, in dem es um die Entwicklung der Charaktere geht und es ist für mich mit jedem Kapitel besser geworden.

Sonntag, 17. September 2017

[Rezension] Scrappy little nobody - Anna Kendrick




Preis: 25,99€ (Taschenbuch: 9,99€)
Einband: Hardcover
Reihe?: Einzelband
Seiten: 275
Erscheinungsdatum: November 2016
Verlag: Touchstone Books
Rezensionsexemplar?: nein

Inhalt

With her razor-sharp wit, Anna recounts the absurdities she’s experienced on her way to and from the heart of pop culture as only she can—from her unusual path to the performing arts (Vanilla Ice and baggy neon pants may have played a role) to her double life as a middle-school student who also starred on Broadway to her initial “dating experiments” (including only liking boys who didn’t like her back) to reviewing a binder full of butt doubles to her struggle to live like an adult woman instead of a perpetual “man-child.” Enter Anna’s world and follow her rise from “scrappy little nobody” to somebody who dazzles on the stage, the screen, and now the page—with an electric, singular voice, at once familiar and surprising, sharp and sweet, funny and serious (well, not that serious).

Meine Meinung

Als Filmfan interessiert man sich ja auch manchmal für die Schauspieler, die hinter den Filmen stecken - oder man interessiert sich wie ich eigentlich IMMER dafür. Natürlich sind mir einige Schauspieler sympathischer als andere, und dazu gehört definitiv Anna Kendrick. Ich finde nicht nur ihre Filme toll, sondern auch in Interviews fand ich sie super und sos wollte ich unbedingt ihr Buch voller persönlicher Essays lesen.

Gesagt, getan! Kaum ist das Buch bei mir angekommen musste ich auch schon anfangen zu lesen. Und es hat meine Erwartungen definitiv erfüllt. Anna Kendrick hat auf jeden Fall eine eigene Stimme und eine Persönlichkeit, mit der ich mich an vielen Stellen identifizieren kann. In dem Buch findet man keinen Hollywood-Gossip, sondern eher Geschichten darüber, wie sie erwachsen geworden ist und sich im Leben und ihrem Beruf zurecht gefunden hat. Dabei hat man an keiner Stelle das Gefühl, dass sie einem ein bestimmtes Bild von sich verkaufen möchte - was bei solchen Büchern immer eine kleine Sorge von mir ist. Ich hatte das Gefühl, dass sie sehr ehrlich war, und das heißt, dass sie nicht an jeder Stelle furchtbar sympathisch ist. Aber sie steht dazu, und das macht es sehr authentisch und dann eben doch wieder sympathisch. Sie wiederholt auch häufiger, dass sie eben nicht "nice" sein möchte, sondern viel lieber "good".

Was mir extrem gut gefallen hat, war, dass immer wieder ihre feministische Seite durchgekommen ist. So war das Buch an einigen Stellen richtig motivierend und hat einem eingetrichtert, dass man sich nichts gefallen lassen muss.

Natürlich gab es Essays, die weniger unterhaltsam waren als andere, aber ich hatte mit dem Buch durchgehend meinen Spaß. Ich fand es witzig und inspirierend und sehr authentisch.

Fazit

"Scrappy little nobody" ist eine sehr unterhaltsame und authentische Essay-Sammlung von Anna Kendrick. Ich kann sowohl das Buch als auch ihre Filme wärmstens empfehlen.

Dienstag, 12. September 2017

[Rezension] Verstecken gilt nicht! - Melina Royer




Preis: 12,00€
Einband: Softcover
Seiten: 224
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum:September 2017
Verlag: Kailash
Rezensionsexemplar?: ja

Inhalt

Unsicher, verängstigt und von Selbstzweifeln geplagt – Melina Royer empfindet sich lange als schüchternsten Menschen auf dem Planeten. Bis sie eines Tages beschließt, sich nicht länger von ihrem Problem blockieren zu lassen, und sich eine Gegenstrategie verordnet: Raus dem Schattendasein, rein ins Leben. Sie beginnt auf Menschen zuzugehen, gründet ihren eigenen Blog zum Thema Selbstvertrauen, kündigt ihren ungeliebten Job, spricht öffentlich über ihre Schüchternheit. Stück für Stück kämpft sie sich aus ihrem Kokon hervor. Melina Royers Erfahrung: Wir müssen es nicht hinnehmen, dass unsere Ängste uns beherrschen. Es nicht versucht zu haben, tut viel mehr weh als zu scheitern.

Meine Meinung

Tjaja, ich bin schüchtern, und zwar sehr. So auf die sich niemals zu Wort melden, nicht ans Telefon gehen und aus dem Supermarkt-Gang flüchten wenn jemand näher kommt Art. Da das nicht immer ganz so schön ist hat mich "Verstecken gilt nicht - Wie man als Schüchterner die Welt erobert" direkt angesprochen und ich war gespannt auf ein paar hilfreiche Tipps.

Und ein paar tolle Tipps bekommt man auch. Für mein Empfingen hat die Autorin das Rad für Schüchterne nicht gerade neu erfunden, aber es ist wirklich eine schöne Ansammlung von Tipps und Fakten, und vor allem bekommt man allein schon durch das Lesen einen Motivationsschub, sich mal etwas mehr zu wagen.

Im ersten Drittel des Buches geht es darum, das ganze Thema Schüchternheit mal etwas zu erklären, und die Autorin erzählt auch von eigenen Erfahrungen. Es war zwar ganz schön, sich mit den beschriebenen Dingen identifizieren zu können, aber ich denke, dass Leser, die zu dem Buch greifen werden, sich wohl schon ganz gut mit dem Thema auskennen, und dafür ist dieser Teil des Buches für meinen Geschmack einfach zu lang geraten. Es gibt auch immer wieder kurze Erfahrungsberichte und verschiedenen "Betroffenen", und diese waren zwar eine interessante Ergänzung, aber mich haben diese Berichte nicht so richtig bereichert.

So etwa in der zweiten Hälfte des Buches gibt es dann richtig konkrete Tipps und Strategien, die man ausprobieren kann. Und genau dieser Teil hat mir auch ausgesprochen gut gefallen. Vieles hat man schonmal irgendwo gehört, aber die Autorin hat es geschafft, alles so zu beschreiben, dass man Lust hat, auch mal etwas auszuprobieren ohne zurückzustrecken. Besonders gut fand ich, dass man merkt, wie intensiv sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, das schafft Vertrauen. Außerdem war es wichtig und gut, dass sie oft betont hat, dass es kein Wunderheilmittel für Schüchternheit gibt - das Buch gibt einem einfach Strategien an die Hand, die man nutzen kann, um mit seiner Situation möglichst gut umzugehen.

Ich hatte eventuell einen etwas speziellen Blick auf das Buch, da ich bis vor kurzem Psychologie studiert habe und alle Behauptungen etwas genauer unter die Lupe genommen habe. Mit manchen Sachen war ich da dann auch nicht so 100%-ig einverstanden, aber insgesamt haben bei mir da auch keine Alarmglocken geklingelt, also alles gut.

Fazit

Wenn man sich mit dem Thema Schüchternheit bereits auseinandergesetzt hat, kommen einem zwar viele Tipps in diesem Buch schon bekannt vor, trotzdem ist es eine gute Zusammenfassung und gibt einem Motivation mit, sich mal wieder etwas aus seinem Panzer herauszuwagen.

Donnerstag, 7. September 2017

[Rezension] Die Abenteuer des Apollo 1 - Rick Riordan




Preis: 17,99€
Einband: Hardcover
Seiten: 400
Reihe?: Teil 1 von 5
Erscheinungsdatum: August 2017
Verlag: Carlsen
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt

Der Gott Apollo fällt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt …
*Quelle*

Meine Meinung

Das war ein ziemlich gutes Buch und ich bin überhaupt nicht überrascht. Alles, was ich bis jetzt von Rick Riordan gelesen habe, war verdammt gut, und irgendwie schafft es der Autor auch, dass man sich keine Sorgen macht, ob die nächsten Bücher genauso gut werden. Man vertraut ihm einfach und er liefert tolle Geschichten ab. So ist das auch bei "Die Abenteur des Apollo" passiert. 

Der Autor schafft es, eine neue Reihe zu starten und sich dabei die guten Qualitäten seiner anderen Bücher zu behalten. Und dazu noch Abwechslung zu bieten. Applaus dafür! Wie man es schon von der "Percy Jackson"-Reihe gewöhnt ist, gibt es wieder eine ordentliche Portion Humor, der für mich immer sehr gut funktioniert. Hier fängt jedes Kapitel mit einem Haiku (einem kurzen Gedicht) an, dass nicht nur witzig ist, sondern auch irgendwie verrät, was in dem Kapitel passiert. Nur dass man das noch nicht versteht, bis man das Kapitel dann wirklich liest, was immer einen a-ha-Moment für einen bereit hält. 

Was dann doch eine Überraschung war, das war, wie gut diese neue Geschichte mit den alten verbunden wurde. Man kann das Buch bestimmt lesen, ohne andere Bücher von Rick Riordan zu kennen, aber ich würde empfehlen, die "Percy Jackson" und "Helden des Olymp"-Reihe gelesen zu haben, denn es wird aus einie Ereignisse aus diesen Reihen Bezug genommen. Man trifft auch den ein oder anderen Charakter wieder, was mich als Fan riesig gefreut hat. Hier hat der Autor auch eine gute Balance gefunden: Alte Charaktere tauchen kurz auf, sodass man sich als Stamm-Leser darüber freuen kann, aber sie bleiben auch nicht lange und die eigentliche und neue Geschichte hat Platz, sich zu entfalten.

Ohne zu viel verraten zu wollen möchte ich noch erwähnen, dass hier ein paar Dinge passiert sind, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Der Autor folgt zwar schon seinen altbekannten Muster, mich konnte er aber immer noch überraschen, und das weiß ich nach so vielen Büchern schon sehr zu schätzen!

Das Buch hat mich rundum unterhalten und ich hatte beim Lesen viel Spaß und freue mich schon auf den Rest der Reihe, aber von mir gibt es dann trotzdem "nur" 4,5 von 5 Punkten. Das liegt daran, dass es hier eine Sache gab, die hin und wieder behauptet wurde, die für mich einfach keinen Sinn gemacht hat. Das ist auch nicht weiter schlimm, ich bin nur hin und wieder darüber gestolpert. Ansonsten ein tolles Buch!

Fazit

Apollo bringt Spaß
und auch Überraschungen
viel Spaß beim Lesen!

Dienstag, 5. September 2017

[Neuzugänge] Buchzugänge von Mai bis August

Langsam wird es wieder Zeit für einen Neuzugänge-Post (für einen Post allgemein, um ehrlich zu sein). Ich finde, alle 4 Monate Neuzugänge vorstellen ist für mich ein guter Rhythmus, also machen wir das jetzt. Auf den Bildern seht ihr die Bücher, die bei mir von Mai bis August eingezogen sind, 15 insgesamt. Davon sind noch 4 ungelesen, was sich ja echt noch in Grenzen hält.
Das sind die ersten vier (wobei diese Darstellung nicht chronologisch ist, also sind das hier einfach irgendwelche vier:D). Sowohl "Valerian und Veronique" als auch "Die Abenteuer des Apollo" waren Rezensionsexemplare aus dem Carlsen Verlag. Besonders Apollo hat mir gut gefallen, Rick Riordan kann es noch (Rezension folgt), aber auch der Comic war ganz gut (*Rezi*). "Love and Gelato" (*Rezi*) war ganz süß und ein gutes Buch für den Sommer, aber wirklich kein Muss, um ehrlich zu sein. "No 9677" hingegen hat mich ziemlich überrascht. Ich habe das Buch unerwartet zugeschickt bekommen und hatte es gar nicht auf dem Schirm, aber dann war es eine wirklich schöne Geschichte über Familie und Freundschaft (*Rezi*).
Englische Bücher, yeah, ich bin ihnen in den letzten paar Monaten wirklich verfallen. Wobei ich zwei dieser Bücher hier noch gar nicht gelesen habe, nämlich "Nerd do well" und "The hate u give". Ich weiß, THUG noch nicht gelesen zu haben ist praktisch ein Verbrechen. Es liegt aber ganz weit oben auf dem SuB und ich bin gespannt, mir ein eigenes Bild zu machen! Die Memoiren von Anna Kendrick habe ich vor kurzem gelesen und das Buch hat mich sehr begeistert. Unheimlich witzig und voller guter Einblicke in das Leben einer Schauspielerin. Außerdem sehr sympathisch, wobei das so eine Sache ist. Sie macht in dem Buch kein Geheimnis daraus, dass sie manchmal eben gar nicht so nett ist, und eben das fand ich super, ich kann mir aber gut vorstellen, dass es vielen Lesern da anders geht. Auf dem Bild sieht man auch einen meiner zwei Funkos (ich weiß, meine Sammlung ist riesig, ich muss mich echt mal zurückhalten). Das ist Scotty aus "Star Trek", der von Simon Pegg gespielt wird, deshalb dachte ich, der passt ganz gut auf das Bild.
Mehr englische Bücher! Oh ja, und ein deutsches, nämlich "Der kleine Laden der einsamen Herzen" (*Rezi*) , das mir leider gar nicht gefallen hat. Deshalb mehr zu den anderen Büchern. Eine Booktuberin, der ich auf Goodreads folge (nur so nebenbei, ich freue mich immer über neue Goodreads-Freunde, mein Profil findet ihr *hier*, jetzt genug schamlose Selbst-Werbung), naja diese Person hat "All my friends are superheroes" empfohlen und da habe ich mir das Buch spontan gebraucht gekauft. Und es ist tatsächlich so gut! In nur etwa 100 Seiten kriegt man so viel Kreativität und eine ergreifende Geschichte geboten, es ist toll! Und wisst ihr, was auch toll ist? "Attachments" von Rainbow Rowell (ha, was eine Überleitung). Rainbow Rowell ist gar nicht dazu fähig, ein Buch zu schreiben, dass ich nicht mag, und diese Tatsache gefällt mir sehr gut.
Noch mehr englische Bücher! Davon habe ich bis jetzt aber erst "Geekerella" von Ashley Poston gelesen, und nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat das Buch so ziemlich mein Herz erobert. Was für eine clevere Cinderella-Neuerzählung! "History is all you left me" ist bei mir eingezogen, weil ich über Adam Silvera nur Gutes gelesen habe und er auf seinen Social Media-Kanälen richtig sympathisch wirkt. Ich bin gespannt! "My true love gave to me" ist eine Anthologie mit kurzen Geschichten von bekannten Autoren, unter anderem von Rainbow Rowell, deshalb musste ich es haben (und will es bald auch lesen, ich möchte Rainbow-Bücher ungerne warten lassen).
...und noch mehr englische Bücher! Tja, es sind Harry Potter Haus-Editionen rausgekommen, und das ist genau das, womit man mir all mein Geld aus der Tasche ziehen kann während ich grinsend danebenstehe. Ich habe mich, um wenigstens ein bisschen Vernunft walten zu lassen, erstmal für die Taschenbuch-Ausgaben entschieden (ja richtig, erstmal, irgendwann werden auch die Hardcover mir gehören, muhaha). Also, Gryffindor und Ravenclaw, ich musste beide haben weil ich mich beiden Häusern zugehörig fühle. Mein Herz sagt Ravenclaw, aber Pottermore sagt Gryffindor und so einfach kann ich das ja nun auch nicht ignorieren. Also beide. Aber dabei bleibt es jetzt auch, die anderen beiden Taschenbücher werden nicht noch bei mir einziehen! (Sie sind mittlerweile schon eingezogen, aber im September, deshalb sieht dieser Neuzugänge-Post noch halbwegs vernünftig aus:D). Hier sieht man übrigens auch meinen zweiten Funko, nämlich Yule-Ball-Hermine, mal wieder sehr passend.

Und das waren auch schon meine Neuzugänge der letzten paar Monate. Kennt ihr die Bücher schon? Und wie steht ihr zu Funkos?^.^

Sonntag, 13. August 2017

[Rezension] Valerian & Veronique 3+4 - Jean-Claude Mézières & Pierre Christin




Preis: 9,99€
Einband: Softcover
Seiten: 96
Reihe?: Band 3 und 4
Erscheinungsdatum: März 2017
Verlag: Carlsen Comics
Rezensionsexemplar?: ja

Inhalt

Der Jubiläumsband versammelt zwei Alben von Valerian und Veronique zum günstigen Preis. Der spannende Comic um die Raum-Zeit-Agenten hat längst Kultstatus erreicht. Dies ist die Chance, in die Serie hineinzuschnuppern.

Meine Meinung

Zugegeben, ich bin kein Experte, was Comics angeht. Bis auf die Peanuts habe ich in dem Feld noch nicht viel (oder auch gar nichts) gelesen. Deshalb werde ich meine Meinung zu "Valerian & Veronique" jetzt als ein engagierter Anfänger präsentieren.

Und als ein solcher Anfänger kann ich sagen, dass ich Spaß hatte, den Comic zu lesen. In dieser Ausgabe sind Band 3 und 4 versammelt, und obwohl ich die ersten beiden Bände nicht gelesen habe, hatte ich keine Verständnisprobleme. Jeder Band erzählt eben eine eigene kleine Geschichte. So hat mir die Geschichte in Band 4 auch viel besser gefallen als die in Band 3, wenn alle Geschichten so unterschiedlich sind kommt sowas ja schonmal vor.

Die Geschichten an sich waren so, wie ich es von so einem Comic erwartet habe. Es waren lustige Abenteuer, meiner Meinung nach nichts tief greifendes, aber eben spannend und actionreich und skurril. Und vor allem sehr kreativ! Es gibt verschiedene Planeten die verschiedene Einwohner haben (verschiedene Aliens - kann man diese Einwohner als Aliens bezeichnen?), alles ist detailreich und zeugt auf jeden Fall vom Einfallsreichtum des Autors und auch des Zeichners. 

Die Comic-Panel an sich haben mir auch ganz gut gefallen. Vor allem wenn viele und auch kräftige Farben eingesetzt wurden sahen diese unheimlich schön aus. Oft wurden aber eher blasse Farben eingesetzt, was ich ziemlich schade fand. Zwar waren diese dann auch gut eingesetzt - ich fand es sehr gut wie Farben zum Beispiel eingesetzt wurden um Tiefe zu erzeugen - aber die wenigen Panels mit den kräftigen Farben waren eindeutig die Highlights.

Insgesamt kann ich die Faszination rund um diese Comic-Reihe schon verstehen. Es macht auf jeden Fall Spaß in die kreative und farbenfrohe Welt von Valerian und Veronique einzutauchen. Es sind lustige und originelle Weltraum-Abenteuer, und Fans von solchen werden damit sicher ihre helle Freude haben. Für mich hätten die Geschichten noch etwas packender sein und etwas mehr Tiefe haben können, trotzdem hatte ich viel Spaß beim Lesen.

Fazit

"Valerian & Veronique" hat mir mit seinen kreativen, lustigen und bunten Weltraum-Abenteuern wirklich gut gefallen. Vollends packen konnten mich die Comics nicht, trotzdem finde ich sie empfehlenswert, denn unterhaltsam sind sie alle male.


Sonntag, 6. August 2017

[Rezension] No 9677 oder wie mein Vater an 5 Kinder von 6 Frauen kam - Natasha Friend




Preis: 17,00€
Einband: Hardcover
Seiten: 336
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Juli 2017
Verlag: Magellan
Rezensionsexemplar?: ja

Inhalt

Wer braucht schon einen Vater? Sie sicher nicht, davon ist Hollis fest überzeugt – bis ihr Halbbruder Milo in ihr Leben tritt. Denn er will ihren gemeinsamen Vater finden und braucht Hollis’ Hilfe. Aber warum sollte sie bei so einer Schnapsidee mitmachen? Immerhin kennt sie Milo kaum, mal ganz zu schweigen von dem „Vater“, der sie in einem Reagenzglas gezeugt hat. Einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal weiß. Und das ist auch verdammt gut so.
Richtig abgefahren aber wird es, als Milo herausfindet, dass sie nicht die einzigen Kinder von Samenspender No. 9677 sind. Widerwillig lässt sich Hollis auf die Spurensuche ein – und stellt fest: Familie ist das, was man daraus macht. 

Meine Meinung

Dieses Buch wurde mit vom Verlag überraschend zugeschickt und ich muss gestehen, dass ich selber nicht unbedingt danach gegriffen hätte. Das ganze schien nicht wirklich in mein Beuteschema zu passen und die Protagonisten waren mir zu jung. Tja, zum Glück wurde ich mit dem Buch überrascht, denn es hat mir letztendlich wirklich gut gefallen.

Dabei ist es nicht so, dass alles einfach nur toll war. Am Anfang hatte ich echte Einstiegsschwierigkeiten. Die Situation muss erst erklärt werden, und auch mit den Protagonisten Milo und Hollis muss man erst einmal warm werden, und so ging es eher langsam durch das erste Drittel des Buchs. Man muss wissen, dass Milo und Hollis 15 und 14 Jahre alt sind, das heißt PUBERTÄT (*gruselig). Was wiederum bedeutet, dass die beiden natürlich nicht immer nur perfekte kleine Sonnenscheinchen sind. Da musste ich am Anfang erstmal reinkommen, aber im Laufe der Geschichte fand ich es dann immer besser, dass das realistisch dargestellt wurde und Milo und Hollis nicht immer perfekt und ausgeglichen waren.

Als ich dann doch in die Geschichte reingekommen bin, hat sie mir auch richtig gut gefallen. Ich mochte es sehr, dass der Fokus auf das Thema Familie gerichtet wurde. Und das auf eine (für die Prämisse) ziemlich realistische Art und Weise. Ich habe nicht an dem Verlauf der Geschichte gezweifelt, es gab kein übertriebenes "Alles ist perfekt"-Ende oder ein Charakter, der sich komisch verhalten hat, damit die Geschichte eine gewisse Richtung einschlagen kann. Alle Einzelteile sind irgendwie an die richtige Stelle gefallen und haben eine wirklich schöne Geschichte mit einer tollen Botschaft ergeben. So konnte ich das Buch mit einem richtig guten Gefühl zuklappen, denn am Ende hat die Autorin die Geschichte auf die, meiner Meinung nach, bestmögliche Art zu Ende gebracht. Und das muss man ja auch erstmal schaffen. 

Mein Fazit zu diesem Buch ist, dass es mich definitiv überrascht hat. Es hatte mehr Tiefe als erwartet, die Autorin hat sich Mühe gegeben und eine schöne Botschaft vermittelt und die letzte Hälfte des Buchs hat mir richtig Freude gemacht. Außerdem ist das Cover wirklich schön, das kommt auf dem Computer-Bildschirm nicht mal richtig rüber. Aber das ist ja kein richtiges Kriterium, oder?:D

Fazit

Trotz Einstiegsschwierigkeiten hat mich "No 9677" positiv überrascht und mir am Ende sogar richtig gut gefallen. Es wird eine schöne Botschaft vermittert und nichts wird zu sehr verkitscht oder zurechtgebogen. 

Sonntag, 9. Juli 2017

[Rezension] Stell dir vor, dass ich dich liebe - Jennifer Niven




Preis: 14,99€
Einband: broschiert
Seiten: 464
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Juni 2017
Verlag: Fischer Sauerländer
Rezensionsexemplar?: nein

Inhalt

Everyone thinks they know Libby Strout, the girl once dubbed “America’s Fattest Teen.” But no one’s taken the time to look past her weight to get to know who she really is. Following her mom’s death, she’s been picking up the pieces in the privacy of her home, dealing with her heartbroken father and her own grief. Now, Libby’s ready: for high school, for new friends, for love, and for every possibility life has to offer. In that moment, I know the part I want to play here at MVB High. I want to be the girl who can do anything.
Everyone thinks they know Jack Masselin, too. Yes, he’s got swagger, but he’s also mastered the impossible art of giving people what they want, of fitting in. What no one knows is that Jack has a newly acquired secret: he can’t recognize faces. Even his own brothers are strangers to him. He’s the guy who can re-engineer and rebuild anything, but he can’t understand what’s going on with the inner workings of his brain. So he tells himself to play it cool: Be charming. Be hilarious. Don’t get too close to anyone.
Until he meets Libby. When the two get tangled up in a cruel high school game—which lands them in group counseling and community service—Libby and Jack are both pissed, and then surprised. Because the more time they spend together, the less alone they feel. Because sometimes when you meet someone, it changes the world, theirs and yours.

Meine Meinung

Vorneweg: Ich habe dieses Buch in der englischen Ausgabe gelesen und hier auch den Klappentext dieser Ausgabe genutzt, denn den Klappentext der deutschen Ausgabe finde ich einigermaßen schrecklich. Und das Englisch in dem Buch war auch gut verständlich und ist wohl auch für Englisch-Leseanfänger ganz gut geeignet (falls das für irgendwen interessant ist).

Ich habe letztes Jahr "All the bright places" von Jennifer Niven gelesen und war begeistert. Deshalb habe ich auch zu diesem Buch gegriffen, und ich bereue es ganz bestimmt nicht. Mir hat wirklich nicht alles an der Geschichte gefallen, aber trotzdem hatte ich einige tolle Lesestunden mit dem Buch. 

Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, mir auch die Goodreads-Rezensionen zu Büchern anzusehen, die ich lese. Und obwohl dieses Buch bei Goodreads insgesamt ganz gut wegkommt, gibt es doch einige extrem kritische Stimmen, die die Charaktere eindimensional finden und das Gefühl hatten, dass die Autorin mit Schicksalsschlägen für ihre Figuren um sich schmeißt. Ich kann nachvollziehen, warum man das so sehen könnte, aber ich habe das alles ganz anders empfunden. Andererseits sehe ich das bei anderen Büchern wahrscheinlich so, und die werden dann doch von anderen Lesern innig geliebt. Okay, das hat jetzt alles nicht so viel mit dem Buch zu tun, nur ein kleiner Exkurs zum Thema "Lesen ist doch sehr subjektiv". Was natürlich ein tolles Thema in einer Rezension ist, in der man andere von der eigenen Meinung überzeugen möchte:D Okay, ich höre auf zu schwadronieren!

Worauf ich eigentlich hinauswollte: Ich persönlich finde, dass die Autorin ein Talent hat für interessante und vielschichtige Charaktere. Besonders Libby ist für mich ein toller Charakter! Sie zeigt sich oft verletzlich und man versteht auch immer warum, aber auf der anderen Seite ist sie auch unheimlich stark und schlagfertig. Ihre Erwiderungen haben jeden Dialog interessant gemacht. Bei Jack hat es etwas gebraucht, bis ich ihn mochte, doch interessant und einzigartig war auch er. Und von einer Figur mit Prosopagnosie habe ich noch nie gelesen, ich fand das sehr aufschlussreich.

Im Laufe der Geschichte kommen Libby und Jack sich natürlich näher, und auch wenn das vielleicht eine ungewöhnliche Kombination ist, hat die Autorin es doch sehr gut geschafft, mir zu vermitteln, warum das Sinn macht. Wenn man sich die Backstories der beiden Charaktere ansieht und was die beiden durchmachen, dann kann man nachvollziehen, warum die beiden sich gut verstehen, und irgendwie war das für mich sehr erfrischend. Es ist ja nicht gerade selbstverständlich, in einem Jugendbuch wirklich vermittelt zu bekommen, was Charaktere aneinander finden.

Den Schreibstil von Jennifer Niven mag ich auch sehr gerne. Er zieht einen richtig in die Geschichte und man kann sich nur schwer von dem Buch lösen. Dabei werden auch Zeitsprünge und viele Aufzählungen gemacht, und für so etwas bin ich immer zu haben.  

Was mir nicht gefallen hat, ist dass ich das Gefühlt hatte, die Geschichte macht manchmal Sprünge. Also nicht die Handlung, sondern eher auf der Beziehungs-Ebene. Da dachte ich schon manchmal "huch, seit wann verstehen die beiden sich so gut?". Auch wurde am Ende noch mal ein bisschen Extra-Drama reingebracht, und das hätte nicht wirklich sein müssen. Und am Anfang der Geschichte macht Jack etwas, was nun wirklich (wirklichwirklich) nicht in Ordnung ist. Was einfach scheiße ist. Punkt. Das weiß er wenigstens selbst, aber er hätte es einfach lassen sollen. Obwohl die ganze Handlung darauf aufbaut ... naja, wir drehen uns im Kreis.

Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, ich hatte beim Lesen Spaß und zumindest für mich war das Buch ein Page-Turner.

Fazit

Was soll ich sagen? Ja, das Buch hat so seine Probleme, aber ich habe es gerne gelesen und alles in allem mochte ich es sehr gerne. Für mich persönlich überwiegen die Qualitäten der Geschichte und ich hatte ein ein paar gute Lesestunden mit Libby und Jack.