Sonntag, 9. Dezember 2012

die Verratenen - Ursula Poznanski

Inhalt:
Ria hat alles, was sie braucht: Sie ist eine der besten Schülerinen der Borwin-Akademie, hat eine blühende Zukunft vor sich und ist in einem sicheren Umfeld aufgewachsen, nämlich in den sogenannten Sphären. Während alle Menschen in diesen Kuppelbauten ein behütetes Leben führen, müssen die, die draußen leben, die Prims, sich gegen den ewigen Schnee, HUnger und Krankheiten durchsetzen. Ria will diesen Leuten helfen, wenn sie ihre Ausbildung abgeschlossen hat, aber es kommt anders: Sie und ein paar andere Schüler der Akademie werden als Verräter abgestempelt, und auf einmal sind sie es, die bei den Prims Hilfe suchen müssen.


Meine Meinung:
Ohje, dieses Buch, wo soll ich da bloß anfangen? Ich muss sagen, ich bin voll und ganz überzeugt, und das hat ganz viele Gründe.
Das war ja mein erstes Ursula-Poznanski-Buch, aber ich versteh jetzt wirklich, warum ihre Bücher so beliebt sind. Ihr Schreibstil ist super, da stört garnichts, und es wird ständig Spannung aufgebaut.
Dann der Inhalt, ich will nicht zu viel verraten (was ziemlich schwer ist), aber es ist so toll zu lesen, wie sich die Ansicht der Studenten verändert und sie erkennen, wer Feind  und wer Freund ist. Sie entdecken außerhalb ihrer gesicherten Kuppeln ja eine ganz andere Welt, und das ist meiner Meinung nach die Stärke dieser Dystopie. Es ist irgendwie traurig zu erfahren, was da mit der Welt passiert ist und dass es anscheinend eine neue Eiszeit gab, aber es ist dann auch wieder total interessant, dass die Charaktere in dem Buch nicht wissen, was die U-Bahn ist oder wie es sich anfühlt, auf Papier zu schreiben anstatt alles irgendwie digital zu versenden. Da kommt man schon leicht ins grübeln, ob sowas wirklich mal passieren könnte.
Dann geht es in dem Buch ja noch um Verrat, und ich finde, dieses Thema garantiert sowieso immer Spannung!
Bei den Figuren bin ich ein bisschen unschlüssig. Ria ist mir eigentlich ganz sympathisch, und ihre Fähigkeit, anderen die Gefühle vom Gesicht abzulesen, ist echt sehr cool. Auch die anderen Studenten haben tolle Fähigkeiten, besonders Tycho, einen Techniker, und Dantorian, einen Künstler, halte ich noch für tolle Charaktere. Die anderen waren mir nicht unbedingt immer sympathisch, aber sie waren alle sehr gut ausgearbeitet, das muss man sagen.

Zum Cover kann ich nur sagen, dass es mir sehr gut gefällt. Es ist komplett anders als alle anderen Cover im Dystopie-Genre und dadurch wurde ich überhaupt erst neugierig. Das Blatt und dieses Bienenwabenmuster sehen sehr speziell und sehr cool aus, und wenn man das Buch dann gelesen hat, kann man in der Gestaltung vielleicht sogar einen Sinn erkennen.

Aber ich fand das Buch nicht nur perfekt. Ich weiß zwar nicht, woran es lag, aber an Anfang hatte ich echte Probleme, mich in der Geschichte zurechtzufinden. Zum Glück ist das schnell verschwunden und hat der Begeisterung Platz gemacht. Außerdem gefiel mir der anfängliche Umgang der Studenten mit den Prims nicht, sie haben sie überhaupt nicht respektiert, aber das hat sich zum Glück auch geändert.

Mein Fazit:
"Die Verratenen" ist ohne Zweifel ein tolles Buch und eine Dystopie, die jeder Fan des Genres gelesen haben sollte. Es ist spannend, überraschend und etwas neues und ich freue mich schon auf den zweiten Teil!

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