Donnerstag, 21. Februar 2013

Survive: Wenn der Schnee mein Herz berührt - Alex Morel


Inhalt
„Es ist eine große, kalte Welt, aber ich glaube, dieses kleine Feuer ist genug, um uns warm zu halten, und sei es nur für ein paar Stunden.“  (S. 194)

Jane Solis hat einen Plan, und an diesem Weihnachten ist es soweit: Sie will ihrem Leben ein Ende setzen. Da dies in einer Anstalt für Selbstmordgefährdete aber nicht gerade einfach ist, will sie es in dem Flugzeug machen, das sie über die Feiertage eigentlich nach Hause bringen sollte. Aber kurz bevor sie die tödliche Dosis Pillen schlucken kann, geht alles schief: Das Flugzeug, in dem sie sitzt gerät in Turbolenzen und Jane verliert das Bewusstsein. Wenig später wacht sie wieder auf, und kann die merkwürdige Ironie des Schicksals kaum fassen: Ausgerechnet sie, die sich umbringen wollte, ist eine der einzigen Überlebenden des Flugzeugabsturzes. Doch als  sie auf dem verschneiten Berg steht, abgeschnitten von der Zivilisation und ohne eine richtig Chance zu überleben, erkennt Jane: Sie möchte leben! Zusammen mit Paul, dem einzigen anderen Überlebenden, macht sie sich auf den Weg in Richtung Rettung, doch es ist eine kalte und harte Reise, bei der sie zusammenhalten müssen. Und bald merkt Jane, dass Paul viel mehr zu sein scheint, als sie zunächst geglaubt hatte…


Meine Meinung
Ich wollte dieses Buch schon lange lesen. Um ehrlich zu sein lag das aber vor allem an dem wunderschönen Cover, das ich mir wirklich beinahe ewig angucken könnte:). Aber auch der Inhalt klang sehr interessant, deshalb war ich sehr froh, das Buch auch endlich lesen zu dürfen! Und das bereue ich auch ganz und gar nicht! Die Geschichte um die selbstmordgefährdete Jane hat mich echt gepackt.
Die Geschichte fand ich nämlich wirklich sehr, sehr spannend. Ein Mädchen, das sich selbst umbringen will, überlebt einen Flugzeugabsturz und landet in einer Eiswüste, praktisch ohne Chance auf Rettung. Bei sich hat sie Paul, den sie zunächst gar nicht leiden kann, aber der ihr, wie man auch schon vorhersehen konnte, nach und nach immer besser gefällt. Wie die beiden ums Überleben kämpfen ist echt mitreißend und mich hat das Buch insgesamt einfach wirklich unterhalten, obwohl das ein oder andere vielleicht etwas vorhersehbar war.
Der Schreibstil hat mir auch ziemlich gut gefallen, er hat irgendwie gut zu Jane gepasst, die ja von sich selbst behauptet, eine „Planerin“ zu sein. Mich hat es ehrlich gesagt überrascht, dass das Buch von einem Autor und nicht von einer Autorin geschrieben wurde, aber am Schreibstil kann man das, meiner Meinung nach, nicht erkennen.
Auch die Figuren konnte ich gut leiden. Jane und Paul, die eigentlich fast die einzigen sind, die in dem Buch auftauchen, fand ich beide sehr sympathisch, vor allem Jane, da Paul manchmal etwas grob war. Besonders gut fand ich, dass beide eine bewegende Vergangenheit haben, die während der Geschichte ans Licht kommt und alles noch mal etwas berührender macht. Das war dank der Atmosphäre des Buches auch nötig, mir wurde nämlich allein schon vom Lesen ganz kalt:).
Mein großer Kritikpunkt an dem Buch ist allerdings, dass es einfach zu kurz ist, als dass sich die Geschichte wirklich entwickeln könnte. Es ist ein bisschen so, als liest man eine ganz tolle Geschichte, die gekürzt wurde und sich deshalb nicht richtig entfalten kann. Außerdem ist das Buch an ein paar wenigen Stellen etwas zäh, da es im Prinzip ja häufig nur darum geht, dass Jane und Paul durch eine riesige Eislandschaft laufen. Trotzdem muss ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat!

Mein Fazit
„Survive“ ist für mich ein sehr schönes Buch, das zwar ein paar Schwächen hat, aber trotzdem absolut empfehlenswert ist. Mir hat es sehr gut gefallen, nicht nur wegen dem Cover, und das Finale war einfach nur beeindruckend und tröstet einen dann auch über eine vielleicht ein wenig zu einseitige Handlung hinweg.

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