Samstag, 15. März 2014

Die Nacht, als Gwen Stacy starb - Sarah Bruni





Preis: 17,95€
Einband: Hardcover
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Verlag: Script 5
Erscheinungsdatum: März 2014
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Inhalt
Sheila Gower fühlt sich nicht wirklich wohl in ihrer Heimat, in Iowa. Statt bei ihrer Familie zu bleiben, würde sie viel lieber die Welt entdecken, und am allerliebsten in Paris leben. Um das Geld dafür aufzutreiben, jobbt sie in einer Tankstelle. Doch als eines Tages Peter Parker, Spider-Mans Alter Ego, vor ihr steht und ihr ein Abenteuer vorschlägt, greift sie zu ohne lange nachzudenken. Und wird für Peter plötzlich zu Gwen Stacy, Spider-Mans erster großer Liebe. Doch in den Comics endete diese Geschichte immer tragisch…

Gestaltung
Ich weiß nicht so genau, woran es liegt, aber ich habe mich wirklich in dieses Cover verliebt! Es sieht einfach cool aus mit dem Spinnennetz und den vielen Sternen, und die Farben sehen auch super aus. Außerdem passt das Cover sehr gut zum Inhalt, deshalb ist die Gestaltung wirklich gut gelungen.


Story
Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, denn für mich hat sich die Inhaltsangabe toll angehört. Als ich sie gelesen habe, habe ich mir direkt vorgestellt, dass das Buch etwas Besonderes ist. Nachdem ich es gelesen habe, hat sich dieser erste Eindruck eindeutig bestätigt: Das Buch ist auf eine sehr merkwürdige, sehr positive Art und Weise etwas ganz Besonderes.
Es geht um Sheila und Peter (obwohl Peter nicht sein richtiger Name ist). Sheila will einfach nur weg aus Iowa und Peter will sozusagen einen Auftrag erfüllen, für den er Sheilas Hilfe braucht (ich verrate an dieser Stelle mal nicht mehr über diesen Auftrag, da das wohl schon ein Spoiler wäre). Also machen sich beide zusammen auf den Weg, raus aus Iowa und ab nach Chicago. Dort leben sie, teils bewusst und teils unbewusst, die Liebesgeschichte von Spider-Man und seiner ersten großen Liebe Gwen Stacy nach. Allein schon deshalb war ich unglaublich fasziniert: Die Autorin bezieht sich in ihrer Geschichte immer wieder auf die Comics, es werden so viele Parallelen geschaffen, dass man einfach nur beeindruckt ist. Dazu muss ich sagen: Dass ich diese Verbindung zu den Comics so gut fand, liegt wohl daran, dass ich Superhelden-Geschichten schon immer toll fand. Aber ich glaube, auch ohne diese Begeisterung kann das Buch einem gefallen, und man braucht auch keinerlei Vorwissen, es wird alles sehr gut und verständlich erklärt.
Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was einem wirklich einen spannenden Blickwinkeln auf das Geschehen verschafft. Es wird aus Sheilas, Peters und gegen Ende noch aus einer dritten Sicht erzählt, und dadurch erfährt man schon sehr viel über die Gedanken, Gefühle, aber auch Handlungen der Personen. Trotzdem bleibt die Geschichte sehr geheimnisvoll, da es immer einige ungelöste Fragen gibt, die über allem schweben und deren Antwort man unbedingt haben will. Genau das sorgt auch dafür, dass das Buch teilweise sehr spannend ist.
Das blöde an diesen ungelösten Fragen ist nur: Viele davon bleiben ungelöst. Zwar gibt es ein nachvollziehbares Ende, das einem ein paar Antworten liefert, aber trotzdem war das Ende auch offen und es blieb wirklich viel unbeantwortet, was mich sehr gestört hat. Als ich über dieses offene Ende nachgedacht habe, ist mir zwar aufgefallen, dass es bei der Geschichte irgendwie durchaus Sinn macht, das Ende offen zu lassen, stören tut es mich aber trotzdem noch.
Insgesamt hat mir die Geschichte aber trotzdem sehr gut gefallen, weil ich noch nie etwas in der Art gelesen habe. Das konnten auch das offene Ende und ein paar Längen in der Mitte des Buches mir nicht vermiesen.

Charaktere
Die Charaktere haben mich einfach fasziniert. Ich glaube, viel besser kann ich das in diesen Fall gar nicht ausdrücken. Ich kann nicht unbedingt sagen, dass ich Sheila und Peter unglaublich sympathisch oder unsympathisch fand (obwohl ich sie doch mochte), es ist einfach nur so, dass sie jeweils ihre ganz eigene Geschichte und Persönlichkeit haben, und doch leben sie gleichzeitig ein Doppelleben als Peter Parker und Gwen Stacy. Daraus hat sich, zumindest für mich, einfach eine unglaublich interessante Mischung ergeben.


Schreibstil
Den Schreibstil, und auch die Idee mit dem Perspektivenwechsel, fand ich sehr gut. Das Buch ist zwar auch ein bisschen ungewöhnlich geschrieben, wie ich finde, aber das passt auch ganz toll zu der Geschichte.

Fazit
„Die Nacht, als Gwen Stacy starb“ hat mich wirklich fasziniert und wird mir wohl noch länger im Gedächtnis bleiben. Das Buch ist einfach etwas Besonderes und sehr ungewöhnlich, was es auch so unglaublich interessant macht. Nur das offene Ende hat mich gestört, ansonsten kann ich das Buch absolut empfehlen.
 4 von 5 Blätter

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