Samstag, 10. Mai 2014

Der böse Ort - Ben Aaronovitch




Preis: 9,95€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 400
Reihe?: Teil 4
Erscheinungsdatum: Mai 2014
Verlag: dtv
Bestellen: *hier*




Dies ist eine Rezension zum 4. Teil einer Reihe, sie kann also Spoiler zu Teil 1-3 enthalten!

Inhalt
Was haben ein Autounfall, ein Selbstmord, ein altes Buch über Magie und ein Sozialwohnblock mitten in London gemeinsam. Auf den ersten Blick nicht besonders viel, aber Peter Grant, Police Constable und Zauberlehrling, nimmt sich dem Fall an. Seine Ermittlungen führen ihn letztendlich in den Skygarden Tower – und bringen ihn wieder einmal auf die Spur des mysteriösen Gesichtslosen, der sicherlich nichts Gutes im Sinn hat. 

Gestaltung
Ich liebe die Cover dieser Reihe, und auch das Cover zu „Der böse Ort“ konnte mich wieder überzeugen. Es sieht super aus, total farbenfroh und mit vielen hübschen, aber auch geheimnisvollen oder gruseligen Details, die man sich einfach gerne ansieht. Ein echter Hingucker!

Story
Da ich ein großer Fan von Ben Aaronovitch und seiner „Rivers of London“-Reihe bin, musste ich natürlich auch den neusten Teil der Reihe lesen, und auch dieser konnte mich wieder überzeugen. Naja, um ehrlich zu sein, ganz perfekt war das Buch nicht gerade, aber Fans der Reihe werden es sicher wieder mit Begeisterung lesen.
Peter Grants neuester Fall fängt erst einmal mit vielen kleinen Fällen an, die im Laufe der Geschichte ein Gesamtbild ergeben. Wie diese ganzen Dinge, die eigentlich überhaupt nicht zusammenpassen, am Ende dann doch zusammenhängen, fand ich richtig cool und faszinierend. Das Ganze dann noch gemischt mit der Action und Spannung, die der Fantasy-Teil der Geschichte mit sich bringt, und man hat wirklich eine tolle Geschichte. Sowieso ist das ein riesiger Vorteil der Reihe: Sie verbindet die Vorteile eines Krimis und einer Fantasy-Geschichte, dazu hat man noch coole Charaktere und eine unglaublich humorvolle und fantasiereiche Erzählweise, was will man mehr?
Aber dieser vierte Teil der Reihe hatte auch die ein oder andere Länge, und an der ein oder anderen Stelle hätte ich mir eindeutig mehr Spannung gewünscht, und, ich weiß auch nicht, vielleicht mehr böse Zauberer, die mit Feuer um sich werfen oder so. Ein einigen Stellen im Buch ist so etwas durchaus gegeben, aber manche sind auch etwas langatmig. Dafür wird man aber entschädigt mit einem wirklich unheimlich spannenden Finale, das nicht unbedingt einen Cliffhanger hat, aber doch ein paar sehr dringende Fragen aufwirft. Also, dieses Finale überrascht einen einfach so sehr, dass man echt nur noch an den Seiten klebt und am liebsten wissen würde, wie es weitergeht. Ich werde hier jetzt nichts verraten, aber ich hätte mit diesen Entwicklungen, wie sie dort geschehen, niemals gerechnet:)
Dann muss ich aber nochmal meckern, denn das Buch hat den gleichen kleinen Fehler, den all seine Vorgänger auch schon hatten: Es ist so unheimlich kompliziert! Man muss wirklich sehr aufpassen, um den Ermittlungen und dann auch der Auflösung des Falls folgen zu können, und am besten sollte man sich jeden Namen und jeden einzelnen Hinweis genau merken. Und ich glaube, wer die vorigen Teile nicht kennt, hat sowieso kaum eine Chance, der Geschichte vollkommen folgen zu können.

Charaktere
Den Protagonisten, Peter Grant, fand ich so sympathisch wie immer. Allein schon diese Mischung, dass er Polizist und Zauberlehrling ist, macht ihn zu etwas besonderem, aber dann ist er auch noch total sarkastisch und irgendwie auch ein wenig neben der Spur, was ich einfach richtig sympathisch finde.
Tja, und die anderen Charaktere finde ich mittlerweile einfach nur noch sehr kultig. Seinen Zauber-Lehrer Nightingale zum Beispiel finde ich einfach stilvoll, seine Kollegin Lesley ist eine richtig coole Power-Frau, und die ganzen übernatürlichen Wesen sind sowieso richtig spannend und interessant.

Schreibstil
Ben Aaronovitch hat die tolle Gabe, total witzig und humorvoll schreiben zu können. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich seine Reihe so mag, denn der Autor schafft es einfach, alles so zu formulieren, dass man am Ende doch darüber lachen kann. Das macht seine Bücher natürlich auch unglaublich unterhaltsam!

Fazit
„Der böse Ort“ ist ein wirklich guter vierter Teil einer tollen Reihe. Fans der Vorgänger werden auch dieses Buch wieder verschlingen, aber wer schon die ersten drei Teile nicht so super fand, den wird dieses Buch wahrscheinlich auch nicht mehr umstimmen.
 4 von 5 Blättern

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