Dienstag, 1. Juli 2014

Happy Birthday, Leonard Peacock - Matthew Quick




Preis: 13,95€
Einband: broschiert
Seiten: 280
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Juni 2014
Verlag: dtv
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Inhalt
Für seinen 18. Geburtstag hat Leonard Peacock einen Plan gefasst: Zuerst will er seinen ehemals besten Freund Asher umbringen, dann sich selbst. Denn Leonard ist überzeugt davon, dass sein ohnehin schon schreckliches Leben, wenn er erst erwachsen ist, noch viel schlimmer wird. Doch bevor er seinen Plan umsetzen will, muss Leonard noch vier Geschenke verteilen, an die Menschen, die ihn am meisten berührt haben. Und Leonard hofft von diesen Menschen auf ein Zeichen, um seinen Plan abzusagen, um seinem Leben eine zweite Chance zu geben.

Meine Meinung
Auf dieses Buch war ich schon sehr gespannt, und das liegt an dem Autor: Matthew Quick. Derselbe, der auch „Silver Linings“ geschrieben hat. Ich habe das Buch leider noch nicht gelesen, aber der Film dazu gehört zu meinen absoluten Favoriten, deshalb wollte ich das neue Buch des Autors mal lesen. Das Cover hat irgendwie auch dazu beigetragen, das finde ich nämlich toll! Schön farbenfroh, nur leider muss ich jetzt nach dem Lesen sagen, dass ich den Zusammenhang zwischen Cover und Geschichte nicht wirklich sehe.
Wie gesagt, ich war schon sehr gespannt auf das Buch. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Richtig begeistert bin ich aber auch nicht. Also insgesamt eher zwiegespalten:)
Das Buch ist wirklich sehr bedrückend. Eigentlich ist das auch nicht anders zu erwarten, immerhin geht es um Selbstmord, aber es drückt einem schon sehr auf die Stimmung, wenn ich das so ausdrücken darf. Stellenweise ist es auch richtig traurig. Von der ersten Seite an ist einem klar, was Leonard vorhat, und deshalb fragt man sich von der ersten Seite an auch: Was ist mit ihm passiert, dass er sich zu einem so drastischen Schritt entschieden hat? Und warum will er auch noch Asher töten? Diese Frage begleitet einen beim Lesen und sorgt auch für Spannung. Gegen Ende des Buchs bekommt man dann auch eine Antwort, und die ist wirklich schon tragisch. Sie sorgt irgendwie dafür, dass man Leonard und sein Vorhaben verstehen kann, falls das für einen Außenstehenden überhaupt möglich ist.
Es geht aber nicht nur um den geplanten Selbstmord, eigentlich ist es eher eine Geschichte über Leonards Leben. Was er alles erlebt hat und vor allem, wen er getroffen und wer ihn bewegt hat. Das alles liest sich sehr gut, weil es einfach interessant ist, es sorgt dafür dass man immer mehr hineingezogen wird in Leonards Situation. Aber ich hätte mir einfach etwas mehr Hoffnung gewünscht, ein paar mehr positive Momente in seinem Leben. Vielleicht ist das ein wenig naiv und unrealistisch, aber ich finde, es hätte der Geschichte einfach gut getan, wenn Leonard nicht immer nur schlimme Dinge erleben würde.
Die Figuren der Geschichte fand ich alle sehr interessant. Leonard selbst ist ein wirklich spannender Charakter, weil er viele verschiedene Emotionen in sich vereint: Der Wunsch, dass alles vorbei ist, gleichzeitig aber auch Hoffnung. Die anderen Charaktere sind aber auch spannend.
Matthew Quicks Schreibstil schließlich fand ich toll. Ich glaube, man kann ihn am besten mit „direkt“ bezeichnen. Es wird nicht drumherum geredet, sondern gerade heraus, und das ist wirklich erfrischend.
Das Ende der Geschichte fand ich dann ein wenig schade, weil es für meinen Geschmack ein wenig zu offen war. Es ist kein richtiges offenes Ende, man kann sich schon denken, was passiert, aber ich hätte schon noch gern die ein oder andere Antwort gehabt.

Fazit
„Happy Birthday, Leonard Peacock“ ist ein sehr interessantes Buch über einen Jungen, der schon viel Schreckliches erlebt hat. Mich konnte das Buch überzeugen, auch wenn ich nicht alles perfekt fand. Auf jeden Fall empfehle ich es jedem, der sich für die Thematik interessiert.
 3,5 von 5 Blättern

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