Samstag, 24. Mai 2014

Dreh dich nicht um - Jennifer L. Armentrout




Preis: 12,99€
Einband: broschiert
Seiten: 384
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Mai 2014
Verlag: Heyne fliegt
Bestellen: *hier*





Inhalt
Samantha erlebt einen Albtraum: Blutverschmiert wird sie von der Polizei am Straßenrand aufgegriffen. Doch das Schlimmste: Sie hat ihr Gedächtnis verloren. Sie kann sich an nichts erinnern, nicht an die Ereignisse der letzten Tage, noch nicht einmal an ihre Familie. Im Krankenhaus erfährt sie, dass sie vor 4 Tagen verschwunden ist, doch nicht allein: Auch ihre beste Freundin Cassie ist verschwunden.  Während Sam aber wieder in ihren Alltag zurückkehrt und versucht, sich zu erinnern, ist und bleicht Cassie verschwunden. Und langsam kommt Sam ein Verdacht: Was, wenn Cassie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist? Die einzige Lösung ist es, sich zu erinnern…

Gestaltung
Mir gefällt das Cover sehr gut, die Blume in der Mitte, die so verschwommen ist, finde ich unheimlich schön. Dazu noch dieser eher unheimliche schwarze Rand, und zusammen ergibt das ein ganz typisches Thriller-Cover. 

Story
Wenn man einen Thriller zur Hand nimmt, dann will man vor allem eines: Spannung pur! Und glücklicherweise liefert „Dreh dich nicht um“ auch jede Menge Spannung, sodass man das Buch gar nicht mehr beiseitelegen kann.
Direkt am Anfang wird Samantha ohne Gedächtnis in der Nähe eines Waldes aufgegriffen, und die Tatsache, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat, sorgt eigentlich schon für die gesamte Spannung in dem Buch. Denn ihre beste Freundin wird immer noch vermisst, und da fragt man sich direkt: Was ist da passiert? Das einzige, was man weiß, ist, dass Samantha die letzte Person war, die bei Cassie war. Doch Sam kann sich leider nicht erinnern und das macht so ziemlich alles möglich. Man fragt sich natürlich die ganze Zeit, wer Cassie etwas angetan haben könnte. Und man verdächtigt wirklich fast jeden, was richtig spannend ist! Noch nicht mal die Protagonistin selbst, also Sam, kann man bei seinen Verdächtigungen ausschließen, da sie sich ja nicht erinnert, und das ist richtig genial! Man hat wirklich keine Ahnung, und am Ende, wenn man dann die Auflösung bekommt, ist man wirklich unheimlich überrascht! Das fand ich an dem Buch am besten: Das Ende habe ich nicht kommen sehen. Natürlich gab es Hinweise, aber die hätte ich niemals zu so einer Lösung zusammengesetzt. Genial!
Der Gedächtnisverlust von Sam führt auch dazu, dass sie Halluzinationen bekommt, die ihr langsam ihre Erinnerungen zurückbringen. Und diese waren geradezu gruselig und haben richtig für Gänsehaut gesorgt, also nochmals für Spannung.
Neben der Frage, was mit Cassie passiert ist, gibt es in dem Buch noch allerlei Highschool-Drama, inklusive einer Liebesgeschichte natürlich. Die Mischung von Thriller und Lovestory ist dabei viel besser gelungen, als erwartet. Ich dachte erst, das passt vielleicht nicht zusammen, aber doch, es passt:)

Charaktere
Das besondere bei den Charakteren ist hier, dass man alle irgendwie verdächtigt, sogar die Protagonistin. Trotzdem fand ich viele Figuren sympathisch, wie zum Beispiel Scott, Sams Bruder, seine Freundin Julie, und natürlich Sam selbst.
Sam macht eine unglaubliche Entwicklung durch: Da sie sich an nichts erinnern kann, kann sie sich auch nicht wirklich an ihre Persönlichkeit erinnern. Aber man erfährt recht schnell, dass sie früher eine echte Zicke war, doch nach dem Vorfall ist sie richtig nett und einfach sympathisch. Eine super Entwicklung also!

Schreibstil
Ich liebe den Schreibstil von Jennifer L. Armentrout!! Schon bei „Obsidian“ war ich begeistert, und jetzt schon wieder. Sie schreibt einfach locker leicht und so, dass man immer weiterlesen will.

Fazit
Wer Jugendthriller mag, sollte „Dreh dich nicht um“ auf gar keinen Fall verpassen. Das Buch ist unheimlich spannend und super geschrieben, die Thematik ist interessant und die Charaktere sind sympathisch, und trotzdem kann man niemandem vertrauen. Ich kann es nur empfehlen!
 5 von 5 Blättern

Donnerstag, 22. Mai 2014

Das Arschlochglas - SCHMIDT




Preis: 9,95€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 256
Erscheinungsdatum: März 2014
Verlag: Eden books
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Inhalt
Frauenheld Schmidt ist ein WG-Phänomen: Kein Spruch ist ihm zu dumm, kein Outfit zu peinlich und seinen gestählten Oberkörper kann er gar nicht oft genug zeigen. Als Erziehungsmaßnahme haben seine Mitbewohner deshalb das Arschlochglas erfunden. Das Prinzip: Für jede peinliche Aktion muss Schmidt eine saftige Geldstrafe abdrücken. Doch Schmidt wäre nicht Schmidt, wenn er auf seine zahlreichen Fehltritte nicht stolz wäre. In diesem Buch macht er Kassensturz und beweist: Genie und Arschloch liegen nah beieinander.

Meine Meinung
Als ich davon erfahren habe, dass ausgerechnet Schmidt aus der Comedy-Serie „New Girl“ ein Buch herausbringt, war für mich klar: Das muss ich lesen! Denn „New Girl“ gehört zu meinen absoluten Lieblingsserien und ist zum Brüllen komisch. Und das gleiche habe ich auch von diesem Buch erwartet, nämlich dass es mich zum Lachen bringt. Und das hat das Buch auch geschafft, und zwar auf seine ganz eigene, ganz verrückte Art und Weise.
Das Buch ist eine Sammlung von Sprüchen, Fotos, Zeichnungen, Tabellen, Regeln und vielem mehr, für die Schmidt in das Arschlochglas einzahlen musste. Noch mal kurz zur Erklärung: Das Arschlochglas ist wie eine Spardose, in die Schmidt immer einzahlen muss, wenn er etwas tut oder sagt, was man als vernünftiger Mensch einfach nicht tun oder sagen würde. Wie zum Beispiel:

„Vor meinem Tod will ich wenigstens einen Menschen treffen, der ein Lecktuch benutzt hat.“  (S.117)

Tja, was sagt man dazu?! Und von dieser Art von Sprüchen gibt es in dem Buch eine ganze Menge, und es ist eigentlich ganz einfach: Wenn diese Sprüche deinen Humor treffen, und wenn du nicht beim Lesen vor Fremdschämen stirbst, dann wirst du dieses Buch lieben! So zumindest ging es mir, ich habe es gelesen und musste mir manchmal den Bauch halten vor Lachen, manchmal musste ich einfach nur lächelnd den Kopf schütteln und manchmal habe ich einfach nicht verstanden, was der gute Schmidt uns damit wohl wieder sagen will:

„Finanziell identifiziere ich mich mit Edward, aber charakterlich mit Jacob.“ (S. 175)

Für Fans von „New Girl“ und vor allem von Schmid ist dieses Buch übrigens ein absolutes Muss! Wenn man die ersten Staffeln der Serie schon kennt und mochte, kommt man kaum um „Das Arschlochglas“ herum, immerhin ist dieses Glas auch eines der Highlights der ersten Staffel. Wer die Serie aber nicht kennt, sollte sich wohl erstmal eine Leseprobe ansehen, denn dieses Buch ist eindeutig Geschmackssache. Tja, und ich weiß nicht, was das über mich so aussagt, aber meinen Geschmack trifft „Das Arschlochglas“ aus jeden Fall! Und zum Ende dieser Rezension noch ein letztes Zitat:

„Ich könnte mich so viel leichter auf Les Miserables einlassen, wenn ich wüsste, welche Sorte Brot der Typ klaut.“ (S. 198)

Fazit
„Das Arschlochglas“ ist für Fans der Serie „New Girl“ ein Muss! Es ist typisch Schmidt, einfach verrückt, überdreht, und wahrscheinlich auch ein wenig peinlich. Jeder, der die Serie nicht kennt, über die Sprüche aber trotzdem lachen kann, wird mit dem Buch natürlich auch Spaß haben!
 4,5 von 5 Blättern

Montag, 19. Mai 2014

Stranwyne Castle - Sharon Cameron




Preis: 14,99€
Einband: broschiert
Seiten: 352
Reihe?: Teil 1
Erscheinungsdatum: Mai 2014
Verlag: Ink Verlag
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Inhalt
Katharine lebt zusammen mit ihrer schrecklichen Tante Alice in London. Als diese ihr Erbe in Gefahr sieht, schickt sie ihre Nichte nach Stranwyne Castle. Dort soll Katharine ihren Onkeln für verrückt erklären lassen, um das Erbe für ihre Tante zu sichern. Doch kaum dort angekommen, merkt Katharine, dass das Anwesen viele Geheimnisse verbirgt. Und dass ihr Plan dort schreckliche Folgen haben könnte…

Gestaltung
Bei diesem Buch weiß ich wirklich nicht, ob ich das Cover lieben oder hassen soll. Einerseits finde ich es wunderschön, aber andererseits ist es auch sehr klischeehaft und einfach nicht besonders einfallsreich. Das liegt dann wohl im Auge des Betrachters.

Story
Ich war sehr gespannt, ob das Buch etwas für mich ist, da es im 19. Jahrhundert spielt und ich nicht gerade immer ein Fan von historischen Büchern bin. Aber der Klappentext hat mir gefallen und deshalb wollte ich es mal ausprobieren.
Und am Anfang bin ich tatsächlich erst einmal nicht gut in die Geschichte reingekommen. Das Thema war zwar ganz interessant, konnte mich aber zuerst nicht fesseln und irgendwie war ich nicht so richtig drin in der ganzen Story. Die Geschichte ist auch eher so ein bisschen dahingeplätschert. Aber es wurde mit der Zeit immer besser, und etwa ab der Mitte hat mir das Buch auch echt gut gefallen. Und obwohl das Buch nicht wirklich sehr spannend ist, war das Finale dann doch richtig zum Mitfiebern.
An dem Buch hat mir auch die Atmosphäre sehr gut gefallen. Obwohl das Buch KEIN Fantasybuch ist, kommt einem Stranwyne Castle irgendwie sehr magisch vor, denn für Katharine gab es immer etwas zu entdecken. Und man will auch einfach wissen, warum in einem riesigen Haus hunderte von Uhren stehen oder alle Wände rosa sind. Allein sich das vorzustellen fand ich sehr cool.

Charaktere
Die Charaktere haben mir eigentlich alle sehr gut gefallen, aber ausgerechnet mit Katharine konnte ich mich nicht von Anfang an anfreunden. Zu Beginn fand ich sie geradezu unsympathisch, etwas verwöhnt vielleicht, und auch ein bisschen selbstsüchtig. Aber zum Glück macht sie eine Entwicklung durch, und gegen Ende war sie dann doch noch eine tolle Protagonistin.
Die anderen Figuren mochte ich aber von Anfang an, besonders Mr. Tully, Katharines Onkel. Er ist ein wirklich besonderer Charakter, und mir haben die Szenen mit ihm besonders gut gefallen.

Schreibstil
Der Schreibstil war ganz gut, das Buch liest sich sehr flüssig und angenehm. Etwas Besonderes war es jetzt aber nicht unbedingt.

Fazit
„Stranwyne Castle“ hat mir letzten Endes ganz gut gefallen, obwohl ich einige Zeit brauchte, um mich in der Geschichte zurechtzufinden. Wer allerdingt Jugendbücher mag, die etwas historisch angehaucht sind, wird das Buch bestimmt mögen.
 3,5 von 5 Blättern

Sonntag, 11. Mai 2014

So geht Liebe - Katie Cotugno




Preis: 15,99€
Einband: Hardcover
Seiten: 320
Reihe: Einzelband
Erscheinungsdatum: April 2014
Verlag: Heyne fliegt
Bestellen: *hier*




Inhalt
Reena war schon immer in Sawyer verliebt. Schon seit sie denken kann, und selbst dann noch, als er mit ihrer besten Freundin Allie zusammenkommt. Als sie selbst schließlich mit ihm zusammenkommt, geht für Reena ein Traum in Erfüllung. Doch dann ist Sawyer plötzlich weg, und Reena ist wieder allein – und schwanger. Und kämpft sich durch ihren Alltag. Bis Sawyer 2 Jahre später wieder vor ihr steht…

Gestaltung
Cover wie das von „So geht Liebe“ gibt es jetzt ja immer öfter, also einfach nur mit Schrift uns sehr schlicht gehalten. Und mir gefällt das Cover auch sehr gut. Es sticht nicht unbedingt ins Auge, aber das muss es ja auch nicht, es ist einfach nur schön schlicht. Außerdem gefällt mir die Hintergrund-Farbe sehr gut.

Story
Kennt ihr das, wenn ihr einen Klappentext lest und auf der Stelle das Gefühl habt, dass das Buch für euch genau das Richtige ist und ihr es unbedingt lesen solltet? Dieses Gefühl hatte ich nämlich, als ich mir den Klappentext zu „So geht Liebe“ durchgelesen habe, und ich lag mit meiner Einschätzung auch wirklich richtig: Das Buch hat mir super gut gefallen!
In dem Buch geht es um Reena, die schon seit Ewigkeiten in Sawyer verliebt ist. Die beiden kommen auch zusammen, aber dann verschwindet Sawyer von einem Tag auf den anderen, und Reena stellt fest, dass sie schwanger ist, und das mit 16 Jahren. Zwei Jahre später taucht Sawyer dann wieder auf, womit Reena natürlich auch erstmal fertig werden muss. Das Interessante ist, dass die Geschichte sozusagen in 2 verschiedenen Zeitebenen erzählt wird. Die Kapitel heißen immer abwechselnd „Vorher“ und „Nachher“ und es wird immer abwechselnd erzählt, wie die Beziehung der beiden überhaupt zustande gekommen ist und was dann 2 Jahre später passiert. Das ist unheimlich interessant, weil die Autorin immer wieder verschiedene Hintergrund-Aspekte in der Vorher-Geschichte einbaut, die dann später eine Rolle spielen. Und überhaupt ist die Geschichte noch sehr viel komplexer, als sie vielleicht scheint. Es geht eben nicht nur um Reenas Schwangerschaft, sondern es werden auch sehr viele andere, zum Teil auch sehr problematische Themen, angesprochen, was das Buch für mich richtig interessant gemacht hat.
Ein wichtiger Aspekt beim Lesen des Buches ist es dann natürlich auch, dass man in irgendeiner Weise emotional mitgerissen wird. Das hat das Buch bei mir auch eindeutig geschafft. Diese sehr komplizierte, aber auch sehr bewegende Beziehung zwischen Sawyer und Reena konnte mich richtig mitreißen, und ich wollte andauernd einfach nur wissen, wie die ganze Sache denn nun ausgeht. Und am Ende war ich auch richtig bewegt, aber ich will ja nicht zu viel verraten.
Insgesamt ist „So geht Liebe“ ein unglaublich vielseitiges Buch. Es geht um Liebe, Träume, Trauer, Zweifel, um das Erwachsenwerden und um das allein gelassen werden, und all diese Themen machen das Buch zu etwas Besonderem, das einen wirklich berühren kann, wenn man sich darauf einlässt.

Charaktere
Die Protagonistin Reena war mir von Anfang an sympathisch. Als Leserin konnte ich mich wirklich gut mit ihr identifizieren und ihre Probleme nachvollziehen. Dadurch war das Buch noch bewegender.
Bei Sawyer hingegen konnte ich mich nie entscheiden, ob ich ihn lieben oder doch eher hassen sollte. Da geht es mir wohl wie Reena:) Er ist einerseits ein wirklich netter Kerl, und man versteht, was sie in ihm sieht, aber dann ist er auch wieder ein kompletter Idiot.

Schreibstil
Die Autorin Katie Cotugno schreibt wirklich schön. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen, und der Schreibstil ist sehr schlicht und nicht mit unnötigem Kitsch überladen, trotzdem baut die Autorin auch sehr schöne Formulierungen mit ein.

Fazit
Ich empfehle „So geht Liebe“ wirklich jedem, der Jugend-Liebesgeschichten gerne liest! Das Buch konnte mich richtig überzeugen, und am liebsten würde ich noch mehr über die Charaktere und ihre Geschichte erfahren, dann die Handlung zieht einen wirklich in ihren Bann!
 4,5 von 5 Blättern

Samstag, 10. Mai 2014

Der böse Ort - Ben Aaronovitch




Preis: 9,95€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 400
Reihe?: Teil 4
Erscheinungsdatum: Mai 2014
Verlag: dtv
Bestellen: *hier*




Dies ist eine Rezension zum 4. Teil einer Reihe, sie kann also Spoiler zu Teil 1-3 enthalten!

Inhalt
Was haben ein Autounfall, ein Selbstmord, ein altes Buch über Magie und ein Sozialwohnblock mitten in London gemeinsam. Auf den ersten Blick nicht besonders viel, aber Peter Grant, Police Constable und Zauberlehrling, nimmt sich dem Fall an. Seine Ermittlungen führen ihn letztendlich in den Skygarden Tower – und bringen ihn wieder einmal auf die Spur des mysteriösen Gesichtslosen, der sicherlich nichts Gutes im Sinn hat. 

Gestaltung
Ich liebe die Cover dieser Reihe, und auch das Cover zu „Der böse Ort“ konnte mich wieder überzeugen. Es sieht super aus, total farbenfroh und mit vielen hübschen, aber auch geheimnisvollen oder gruseligen Details, die man sich einfach gerne ansieht. Ein echter Hingucker!

Story
Da ich ein großer Fan von Ben Aaronovitch und seiner „Rivers of London“-Reihe bin, musste ich natürlich auch den neusten Teil der Reihe lesen, und auch dieser konnte mich wieder überzeugen. Naja, um ehrlich zu sein, ganz perfekt war das Buch nicht gerade, aber Fans der Reihe werden es sicher wieder mit Begeisterung lesen.
Peter Grants neuester Fall fängt erst einmal mit vielen kleinen Fällen an, die im Laufe der Geschichte ein Gesamtbild ergeben. Wie diese ganzen Dinge, die eigentlich überhaupt nicht zusammenpassen, am Ende dann doch zusammenhängen, fand ich richtig cool und faszinierend. Das Ganze dann noch gemischt mit der Action und Spannung, die der Fantasy-Teil der Geschichte mit sich bringt, und man hat wirklich eine tolle Geschichte. Sowieso ist das ein riesiger Vorteil der Reihe: Sie verbindet die Vorteile eines Krimis und einer Fantasy-Geschichte, dazu hat man noch coole Charaktere und eine unglaublich humorvolle und fantasiereiche Erzählweise, was will man mehr?
Aber dieser vierte Teil der Reihe hatte auch die ein oder andere Länge, und an der ein oder anderen Stelle hätte ich mir eindeutig mehr Spannung gewünscht, und, ich weiß auch nicht, vielleicht mehr böse Zauberer, die mit Feuer um sich werfen oder so. Ein einigen Stellen im Buch ist so etwas durchaus gegeben, aber manche sind auch etwas langatmig. Dafür wird man aber entschädigt mit einem wirklich unheimlich spannenden Finale, das nicht unbedingt einen Cliffhanger hat, aber doch ein paar sehr dringende Fragen aufwirft. Also, dieses Finale überrascht einen einfach so sehr, dass man echt nur noch an den Seiten klebt und am liebsten wissen würde, wie es weitergeht. Ich werde hier jetzt nichts verraten, aber ich hätte mit diesen Entwicklungen, wie sie dort geschehen, niemals gerechnet:)
Dann muss ich aber nochmal meckern, denn das Buch hat den gleichen kleinen Fehler, den all seine Vorgänger auch schon hatten: Es ist so unheimlich kompliziert! Man muss wirklich sehr aufpassen, um den Ermittlungen und dann auch der Auflösung des Falls folgen zu können, und am besten sollte man sich jeden Namen und jeden einzelnen Hinweis genau merken. Und ich glaube, wer die vorigen Teile nicht kennt, hat sowieso kaum eine Chance, der Geschichte vollkommen folgen zu können.

Charaktere
Den Protagonisten, Peter Grant, fand ich so sympathisch wie immer. Allein schon diese Mischung, dass er Polizist und Zauberlehrling ist, macht ihn zu etwas besonderem, aber dann ist er auch noch total sarkastisch und irgendwie auch ein wenig neben der Spur, was ich einfach richtig sympathisch finde.
Tja, und die anderen Charaktere finde ich mittlerweile einfach nur noch sehr kultig. Seinen Zauber-Lehrer Nightingale zum Beispiel finde ich einfach stilvoll, seine Kollegin Lesley ist eine richtig coole Power-Frau, und die ganzen übernatürlichen Wesen sind sowieso richtig spannend und interessant.

Schreibstil
Ben Aaronovitch hat die tolle Gabe, total witzig und humorvoll schreiben zu können. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich seine Reihe so mag, denn der Autor schafft es einfach, alles so zu formulieren, dass man am Ende doch darüber lachen kann. Das macht seine Bücher natürlich auch unglaublich unterhaltsam!

Fazit
„Der böse Ort“ ist ein wirklich guter vierter Teil einer tollen Reihe. Fans der Vorgänger werden auch dieses Buch wieder verschlingen, aber wer schon die ersten drei Teile nicht so super fand, den wird dieses Buch wahrscheinlich auch nicht mehr umstimmen.
 4 von 5 Blättern