Freitag, 2. Oktober 2015

[Rezension] Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks




Preis: 16,90€
Einband: Hardcover
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Rezensionsexemplar: ja
Erscheinungsdatum: September 2015
Verlag: HarperCollins Germany

Inhalt
Im Leben gibt es keine Radierer. Ich würde alles durchstreichen und nochmal von vorne anfangen.“ (S. 14)

Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.

Meine Meinung
Seit ich die „Unearthly“-Trilogie gelesen habe, bin ich ein Fan von Cynthia Hand. Die Bücher haben mir damals so unheimlich gut gefallen, sie waren witzig und toll geschrieben und fantasievoll. Aber es waren eben Fantasybücher (oder eher Romantasy), deshalb war ich ein bisschen kritisch, ob die Autorin mich auch mit einem anderen Genre überzeugen kann.

Die Antwort lautet ja. Aber trotzdem ist die Geschichte ganz anders, als man sie vielleicht von Cynthia Hand kennt. Sie ist wirklich traurig und geradezu bedrückend. Es geht darum, wie die Protagonistin Lexie mit dem Verlust ihres Bruders umgeht, und das ist auch wirklich in erster Linie das Thema. Klar, es geht auch um eine Liebesgeschichte, es geht auch um Lexies Zukunftspläne, aber das alles rückt wirklich in den Hintergrund. Das hat mir auch sehr gefallen, denn es kam mir realistisch vor, dass alles andere erst einmal unwichtig ist, wenn man so etwas verarbeiten muss.

Lexie war schon eine interessante Hauptfigur. Sie kam mir relativ unsentimental vor, aber trotzdem konnte man ihre tiefe Trauer spüren und wie ihr Leben aus den Fugen geraten ist. Und man kann beim Lesen fast schon die Last spüren, die sie tragen muss. Sie muss sich um ihre eigenen Gefühle kümmern, sich aber auch noch um ihre Eltern sorgen. Was ich an Lexie auch spannend fand, war wie sehr sie sich für Mathematik interessiert. Das zieht sich durch die ganze Geschichte und beeinflusst auch, wie sie die Dinge wahrnimmt und angeht. Das war echt mal was anderes.

Das Buch hatte viele Rückblicke, in denen sich Lexie an die Zeit mit ihrem Bruder, aber auch mir ihren Freunden und Eltern erinnert hat. Diese Stellen haben mir am besten gefallen, denn Lexie erinnert sich da wirklich an ein paar tolle Situationen, die wirklich typisch für Geschwister sind. Diese Stellen verdeutlichen aber auch, wie viel Lexie verloren hat. Das macht alles irgendwie noch intensiver.

Recht zu Anfang der Geschichte kommt ein Handlungsstrang hinzu (ich will nicht zu viel verraten), der mir nicht so gut gefallen hat und mir irgendwie unpassend vorkam. Irgendwann wird die Sache zwar aufgelöst, und diese Lösung hat mich auch überzeugt, aber irgendwie hat dieser Aspekt meine Begeisterung für die Geschichte ein wenig abgeschwächt.

Fazit
„Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ konnte mich wirklich berühren und überzeugen. Es ist eine Geschichte über ein schwieriges Thema, das meiner Meinung nach gut umgesetzt wurde. Das Buch ist toll geschrieben und auch die Protagonistin hat mir gefallen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
 4,5 von 5 Blättern

Vielen Dank an Blogg dein Buch und HarperCollins für die Bereitstellung!

Kommentare:

  1. Schön zu lesen, dass noch jemanden dieses Buch gefallen hat! Ist aber auch wirklich eine unglaublich schöne Geschichte...

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    1. Ja das stimmt, ein richtig tolles Buch! Schön dass du es auch mochtest!^^

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