Samstag, 21. Februar 2015

Eleanor & Park - Rainbow Rowell




Preis: 16,90€
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
Seiten: 368
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Februar 2015
Verlag: Hanser
Bestellen: **hier**





Inhalt
Sie sind beide Außenseiter und können zuerst rein gar nichts miteinander anfangen: Eleanor, die zu Hause schon genug Probleme hat und an der neuen Schule nun auch noch gemobbt wird. Und Park, der sich Mühe gibt nicht beachtet zu werden. Was mit eisigem Schweigen anfängt, entwickelt sich zu einer Beziehung zwischen den beiden, die für Eleanor und Park alles verändern könnte… 

Meine Meinung
Was soll man schon zu „Eleanor & Park“ sagen? Eigentlich so vieles, und doch fehlen mir irgendwie die Worte, wenn es um dieses Buch geht. Trotzdem will ich es mal versuchen.

Ich habe noch nie ein solches Buch gelesen. Damit meine ich, ein Buch, das auf diese Art und Weise an eine Geschichte herangeht, das es schafft eine Mitte zwischen Kitsch und „zu wenig“ zu finden, dessen Geschichte einfach nur dahinplätschert und einen trotzdem an seine Seiten fesselt. Es bringt einen zum Abschalten und dennoch auch zum Nachdenken und macht einen glücklich und lässt einen trotzdem bestürzt zurück.

„Eleanor & Park“ war mein erstes Buch von Rainbow Rowell und oh man, die Frau kann schreiben! Sie weiß genau, welche Worte sie wählen muss um ihre Geschichte rüberzubringen, und so waren meiner Meinung nach auch zwei verschiedene Perspektiven und sehr kurze Kapitel genau das richtige für das Buch. 

Die Art der Beziehung zwischen Eleanor und Park hat mir unheimlich gut gefallen. Sie ist nicht so wie in vielen anderen Jugendbüchern heutzutage: Liebe auf den ersten Blick und dann Leidenschaft pur, etc. Zwischen Eleanor und Park entwickelt sich alles viel langsamer, sie entdecken zuerst, was sie gemeinsam haben, worin sie sich unterscheiden und was sie an dem anderen haben, bevor es wirklich ernst wird. Sie reden über Musik und Comics und Filme und das alles macht das Buch gleich noch besser. Und das Beste: Nein, sie landen nicht sofort im Bett, sobald sie zusammen sind. Sie lassen sich Zeit und genießen jedes Händchenhalten, und das fand ich wirklich süß!

Je weiter man liest desto mehr merkt man, dass es in dem Buch eben nicht nur um eine Liebesgeschichte geht, sondern auch um die Familienverhältnisse von Eleanor und Park. Und da wird es durchaus unheimlich ernst (und erschreckend), und das bei beiden (obwohl Eleanor durch eine sehr viel grausamere Situation gehen muss, wie mir scheint). 

Tja, ich war also unheimlich begeistert von dem Buch, und dann kam das Ende. Mhh, es hätte so schön sein können, aber nein, anscheinend wollte die Autorin das nicht. Kurz gesagt: Ich bin echt kein Fan von dem Ende (es hätte aber auch schlimmer kommen können).

Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich dem Buch vielleicht nicht die volle Punktzahl gebe, hauptsächlich wegen dem Ende, aber auch wegen ein paar anderen Kleinigkeiten, aber dafür finde ich es viel zu besonders und das will ich auch irgendwie zum Ausdruck bringen, also gibt es die volle Punktzahl:)

Fazit
Ein ganz besonderes Buch – anders kann man es kaum sagen. Wer sie für die Geschichte von Eleanor und Park interessiert, sollte das Buch unbedingt lesen, denn man erlebt eine Liebesgeschichte wie sie selten in Büchern erzählt wird.
 5 von 5 Blättern

Freitag, 13. Februar 2015

Töchter des Mondes 3 - Jessica Spotswood




Preis: 17,99€
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
Seiten: 384
Reihe?: Teil 3 von 3
Erscheinungsdatum: Januar 2015
Verlag: INK
Bestellen: **hier**



Achtung Spoilergefahr! Teil 3 einer Reihe!

Inhalt
Die Schwestern haben angeführt von Cate die Mädchen aus ihrer Qual in Harwood befreit und damit einen wichtigen Schlag gegen die Brüderschaft gesetzt, doch nun zieht diese endgültig in den Krieg gegen die Hexen. Als dann auch noch ein gefährliches Fieber in New London ausbricht, erreicht die Krise ihren Höhepunkt. Cate ist sich sicher: Wenn die Hexen öffentlich praktizieren dürften, könnten sie das Fieber eindämmen. Aber das ist nicht ihr einziges Problem, denn da gibt es ja auch noch die Prophezeiung, die besagt, dass eine ihrer Schwestern eine andere töten wird…

Meine Meinung
Der dritte Teil einer Trilogie wird von mir immer mit besonderer Spannung erwartet. Wie wird die Geschichte wohl enden? Ist es ein zufriedenstellendes Ende oder würde ich das Buch am liebsten in die nächste Ecke schmeißen? Besonders bei „Töchter des Mondes“ war ich sehr gespannt, denn der zweite Teil endete mit einem der übelsten Cliffhanger, die mir je untergekommen sind (alle die das Buch gelesen haben, wissen was ich meine, für die andern will ich jetzt nicht spoilern).

Der dritte Teil hatte also einiges wiedergutzumachen, tja und dann habe ich ihn gelesen und er war … wirklich gut! Wirklich sehr gut! Meiner Meinung nach sogar der beste Band dieser Reihe. Und das hat mich echt gefreut, denn dieses Buch konnte mich unheimlich gut unterhalten. Man war direkt wieder drin in der Geschichte, denn die letzte Szene aus Band zwei wurde am Anfang nochmal wiederholt (und hat mich wieder genauso wütend gemacht), und danach ging es auch rasant weiter. In dem Buch passiert eine ganze Menge, sodass es wirklich nicht langweilig wird. Die Brüderschaft treibt den Kampf gegen die Hexen auf die Spitze (und schreckt auch nicht mehr vor Mord zurück), und die Hexen teilen sich durch die Frage, wie man mit der Situation umgehen sollte, in zwei Lager. Daraus folgen auch noch jede Menge Lügen und Intrigen, sodass das Buch auf keiner Seite langweilig wird.

Dann gibt es natürlich auch noch die Liebesgeschichte zwischen Cate und Finn, die im zweiten Teil ja so einen herben Rückschlag erlitten hat. Ich habe mir wirklich Sorgen um die beiden gemacht! Ich verrate nicht alles, nur so viel: Finn verschwindet auf keinen Fall aus der Geschichte, allerdings drängt sich die Geschichte zwischen ihm und Cate auch nicht zu sehr in den Vordergrund, da hat die Autorin wirklich eine angenehme Mischung gefunden.

Als Protagonistin ist Cate auch in diesem Teil wieder toll. Sie ist wirklich eine Kämpferin und beweist immer wieder Mut, allerdings ist sie auch kein perfektes Püppchen: Sie macht Fehler, steht oft kurz vor der Verzweiflung, und wird damit eigentlich nur noch sympathischer. Maura hat mich, wie in Teil 2 schon, wieder das ein ums andere Mal zur Weißglut treiben können, was sie als Charakter aber auch irgendwie interessant hat werden lassen. Ich fand es nur schade, dass Tess mir nicht so sympathisch war wie in den anderen Teilen, sie wirklich irgendwie abweisend und distanziert, was durchaus seinen Grund hat, trotzdem fand ich es schade.

Das Ende dieses Buches (und der ganzen Reihe) konnte mich letztendlich nochmal so richtig packen und hat mich emotional wirklich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt!

Fazit
„Töchter des Mondes – Schicksalsschwestern“ ist ein absolut gelungener Abschluss der Reihe und auf jeden Fall ein Muss für jeden, der Teil 1 und 2 schon mochte. Ich kann diese Reihe auch jedem empfehlen, der gerne Geschichten über Hexen, Intrigen und Befreiungskämpfe liest.
 
4,5 von 5 Blättern