Sonntag, 21. Februar 2016

[RealTalk] Lesegeschwindigkeit ist (nicht) alles!

Hallo ihr Lieben^^ Heute geht es um ein Thema, bei dem ich manchmal das Gefühl habe, dass ich die Einzige bin, die darüber nachdenkt. Gut, manchmal denke ich auch, jeder macht sich darüber Gedanken, deshalb könnte es für euch vielleicht von Interesse sein:D

Es geht heute um die gute alte Lesegeschwindigkeit. Die scheint ja bei vielen Lesern sehr unterschiedlich ausgeprägt zu sein. Ich würde mich selbst wohl als „Lese-Schnecke“ bezeichnen, was für eine schmeichelhafte Ausdrucksweise!:D Ich lese nämlich normalerweise so 40 Seiten in der Stunde, wenn es gerade gut läuft vielleicht auch 50. Vom Gefühl her ist das so in etwa die Hälfte von dem was andere Leute in der Stunde schaffen, und ja, es ist ein wenig frustrierend. Übrigens fällt mir gerade auf, dass ich in diesen Posts viel über lesebezogene Dinge schreibe, die mich frustrieren, vielleicht sollte ich mir darüber mal Gedanken machen!XD

Ich stelle mir gerade vor, wie alle, die das lesen, genervt die Augen verdrehen, weil ich mich von so etwas unwichtigem frustrieren lasse. Vielleicht auch zu Recht, aber ich würde trotzdem einfach gerne mal erklären, was mich daran stört, langsam zu lesen.
Quelle: goodreads
Tja, zu allererst ist es einfach so, dass ich sehr lange brauche, um ein Buch zu beenden. An sich ist das vielleicht gar nicht mal so schlimm, aber es gibt eben nur wenige Geschichten, bei denen man unbedingt lange weiterlesen möchte, weil sie so toll sind. Manchmal will man eben einfach wissen, wie etwas ausgeht, manchmal will man auch einfach in einer Geschichte vorankommen. Und ja, manchmal ist ein Buch auch nicht so toll, und dann ist es ziemlich anstrengend, ewig daran rumzulesen. Zumal ich die nervige Angewohnheit habe, das dann auch durchzuziehen! Ich kann es nämlich gar nicht leiden, Bücher abzubrechen.

Eine unschöne Begleiterscheinung davon ist, dass ich riesigen Respekt vor dicken Büchern habe und so gut wie nie eines anfange. Ich sehe dann nämlich schon vor meinem inneren Auge, wie ich wochenlang nur noch mit diesem einen Buch beschäftigt bin, und ganz ehrlich, dafür fehlt mir oft auch die Ausdauer. Und ein wenig auch die Fähigkeit, das Interesse für eine Geschichte so lange aufrecht zu erhalten.
Quelle: goodreads
Und ja, natürlich muss ich auch erwähnen, dass es mich ein wenig stört, insgesamt gesehen relativ wenige Bücher zu lesen, zumindest für mein Empfinden. Ich glaube, dazu gab es vor kurzem eine Diskussion, in der es darum ging, dass die Anzahl an gelesenen Büchern doch bitte nicht zu einem Wettbewerb werden soll, aber so meine ich das gar nicht. Mir ist es sehr egal, dass meine 3 Bücher im Monat so wenig sind im Vergleich zu den 20 Büchern von anderen Bloggern. Ich bin, nur so nebenbei, sehr fasziniert von diesen Bloggern, die müssen wirklich viele Seiten pro Stunde schaffen! Manche werfen ihnen ja vor, dass sie dann nichts von der Geschichte mitkriegen, aber das glaube ich eigentlich nicht, jeder liest eben anders. Aber ich schweife abXD Also der Vergleich ist mir sehr egal, was mir aber nicht egal ist, ist die Tatsache an sich. Denn es gibt unglaublich viele Bücher, die ich irgendwann mal lesen will, und es gibt auch sehr viele Bücher, die ich nochmal lesen will, und das alles ist schwer zu realisieren, wenn man nur wenige Bücher liest weil man so langsam im Lesen ist.

Es soll ja Übungen geben, um seine Lesegeschwindigkeit zu verbessern. Ich habe mir das ganze schon mal näher angesehen, aber ich glaube, dass das leider nichts für mich ist. Aber an sich ist es schön zu wissen, dass es durchaus die Möglichkeit gibt, an der eigenen Geschwindigkeit etwas zu ändern.
Quelle: goodreads
Als ich jetzt gerade also meine Meinung zu diesem Thema aufgeschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass ich (mal wieder) alles ein wenig dramatisiere. Nein, meine Lesegeschwindigkeit nimmt mir ganz und gar nicht den Spaß am Lesen. Sie bereitet mir auch keine Albträume. Wenn ich genauer darüber nachdenke, dann glaube ich, dass ich mit meinen 3-4 Bücher in etwa so viel Lesefreude habe wie andere mit ihren 20 Büchern im Monat. Nicht, weil die anderen nur schlechte Bücher lesen oder so, sondern weil mich das Lesen jeden Tag begleitet, genauso wie es schnellere Leser wohl jeden Tag begleitet.

Mein Fazit lautet also: Langsam lesen ist oft unpraktisch und manchmal ärgerlich, letztendlich ist es aber egal, denn wenn man es mag zu lesen, dann macht es auch Spaß, so oder so!
Quelle: goodreads
Aber wie schnell (oder langsam) lest ihr eigentlich? Oder ist das etwas, worüber ihr euch noch so gar keine Gedanken gemacht habt?^.^

Kommentare:

  1. Hey!
    Ich habe mir ehrlicht gesagt noch nie so tiefgehende Gedanken über meine Lesegeschwindigkeit gemacht. Wenn ich da jetzt so drüber nachdenke, dann würde ich sagen, dass diese auch stakr vom Buch abhängig ist. Bücher, die mir total gefallen, wie z. B. die Sternen-Trilogie von Kim Winter, habe ich innerhalb weniger Stunden verschlungen. Da lese ich anscheinend sehr sehr schnell. Andere Bücher, die mich nicht so richtig fesseln können, an denen lese ich ewig und es geht einfach nicht vorwärts.
    Alles in allem ist mir die Lesegeschwindigkeit herzlich egal. Ich führe zwar eine Statistik und freue mich, wenn ich viele Seiten gelesen habe, aber letzten Endes macht es keinen Unterschied, ob ich nun 10 oder 100 Bücher in einem Jahr gelesen habe. Hauptsache sie haben mir gefallen und konnte mich für ein paar Stunden in eine andere Welt abtauchen lassen.
    LG
    Yvonne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo:)
      Da hast du natürlich recht, es ist auch absolut vom jeweiligen Buch abhängig. Mir fällt grade auf wie ironisch das ist: Die tollen Bücher sind so schnell ausgelesen, die die man nicht so meint begleiten einen so viel länger:D
      Deine Einstellung finde ich ganz schön, es ist toll dass du dich davon nicht stressen lässt! Da versuche ich auch immer gedanklich hinzukommen:D

      Liebe Grüße
      Julia

      Löschen
  2. Hallo!

    Lesegeschwindigkeit ist weniger wichtig, da sie doch recht relativ ist. Ich weiss das ich unbeliebte Bücher, zum Beispiel sehr schnell lese. Das liegt daran dass ich irgendwann anfange den Text nur zu überfliegen, oder nur noch die Dialoge detailiert lese. Bücher mit komplizierten Textinhalten lese ich zum Beispiel auch langsamer. Da braucht das Hirn wohl länger zum dekodieren. Bücher die mich total begeistern lese ich schnell, oder auch langsam. Letzteres weil ich oft Absätze wiederholt lese um sie mir auf der Zunge zergehen zu lassen. Das ist auch sehr Schreibstilabhängig des Autors.
    Ich wundere mich auch schon mal, wieviele Bücher manche im Monat gelesen haben, aber dann denke ich eigentlich nur, dass diese Person mehr Zeit zum lesen hat und nicht das sie schneller liest.

    Darf ich eine kleine Offtopic Kritik zu deinem Beitrag äußern?
    Diese animierten Gifs stören total den Lesefluss. Vorallem da sie zentriert zwischen den Absätzen hängen. Sehr unruhig für's Auge. Ich hätte sie am liebsten abgestellt, da ich mich kaum auf deinen Textinhalt konzentrieren konnte. Nur Bilder wären angenehmer gewesen.

    Einen schönen Sonntag und viele Grüße
    Twineety

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey:)
      Überfliegen ist natürlich auch ne Möglichkeit! Ich hätte irgendwie Angst, dass mir was entgeht, aber wenn man das Buch sowieso nicht so mega findet ist das dann wohl auch recht egal.
      Ja, wenn mir ein Buch gefällt mache ich das manchmal auch, und dann ist es mir auch egal dass ich dafür länger brauche, denn wenn einem ein Buch richtig gut gefällt ist das wohl so eine Art gutes Länger-brauchen:D

      Danke für die Kritik! Das finde ich echt hilfreich, weil ich ja meinen Post normalerweise mit den Bildern drin nicht nochmal wirklich lese, deshalb hab ich keinen richtigen Eindruck, wie das insgesamt wirkt. Ich versuche mal, ab jetzt die bewegten Gifs zu reduzieren (was traurigerweise irgendwie gar nicht so leicht ist, weil die leichter zu finden sind als normale Bilder).

      Danke für deine Meinung!:)

      Löschen
  3. Mich hat das Thema ehrlich gesagt noch nie beschäftigt, weil ich nicht unbedingt ein langsamer Leser bin und gerne auch mal etwas überfliege, wenn es langweilig wird xD Es kommt halt immer auf das Buch an, das ich lese. Habe ich Lieblingsbücher vor mir werde ich wohl eher alles gründlicher lesen als blöde Bücher. An sich ist das halt auch voll nichts schlimmes, nur wenn es einen selbst stört, wird es halt blöd. Ich kann dich schon verstehen, dass es dich nervt nicht so viel zu schaffen, wenn du dabei gerne noch viel mehr Bücher lesen möchtest. Solange die gelesenen Bücher dann nicht auch noch doof sind ist ja alles okay. Bin in den letzten Monaten leider viel kritischer geworden und mir gefallen Bücher nicht mehr ganz so doll wie vor ein paar Jahren bzw. braucht die Geschichte schon sehr viel, um mich überzeugen zu können.

    Liebe Grüße
    May

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Manchmal glaub ich echt, ich denke über alles nach, was andere ienfach nicht interessiertXD Aber ich kann damit lebenXD
      Bei Lieblingsbüchern ist es ja auch echt schön, wenn man länger braucht, weil da einfach alles so toll ist und so. Richtig mies wirds bei eher unguten Büchern.
      Das ist mir bei mir selbst auch aufgefallen, dass ich kritischer geworden bin. Früher war ich so begeistert von echt mittelmäßigen Büchern:D Jetzt sehe ich viele Dinge, vor allem in Jugendbüchern, eher skeptisch.

      Liebe Grüße!

      Löschen
    2. Ach Gott ich fühle mich schon wieder so erschlagen von der Anzahl der ungelesen Posts in meinem Bloglovin Feed :o Werde mal gucken, wann ich dazu kommen werde da durchzugehen und deine Posts zu lesen, find das Thema des letzten RealTalk wirklich interessant, aber ich bin gerade zu faul xD
      Hast du "Weil ich Layken liebe" mittlerweile durch? Wenn ja, wie fandest du es? War auch voll unvorbereitet eine Lehrer-Schüler-Liebesgeschichte vorzufinden. Eine Vorwarnung wäre nett gewesen, wobei ich da dann wohl eher die Finger von dem Buch gelassen hätte, weil ich das eigentlich nicht so toll finde :D

      Löschen
    3. Haha, das mit dem zu faul kenne ich totalXD Es gibt immer solche Posts, bei denen ich mir denke, eigentlich sollte ich sie lesen, aber nee, später:D
      Japp, ich hab Weil ich Layken durch und Weil ich Will liebe direk hinterhergeschoben. Morgen kommt eine sehr ausführliche Doppel-Rezension. Oder so ne Art Rezension, irgendwie auch was anderes. Eher ein RageXD Also kurz gesagt, es hat mir nicht gefallen, neinxD Obwohl ich sagen muss, dass ich auf eigenartige Weise sehr gut unterhalten war vom ersten Buch, keine Ahnung. Die Bücher haben mich verwirrtxD

      Löschen
  4. Ich verschluck' mich auch immer fast, wenn ich die Monatsstatistiken von anderen Bloggern sehe und dort über 20 Bücher stehen. WTF?! Und dann muss ich an meine besten Lesezeiten denken, kurz vor der Uni, ganz viel frei, höchstens 15 Bücher im Monat, und das war im Ausnahmezustand meines Lebens, also wirklich kaum etwas anderes gemacht, als vorm gedruckten Papier sitzen. Essen diese Menschen noch, schlafen sie? Oder lesen sie wirklich so schnell? Ich bin mir manchmal nicht ganz sicher. Was mir aber im Laufe der Jahre aufgefallen ist, ist, dass manche Bücher, und dazu gehören nunmal Klassiker und auch schwierigere Kost, sich meist etwas langsamer lesen lassen. Da genießt man die Worte gleich viel mehr und kann nicht jedes zweite Wort verhersagen, wie es bei vielen Jugendbüchern oder eben einfacherer Kost der Fall ist. Und ich glaube, ich habe damals auch nur 15 Bücher geschafft, weil sie eben genau in diese Kategorie gehörten.

    Wie dem auch sei, ist ja egal wie man liest, aber ich würde mein Lesetempo nicht gegen ein schnelleres eintauschen wollen. Diese Techniken von denen du gesprochen hast, sind auch eigentlich nicht für Romane, sondern eher für wissenschaftliche Sachtexte gedacht, die dir beispielsweise in der Uni begegnen. Also halte dich nicht länger damit auf. Sich als besserer oder erfolgreicherer Leser zu bezeichnen, nur weil man mehr im Monat schafft, ist ja auch absoluter Quatsch. Qualität vor Quantität ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Jaa, kurz vor der Uni war auch meine beste Lesezeit! Was sollte man da auch sonst machen:D Da habe ich meinen wundervollen Lesemonat-Rekord von 10 Büchern aufgestellt, den ich vermutlich nie wieder knacken werde:D Mir ist es auch irgendwie ein Mysterium, wie man so viel lesen kann, einfach weil es von meiner eigenen Realität so weit entfernt ist:D

      Das stimmt, die Techniken sind echt auf Fachtexte und so ausgelegt. Ich glaube aber, manche (nicht viele) Leute benuten das auch hin und wieder für Unterhaltungsliteratur. Aber dann gehts wohl nicht mehr so sehr ums genießen, sondern darum, möglichst schnell zu wissen was Sache ist und wie das ganze ausgeht.
      Yeah, Qualität vor Quantität, da kann ich nur zustimmen!

      Liebe Grüße!

      Löschen