Donnerstag, 10. März 2016

[Rezension] Nur drei Worte - Becky Albertalli




Preis: 16,99€
Einband: Hardcover
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Februar 2016
Verlag: Carlsen
Rezensionsexemplar?: ja



Inhalt
Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf.

Meine Meinung
Was für ein wundervolles Buch! Das wollte ich direkt mal voranstellen. Ich hatte tatsächlich schon die Erwartung, dass dieses Buch mich überzeugen konnte, aber meine Erwartungen hat das Buch locker in die Tasche gesteckt. Es ist wirklich ein Highlight!

Aber das Buch ist keines von diesen Highlights, die man nur mit einer großen Packung Taschentüchern genießen kann, denn es drückt nicht auf die Tränendrüse. Versteht mich nicht falsch, es hat mich berührt, sehr sogar. Aber es dramatisiert nicht, und Tränen kamen mir viel eher durchs Lachen als durch irgendetwas anderes. Das Buch ist wirklich witzig, also WIRKLICH witzig. Ohne sich über etwas lustig zu machen oder etwas ins lächerliche zu ziehen. Ich musste sehr sehr oft laut auflachen!

Aber nun gut, worum geht es eigentlich? In „Nur drei Worte“ geht es um Simon, der gewissermaßen einen E-Mail-Freund hat, für den er aber mehr als nur Freundschaft empfindet. Es ist also eine LGBT Geschichte und ja, es geht um Themen wie „Outing“ und „Toleranz“, aber diese Themen werden so, naja, auf die bestmögliche Art und Weise behandelt, so kam es mir zumindest vor. Da fehlen mir ein wenig die Worte, um das zu beschreiben:D Also, diese Dinge werden nicht auf die leichte Schulter genommen, aber dieses Buch malt auch nicht alles schwarz. Es ist irgendwie optimistisch, ein richtiges Wohlfühlbuch. Und man liest und liest einfach immer weiter und will nicht aufhören, denn man fühlt sich tatsächlich einfach so wohl in dieser Geschichte. Auch wenn für die Charaktere nicht immer alles einfach ist.

Die Awesomeness dieses Buchs kommt wahrscheinlich zu großen Teilen von den Charakteren. Tatsächlich von allen, obwohl man den Protagonisten Simon natürlich extra erwähnen muss. Simon ist ein fantastischer Protagonist. Er ist zynisch und witzig und gleichzeitig so niedlich und irgendwie philosophisch auf so eine realistische, nicht abgehobene Art und Weise. Und Simon macht Fehler, er ist ganz und gar nicht perfekt, was ihn ironischerweise als Buchcharakter ziemlich perfekt macht. Gleichzeitig schafft es die Autorin auch, uns alle anderen Charaktere auf so wenigen Seiten wirklich nahe zu bringen, und es gibt ECHTE Freundschaften und dreidimensionale Charaktere und hach, ja ich schwärme!

Außerdem wird in dem Buch viel über Oreos geredet, und das klingt jetzt vielleicht merkwürdig, aber ja, das ist tatsächlich ein Argument für die Qualität der Geschichte. 

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich dieses Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen habe, was wirklich schnell für mich ist. Und dabei habe ich mir echt Zeit gelassen. Ich hätte es einfach von Anfang bis Ende durchlesen können, weil ich gar nicht mehr aufhören wollte, aber gleichzeitig wollte ich, dass die Geschichte mich länger begleitet. Am Ende sind es leider trotzdem nur 2 Tage geworden:D

Fazit
„Nur drei Worte“ ist berührend und unfassbar witzig und einfach nur wundervoll. Wer also solche Geschichten mag – diese zuckersüßen, die einen trotzdem zum Nachdenken einladen und auch zum Lachen bringen – dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.

5 von 5 Blättern

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