Donnerstag, 31. März 2016

[Neuzugänge] Endlich wieder neue Bücher!

Hallo ihr Lieben!^^ Mein letzter Neuzugänge-Post ist schon ziemlich lange her, das liegt daran, dass mich im Februar keine neuen Bücher erreicht haben. Ich bin schon ein kleines bisschen stolz:D Aber im März gab es endlich wieder neue Bücher für mich und die zeige ich euch heute. Ich habe für mich übrigens festgestellt, dass ich mich noch viel mehr über Neuzugänge freue, wenn ich seltener welche bekomme. Ich würde mich immer freuen, aber irgendwie ist es wieder zu was Besondererem geworden.
Bei mir sind diese drei eingezogen, und ich kann, glaube ich zum ersten Mal, behaupten, dass ich alle schon gelesen habe:D Und sie waren alle so gut! "Nur drei Worte" habe ich vom Carlsen Verlag zugeschickt bekommen und es wirklich verschlungen! Ich mochte die Geschichte rund um Simon einfach richtig gern und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

"Ziemlich gute Gründe am Leben zu bleiben" ist ein Rezensionsexemplar aus dem dtv Verlag und auch das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es beschäftigt sich mit der Krankheit Depression und ich finde es bietet wirklich einen faszinierenden Einblick, auch wenn ich manchmal echt erschrocken war über die Schilderungen.

Dann habe ich mir noch "Kindred Spirits" gekauft, weil ich mal ausprobieren wollte, Rainbow Rowell auf englisch zu lesen. Das Buch hat zwar nur etwa 70 Seiten aber ich würde trotzdem sagen, dass ich es verschlungen habe:D Ich konnte wirklich nicht genug davon bekommen und es ist mega schade, dass es nur eine Kurzgeschichte ist.


Das waren auch schon meine Neuzugänge im März. Kennt ihr die Bücher auch schon?^.^

Mittwoch, 23. März 2016

[Rezension] Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben - Matt Haig




Preis: 18,90€
Einband: Hardcover
Seiten: 304
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: März 2016
Verlag: dtv
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet. Eine bewegende, witzige und mitreißende Hymne an das Leben und an das Menschsein - ebenso unterhaltsam wie berührend. 

Meine Meinung
Um ehrlich zu sein dachte ich schon vorher, dass ich das Buch mögen würde. Ich hab schon „Ich und die Menschen“ von Matt Haig geliebt und die Thematik in diesem neuen Buch, Depressionen, hat mich sehr interessiert. Und wirklich, jetzt kann ich sagen, dass ich das Buch gerne mochte, auch wenn es ganz anders war, als ich es erwartet habe.

Aber das ist ja nichts Schlechtes. Ich hätte nämlich wirklich nicht mit so einem faszinierenden Genre-Mix gerechnet. In dem Buch findet man eine Mischung aus Autobiographie, Ratgeber, Sachbuch, und vielleicht sogar noch mehr. Das gibt einem, meiner Meinung nach, einen sehr besonderen Einblick in die Krankheit „Depression“. Und jedes vertretene Genre zeigt einem eine andere Seite.

Die autobiographischen Abschnitte fand ich sehr bedrückend. Matt Haig erzählt von seinen eigenen Erfahrungen mit Depressionen und auch wenn mir klar ist, dass man sich wohl nicht im Geringsten vorstellen kann, was in einer betroffenen Person vorgeht, haben mich diese Kapitel sehr, naja, betroffen gemacht. Und manchmal sucht man dieses Gefühl nicht unbedingt in einem Buch, aber es hilft zu verstehen, wie ich finde, was die Krankheit anrichtet. Ich glaube der Autor hat mit dem Buch unter anderem auch erreichen wollen, mal mit Vorurteilen aufzuräumen.

Auch der „Sachbuch“-mäßige Anteil ist ziemlich erschreckend, aber war auch unheimlich interessant. Man kriegt einen Einblick, wie unheimlich viele Menschen an Depressionen leiden, wie viele Selbstmorde es gibt und welche Zusammenhänge da bestehen. Teilweise werden auch Medikamente beschrieben, und wie sie im Gehirn wirken. Das klingt jetzt wahrscheinlich sehr „wissenschaftlich“, aber ich fand es wirklich interessant und außerdem trägt es sehr zu dem ganzen Verstehen bei – verstehen, was Depressionen machen und allein schon an Zahlen zu sehen, was sie anrichten. 

Im Gegensatz dazu ist der Ratgeber-Teil sehr positiv und lebensbejahend. Die Aussage ist „Durchhalten“ und „an bessere Zeiten glauben“ und diese Teile fand ich einfach schön zu lesen. 

Übrigens ist es nicht so, dass diese „Teile“ im Buch getrennt werden, es wird alles durcheinandergeworfen, oder besser gesagt, miteinander verwoben. 

Alles in allem glaube ich, dass mir das Buch noch einiges beibringen konnte und sehr zu meinem Verständnis beitragen konnte. Allein schon wenn es in einem Kapitel darum geht, was man am besten nicht zu einer depressiven Person sagen sollte, ist das schon aufschlussreich (und außerdem sehr witzig, wie auch einige andere Stellen im Buch, was man nicht unbedingt erwarten würde). 

Fazit
„Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“  war für mich ein wirklich faszinierendes Buch, das für mich dafür sorgen konnte, die Krankheit „Depression“ etwa besser zu verstehen. Ich fand es teilweise bedrückend, aber an manchen Stellen auch sehr lebensbejahend, und dieser Mix hat mir insgesamt sehr gut gefallen.
4,5 von 5 Blättern

Sonntag, 20. März 2016

[RealTalk] Auch der Lesegeschmack kann sich ändern!

Hallo ihr Lieben!^.^ Jaja, dass der Lesegeschmack sich ändern kann ist wahrscheinlich ganz und gar keine Überraschung. Und damit ist der Post auch schon vorbei:D Oder auch nicht. Denn mein Lesegeschmack hat sich in letzter Zeit geändert und ich war überrascht. Oder verwirrt oder wie man es auch nennen möchte, denn es gab meiner Meinung nach keinen Auslöser dafür. Auf einmal war einfach alles andersXD

Natürlich nicht alles, wie immer neige ich zum Übertreiben. Aber es bricht schon fast ein ganzes Genre für mich weg (es fühlt sich zumindest so an), und das ist ein bisschen erschreckend, denn diese Bücher haben mir früher echt viel Spaß bereitet. Aber ich sollte wohl mal etwas konkreter werden.

Und zwar bin ich in letzter Zeit unheimlich genervt von diesem pseudo-romantischen Kitsch-Zeug, dass man in so vielen Jugendbüchern findet. Wirklich sehr, sehr genervt! Ich glaube, am deutlichsten geworden ist das für mich bei den Jennifer L. Armentrout - Büchern. Ich mochte die Bücher der Autorin früher unheimlich gern, und ich habe sie wirklich gut gefunden. Also, nicht nur irgendwie unterhaltend, sondern richtig gut. Und wenn ich daran zurückdenke kann ich meine eigene Beurteilung wirklich nicht mehr nachvollziehen. Vor ein paar Wochen habe ich "Dark Elements 2" von der Autorin gelesen und erst vor ein paar Tagen "Origin" von ihr beendet. Und ich bin mir soo sicher, vor ein oder zwei Jahren hätte ich die Bücher geliebt und beide hätten wahrscheinlich die volle Punktzahl bekommen. Aber jetzt ... ich hasse die Bücher nicht, aber ich habe echt das Gefühl, dass ich sie nicht gelesen haben müsste und absolut nichts verpasst hätte.

Für mich sind die Bücher der Autorin Liebesgeschichten, die sich hinter einer Fantasy-Fassade verstecken. Und das regt mich auch auf, denn warum verstecken? Aber dieser Post soll sich jetzt nicht nur um diese Bücher und diese Autorin drehen. Ich fühle mich allgemein von diesen Geschichten nicht mehr angesprochen. Bei der Obsidian-Reihe habe ich früher immer auf die romantischen Szenen gewartet und die Action zwischendurch war fast schon lästig. Heute ist es anders rum: Diese eklig-kitschigen Szenen zwischen den Protagonisten sind schwer zu ertragen, aber in "Origin" war die Action überraschenderweise (für mich) sogar ziemlich cool. 

Vielleicht bin ich erwachsen geworden, oder zumindest "erwachsener" (denn ich weigere mich jetzt einfach mal zu glauben, dass ich wirklich erwachsen geworden binXD). Oder diese Geschichten passen nicht zu der Phase meines Lebens, in der ich gerade stecke. Oder meine ganze Gedankenwelt geht gerade einfach in eine ganz andere Richtung. Wer weiß, vielleicht ist es auch nur eine Phase, ich habe keine Ahnung, woran es liegt! Aber ich finde es erstaunlich, wie sich solche Vorlieben praktisch von einem Tag auf den anderen ändern können. Und erschrecken! Was kommt als nächstes, eine Abneigung gegen Rick Riordan - Bücher? (haha, nein im Ernst, das wird wahrscheinlich nie passieren!).

Wenn es nur so wäre, dass eine Änderung im Lesegeschmack immer heißen würde, man wendet sich von Kitsch-Geschichten ab, dann wäre es wahrscheinlich leichter zu erklären. Dann könnte man sowas sagen wie "die Leser wollen einfach mehr von einer Geschichte", oder "irgendwann merkt man einfach, wie ungesund diese ganzen dargestellten Liebesbeziehungen sind". Aber Leser ändern ständig ihren Geschmack und wechseln von Historisch zu Thriller zu Krimi zu Sachbuch oder was weiß ich, und es scheint fast schon willkürlich. Klar, wenn man mal aufhört Jugendbücher zu lesen und ein paar Thriller verschlingt, dann kann das daran liegen, dass man für den Moment mal etwas Spannendes braucht. Aber oft sind die Veränderungen im Lesegeschmack auch dauerhaft und es ist, wie ich finde, gar nicht so leicht, da einen Grund auszumachen. Wahrscheinlich hat jeder Leser seinen eigenen Grund. Und ich kenn noch nicht mal meinen eigenen:/

Und was kommt mit den Veränderungen? Tja, für mich ziemlich simple Dinge: Gucken, was das für meinen SuB bedeutet (alles okay, da scheint so wie ich das sehe nicht mehr übermäßig viel Kitsch drauf zu sein), vielleicht austesten, ob es wirklich eine Veränderung gab (bei mir eindeutig, was ganz gut durch meine extreme Abneigung gegenüber den Büchern von Colleen Hoover bestätigt wurde). Und jetzt: Harry Potter und chill! Ich habe mich jetzt erstmal entschieden, meinen Harry Potter Re-Read weiterzumachen, denn da bin ich mir ohne jeden Zweifel sicher, dass ich ein perfektes Leseerlebnis bekomme (Potterhead und so). 

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich keinesfalls eine Abneigung allen Liebesgeschichten gegenüber habe! Oh Gott nein! Dass würde mich wahrscheinlich in eine Identitätskrise stürzenXD Die beiden Partner in der Beziehung sollen nur nicht direkt bereit sein, alles und jeden für den jeweils anderen (den sie seit 2 Tagen kennen), gedankenlos zu riskieren. Dann stehen die Chancen noch gut, dass ich Sympathien für das Paar entwickleXD Wie bei "Nur drei Worte", das ich diesen Monat gelesen habe. Eine Geschichte, die irgendwie auf dem Boden geblieben ist. Es wird nichts übertrieben, und vielen Dank, genau damit kann ich arbeiten!:D


Habt ihr auch schon Veränderungen im Lesegeschmack durchgemacht? Und habt ihr eine Erklärung dafür?:D

Sonntag, 13. März 2016

[NerdReport] Londontrip oder wie ich Benedict Cumberbatch anstarrte!

Hallo ihr Lieben^.^ Heute gibt es Beitrag Nummer 2 in der Reihe NerdReport:D Ich berichte von aktuellen Ereignissen - nicht. Denn meinen Londontrip hatte ich im letzten August. Und jetzt erzähl ich einfach mal davon:D

Ich wollte schon immer mal nach London! Kennt ihr das, wenn man einfach weiß, dass man eine Stadt lieben wird, auch wenn man noch nie da war? So war das bei mir mit London. Eine Reise dorthin hat sich aber nie ergeben. Bis, ja bis es einen nerdigen Grund gab, wirklich mal nach London zu fliegenXD Und zwar wurde im letzten Sommer drei Monate lang "Hamlet" in London im Theater aufgeführt. Und zwar mit wem in der Hauptrolle?:D Ja, tatsächlich mit Benedict Cumberbatch!:D 

An Karten zu kommen war natürlich, naja, nennen wir es schwierig. Aber aus Gründen die ich nicht wirklich verstehe, hat das Theater Tickets zurückgehalten, um sie am Tag der jeweiligen Vorstellung zu verkaufen. Es gab also jeden Tag noch 30 Tickets für die Vorstellung am Abend, und die waren auch noch viel billiger als die normalen Tickets, sie haben nur 10 Pfund gekostet. Außerdem waren diese Plätze in keiner Weise schlechter als die anderen, man saß mit diesen Tickets praktisch direkt neben den Leuten, die mindestens 5 mal so viel bezahlt haben. Also wie gesagt, warum es diese Tickets gab hab ich nicht verstanden:D

Was ich aber wusste, war, dass ich so ein Ticket wollte!:D Und eine Freundin von mir, die ein sogar noch größerer Benedict-Fan ist, wollte auch eins, also sind wir nach London geflogen, um unser Glück mit den "Tagestickets" zu versuchen. Und natürlich auch einfach wegen London, weil ... London. London ist einfach fantastisch! Also zwei Fliegen mit einer Klappe.
 
Es ging nach viel zu wenig Schlaf viel zu früh zum Flughafen und dann mit einem Billigflieger nach London. Mit der Art von Billigflieger, bei dem man nur gegen einen Aufpreis zusammensitzen darf, deshalb saßen meine Freundin und ich auseinander und es war furchtbar langweilig. Und ich habe ausgerechnet ein Buch vergessen-.- Außerdem scheine ich im Flugzeug immer neben Leuten zu sitzen, die ständig an ihrem Handy rumspielen. Ich weiß nicht, irgendwie macht mich das schrecklich nervös, beim Fliegen bin ich sowieso nicht gerade entspannt. Aber okay...
 
Wir sind an einem Flughafen etwas außerhalb von London gelandet. Das sind die Billigflieger-Probleme, Leute!  Deshalb ging es erstmal zu einem Transferbus, der erschreckend nach einem Entführerbus aussah. Entführt wurden wir dann doch nicht:D Aber nach etwa einer Stunde Fahrt waren wir endlich, ENDLICH in London. Und ich war direkt sowas von verliebt in diese Stadt! Gleich nach der Ankunft habe ich einen Doppeldecker-Bus gesehen und ich war sofort hin und wegXD
Hab kein Bild von einem Doppeldecker, deshalb das hier:D
Wenn man an seinem Reiseziel ankommt gibt es dann natürlich erstmal ein paar Dinge, die erledigt werden müssen. Zum Beispiel eine Wochenkarte für die Bahn kaufen (sehr teuer aber unerlässlich) und seine Sachen im Hostel abstellen. Unser Hostel war zu meiner Überraschung total zentral und auch echt bezahlbar, weil wir in einem 8-Betten-Raum geschlafen haben. Damit hatte ich kein Problem, vor allem weil wir in einem Zimmer nur für Frauen waren, und unsere "Mitbewohnerinnen" waren alle nett:) Das einzige, was daran nervt, ist wenn man irgendwas in dem Zimmer machen muss, während andere noch schlafen. Man kriegt überhaupt keine Vorwürfe zu hören, weil man Lärm macht, aber ein schlechtes Gewissen hat man trotzdem:/

Als wir unsere Taschen abgestellt hatten ging es aber direkt wieder raus, um die Stadt zu erkunden. Wir waren fast nur zu Fuß unterwegs, weil man ja sowieso an jeder Ecke was zu sehen hat, und haben einen megalangen Spaziergang gemacht, der uns unter anderem über die Tower Bridge geführt hat. Ich war so begeistert von dieser Stadt, aber ich war auch vollkommen fertig, nach nur etwa drei Stunden Schlaf. 
Später haben wir noch beim Theater vorbeigeschaut, um zu sehen, wie man dorthin kommt, denn wir wollten direkt in unserer ersten Nacht in London für die Tickets anstehen. Denn wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, läuft das genau so, wenn man diese total günstigen und heiß begehrten Tickets ergattern wollte: Man darf sich darauf vorbereiten, vor dem Theater zu übernachten. Witzigerweise stand vor dem Theater schon ein Schild, auf dem stand, dass es okay ist, über Nacht anzustehen, man solle nur bitte nicht zu laut sein:D Aber wenn man drüber nachdenkt, dass das Stück drei Monate lang aufgeführt wurde, und drei Monate lang haben Leute vor dem Theater übernachtet, dann ist das schon irgendwie heftig:D

Für uns ging es dann zurück zum Hostel, um noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen vor dem Anstehen. Wir wollten so gegen 3 Uhr nachts vor dem Theater sein, also sind wir so gegen zwei Uhr und nach etwa 2 Stunden Schlaf losgegangen. Es war erstaunlich schwer, nachts in London an sein Ziel zu kommen:D Nachts fährt die Bahn ja überhaupt nicht und Busse auch nicht so häufig, und bis wir überhaupt einen Bus gefunden haben, der in die richtige Richtung fährt, sind wir gefühlt mehrere Kilometer gelaufen. Das lief letztendlich darauf hinaus, dass wir gegen halb vier am Theater waren. Und es waren schon verdammt viele Leute da!0.0 Und die Leute hatten dicke Decken dabei und Schlafsäcke und Kissen und wir hatten wirklich einfach gar nichts! Oh man, wir waren so schlecht vorbereitet:D Ich hatte noch nicht mal eine Jacke dabei, weil ich dachte, dass es im August selbst in der Nacht nicht so richtig kalt wird. Manchmal bin ich echt der größte Idiot! Es war so schweinekalt und in Kombination mit dem Schlafmangel ging das einfach echt an die Psyche! 
Die Bilder in diesem Post werden einfach nicht an die jeweilige Stelle passen:D
Was auch absolut an die Psyche ging: Eine junge Frau ist rumgegangen und hat jeden gefragt, wie viele Tickets er denn kaufen möchte, um sagen zu können, wer noch ein Ticket bekommt und wer schon nicht mehr. Und das Ergebnis davon war, dass sie uns beiden gesagt hat, dass wir nur noch ein Ticket, das letzte, bekommen würden. Also ein Ticket für zwei Leute. Also eine riesige Katastrophe! Und ich war so kurz davor, einfach wieder zurück zum Hostel zu fahren und mich einfach mal auszuschlafen! Aber nein, ich bin dageblieben:D

Heftig war, dass nach uns noch echt verdammt viele Leute gekommen sind, um auch anzustehen. Und die junge Frau hat ihnen gesagt, dass sie eher keine Chance mehr auf ein Ticket haben, aber die meisten sind einfach trotzdem geblieben. Echte Optimisten!

Wir wussten, dass der Ticketschalter gegen 11 Uhr öffnen sollte, was etwa 7 Stunden warten hieß. Und ich will gar nicht darauf eingehen, wie hart es war. Es war mega hart, nur soviel, und ich war sehr oft davor einfach zu gehen! Das war übrigens Monate vor der Mockingjay Premiere und ich hatte sowas noch nie vorher gemacht, noch dazu war ich nicht vorbereitet, also naja, es war wie ins kalte Wasser geworfen zu werden. Und es hat wirklich keinen Spaß gemacht! Ich war einfach nur froh, dass es nicht geregnet hat!

Gegen 9 Uhr wurden wir aber ins Theater gelassen, um da weiterzuwarten, und das hat zumindest das Kälte-Problem gelöst. Nur wussten wir bis zuletzt nicht, ob wir wirklich 2 Tickets bekommen würden. Und dann ging der Verkauf los und es war soo spannend, aber auf eine irgendwie stressige Art und Weise:D Zu unserem riesigen Glück haben wir tatsächlich noch zwei Tickets bekommen, obwohl wir von diesen "Tagestickets" nur noch eins ergattern konnten. Aber zwei Leute haben für die Vorstellung an diesem Abend ihre Tickets wieder zurückgegeben, also konnten wir noch ein Ticket zum vollen Preis kaufen. Es war nicht ideal, aber gefreut haben wir uns trotzdem total! Übrigens hat das Mädchen hinter uns dann wirklich das letzte Ticket bekommen, es war also super knapp!
Nope, das Bild passt auch nicht.
Danach ging es zurück zum Hostel, um etwas zu schlafen. Was für mich hieß, den ganzen Tag durchzuschlafen, denn ich war wirklich fertig! Und am Abend ging es dann wirklich ins Theater!! Und es war soo unglaublich fantastisch!

Es war witzig, denn wir saßen inmitten von Leuten in Kleidern und Anzügen im Publikum und sahen wahrscheinlich total kaputt aus:D Aber wir haben jede Sekunde genossen! Es war wirklich toll, irgendwie kann ich das gar nicht oft genug sagen:D Es war eine moderne Fassung von "Hamlet", die Sprache war zwar immer noch "original Shakespeare", aber es gab auch Plattenspieler und Kameras und solches Zeug in dem Stück. Und dieses Bühnenbild, oh Gott, es war wunderschön! Leider durfte man keine Fotos machen, aber ich habe versucht es mir ins Gedächtnis einzubrennen:D Und ach ja, die SchauspielerXD Meiner Meinung nach haben alle einen tollen Job gemacht und man konnte richtig mitfiebern, aber Benedict Cumberbatch stach natürlich hervor, er war wirklich unheimlich gut! Und über drei Stunden lang auf so einer Theaterbühne voll in Action zu sein ist bestimmt ein echter Knochenjob, aber die Anstrengung konnte man ihm kaum ansehen. Und wie die Schauspieler sich den ganzen Text merken konnten war auch unglaublich, ich meine es war wirklich viel und wirklich komplizierter Text. Und sie haben es so gut gemacht! Außerdem war es an manchen Stellen sogar richtig witzig, und das gewollt (was ja wichtig istXD). Es war einfach nur richtig gut! Und die ganzen Strapazen war es wirklich wert!

Kennt ihr übrigens Stage-door-Signing? Das gibt es nach einem Theaterstück, da kommen die Schauspieler manchmal noch an eine Seitentür des Theaters, um eventuell Autogramme zu geben oder sich einfach mit dem Publikum zu unterhalten. Bei Benedict Cumberbatch und dem ganzen Trubel um ihn gab es natürlich kein "sich einfach unterhalten" mit dem Publikum, aber er ist tatsächlich rausgekommen und hat ein paar Autogramme gegeben. Wenn man aus dem Stück kam hatte man keine Chance, da irgendwie in die Nähe zu kommen, denn da standen schon massenhaft Leute, die gar nicht im Stück waren, als wir rauskamen. Wir sind trotzdem stehen geblieben und haben uns das ganze mal angesehen, was auch ganz cool war. 

Am nächsten Tag haben wir uns dann spontan dazu entschieden, nochmal zum Stage-door-Signing zu fahren, und zwar so drei Stunden vor Ende des Stücks, und wir waren tatsächlich in der ersten Reihe. Das Warten darauf war merkwürdigerweise überhaupt gar nicht schlimm oder so:D Und am Ende haben wir tatsächlich beide ein Autogramm von Benedict Cumberbatch bekommen!0.0 Ich bin immer noch so glücklich darüber:D
Unterschrieben hat er auf meinem Ticket und ich sollte mir das echt mal einrahmen oder so:D Das sieht übrigens ein wenig komisch aus, weil vorher schon ein anderer Schauspieler aus dem Stück darauf unterschrieben hat. Später habe ich erfahren, dass dieser Schauspieler auch im letzten Harry Potter Film mitgespielt hat und dort Aberforth Dumbledore war, was mich auch wieder sehr glücklich gemacht hatXD 

Und jetzt merke ich, dass dieser Post schon ultralang ist, deshalb nur noch ein paar Worte. Wir waren dann noch vier Tage lang in London und haben uns alles angesehen, was man sich eben so ansieht, und es war eine absolut tolle Reise. Ich liebe London einfach! Ich hoffe, dass ich so bald wie möglich mal wieder da bin. Und natürlich muss ich mir auch noch die Harry Potter Studios ansehen, das haben wir leider nicht gemacht. Und bald kommt in London ja auch "The cursed Child" ins Theater, vielleicht schaffe ich es ja, mir das anzusehen. Das wäre auf jeden Fall super!

Wart ihr schonmal in London? Was habt ihr da so erlebt?^.^ 

Edit: Ich habe den Post mal überflogen, er ist viel zu lang oder?0.0 Wer hat denn Lust so einen langen Post zu lesenXD Aber ich werd doch nichts einfach löschen!

Donnerstag, 10. März 2016

[Rezension] Nur drei Worte - Becky Albertalli




Preis: 16,99€
Einband: Hardcover
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Februar 2016
Verlag: Carlsen
Rezensionsexemplar?: ja



Inhalt
Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf.

Meine Meinung
Was für ein wundervolles Buch! Das wollte ich direkt mal voranstellen. Ich hatte tatsächlich schon die Erwartung, dass dieses Buch mich überzeugen konnte, aber meine Erwartungen hat das Buch locker in die Tasche gesteckt. Es ist wirklich ein Highlight!

Aber das Buch ist keines von diesen Highlights, die man nur mit einer großen Packung Taschentüchern genießen kann, denn es drückt nicht auf die Tränendrüse. Versteht mich nicht falsch, es hat mich berührt, sehr sogar. Aber es dramatisiert nicht, und Tränen kamen mir viel eher durchs Lachen als durch irgendetwas anderes. Das Buch ist wirklich witzig, also WIRKLICH witzig. Ohne sich über etwas lustig zu machen oder etwas ins lächerliche zu ziehen. Ich musste sehr sehr oft laut auflachen!

Aber nun gut, worum geht es eigentlich? In „Nur drei Worte“ geht es um Simon, der gewissermaßen einen E-Mail-Freund hat, für den er aber mehr als nur Freundschaft empfindet. Es ist also eine LGBT Geschichte und ja, es geht um Themen wie „Outing“ und „Toleranz“, aber diese Themen werden so, naja, auf die bestmögliche Art und Weise behandelt, so kam es mir zumindest vor. Da fehlen mir ein wenig die Worte, um das zu beschreiben:D Also, diese Dinge werden nicht auf die leichte Schulter genommen, aber dieses Buch malt auch nicht alles schwarz. Es ist irgendwie optimistisch, ein richtiges Wohlfühlbuch. Und man liest und liest einfach immer weiter und will nicht aufhören, denn man fühlt sich tatsächlich einfach so wohl in dieser Geschichte. Auch wenn für die Charaktere nicht immer alles einfach ist.

Die Awesomeness dieses Buchs kommt wahrscheinlich zu großen Teilen von den Charakteren. Tatsächlich von allen, obwohl man den Protagonisten Simon natürlich extra erwähnen muss. Simon ist ein fantastischer Protagonist. Er ist zynisch und witzig und gleichzeitig so niedlich und irgendwie philosophisch auf so eine realistische, nicht abgehobene Art und Weise. Und Simon macht Fehler, er ist ganz und gar nicht perfekt, was ihn ironischerweise als Buchcharakter ziemlich perfekt macht. Gleichzeitig schafft es die Autorin auch, uns alle anderen Charaktere auf so wenigen Seiten wirklich nahe zu bringen, und es gibt ECHTE Freundschaften und dreidimensionale Charaktere und hach, ja ich schwärme!

Außerdem wird in dem Buch viel über Oreos geredet, und das klingt jetzt vielleicht merkwürdig, aber ja, das ist tatsächlich ein Argument für die Qualität der Geschichte. 

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich dieses Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen habe, was wirklich schnell für mich ist. Und dabei habe ich mir echt Zeit gelassen. Ich hätte es einfach von Anfang bis Ende durchlesen können, weil ich gar nicht mehr aufhören wollte, aber gleichzeitig wollte ich, dass die Geschichte mich länger begleitet. Am Ende sind es leider trotzdem nur 2 Tage geworden:D

Fazit
„Nur drei Worte“ ist berührend und unfassbar witzig und einfach nur wundervoll. Wer also solche Geschichten mag – diese zuckersüßen, die einen trotzdem zum Nachdenken einladen und auch zum Lachen bringen – dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.

5 von 5 Blättern

Sonntag, 6. März 2016

[Spoiler-Rezi] Weil ich Layken liebe + Weil ich Will liebe

Hallo ihr Lieben!^.^ Und willkommen zu einem neuen Sonntags-Beitrag. Ich weiß, ich weiß, ich habe behauptet, am Sonntag kommt hier immer etwas "Besonderes" und eben keine Rezension. Aber das wird keine klassische Rezension, zumindest versuche ich es. Und zwar will ich hier mal meine Meinung zu "Weil ich Layken liebe" und "Weil ich Will liebe" von Colleen Hoover darlegen, und werde dabei kein bisschen darauf achten, Spoiler zu vermeiden. Also ja, es wird Spoiler geben - wahrscheinlich viele. Ich weiß, das ist ja so kreativ von mirXD Auch dieser tolle Name für die neue Kategorie - "Spoiler-Rezi" - mein Hirn quillt nur so über vor IdeenXD Verurteilt mich einfach nicht:D Auch nicht für meine Meinung zu den Büchern, ihr wisst ja, jeder hat seine eigene Meinung und so. Ach ja, wer soll das hier überhaupt lesen? Naja, wenn das überhaupt jemand lesen will, dann richtet sich das an Leser, die die Bücher schon gelesen haben ODER nicht vorhaben, sie zu lesen ODER einfach nichts gegen Spoiler haben. Ich würde sagen, wir fangen einfach mal an und sehen dann wie es läuft.

Also wie gesagt, es gibt hier jede Menge Spoiler!


Inhalt
Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück - drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg …

Meine Meinung
Ja, ich war gespannt auf diese Reihe - überhaupt mal auf ein Buch von Colleen Hoover - bei all dem Hype, den es darum gab und irgendwie immer noch gibt. Man, wie oft habe ich gehört und gelesen, dass die ganze Geschichte lang durchgeheult wurde und alles ja so was von berührend war. Boah, und ich fühle mich jetzt echt wie eine gefühllose Kuh:D Nein, ich musste nicht weinen!

Das Problem war, dass alles, was man darüber hört und liest, eine dramatische Liebesgeschichte verspricht, die total unter die Haut geht. Und der Klappentext verspricht ja auch genau das sowas von! Aber die Geschichte wirkt von vorne bis hinten einfach total konstruiert.

Okay, analysieren wir mal den Klappentext:D Also Will und Layken verlieben sich in einander und sind drei Tage lang total glücklich. Da haben wir schon das erste Problem: Ja klar, es wird beschrieben, wie verliebt die beiden sind, aber waaaruuum? Argh die beiden sehen sich in diesen "drei Tagen" einfach kaum und sie reden nicht wirklich viel und irgendwie kam bei mir nicht rüber, was sie an einander haben. Zumal Layken auch eine unheimlich unsympathische Protagonistin ist. Sie ist stur und nervig und kann sich absolut nicht entscheiden. Manchmal dachte ich echt nur so "lauf Will, lauf weg"XD Obwohl Will an manchen Stellen auch nich viel besser war.

Das allerschlimmste war ja mal wirklich, wie sich das Leben ihnen in den Weg gestellt hat. Das klingt sowas von von dramatisch, ich habe wirklich etwas Großes erwartet. Aber am Ende, was war es dann? Es stellt sich heraus, dass Will Laykens Lehrer ist. What?!? Es ist einfach nur so eine Schüler-Lehrer-Geschichte, im Ernst. Und wie die beiden das dann auch austreten, 200 Seiten voller "ich will dich, aber ich darf nicht". Man ist davon schnell genervt. Naja, ich zumindest.

Was für mich immer ein Warnsignal ist, ist eine klischeehafte Handlung. Bei sowas sehe ich immer rot. Und "Weil ich Layken liebe" ist ein wandelndes Klischee. Es gibt da tatsächlich häufig diese Szenen, in denen man denkt "oh, ich weiß was gleich passiert, bitte lass das nicht passieren!!". Und dann passiert genau das. Beispiel: Layken wird auf einem Parkplatz von irgendeinem Typen geküsst, obwohl sie das gar nicht will, und man denkt sich so, bitte, bitte Colleen Hoover, lass das einfach nicht in so eine klischeehafte Eifersuchts-Schlägerei ausarten. Aber fünf Zeilen später merkt man, dass das ganze Bitten umsonst war. Natürlich gab es eine Schlägerei, natürlich auch nicht, um Layken vor dem Lüstling zu schützen oder so, sondern aus Eifersucht, das wird später noch deutlich gemacht. Jaah, super:D

 Ein anderer Kitikpunkt von mir ist, dass die Geschichte total konstruiert ist, und das lässt sich nunmal einfach nicht leugnen. Also echt: Layken zieht gegenüber von Will ein, der seinen kleinen Bruder großzieht, weil seine Eltern gestorben sind. Layken, die zufällig einen kleinen Bruder im gleichen Alter hat, hat vor kurzem ihren Vater verloren und hat eine todkranke Mutter, und nach deren Tod will sie natürlich auch ihren kleinen Bruder großziehen. Also haben Will und Layken praktisch dasselbe Schicksal. Klar okay:D Wie praktisch, dass sie einander genau gegenüber wohnen:D  Ich klinge jetzt vielleicht total herzlos, weil die Charaktere ja echt viel durchmachen müssen, aber man hat einfach die ganze Zeit das Gefühl, dass die Autorin den Charakteren immer nur mehr Mist aufbürdet, einfach um auf die Tränendrüse zu drücken. Was bei mir einfach genau zum Gegenteil geführt hat, ich konnte gar nicht mitleiden, weil alles so unendlich unglaubhaft war.

Im Endeffekt habe ich dem Buch trotzdem 3 von 5 Punkten gegeben, was ich selber ein bisschen komisch finde, aber ich kanns ja mal erklären:D Erstens macht das Buch trotz allem absurd süchtig. Ich hatte es so schnell durchgelesen, zwar immer mit einem Augenrollen, aber irgendwie wollte ich trotzdem wissen, wie es weitergeht. Und außerdem mochte ich die Nebencharaktere, die leider so gut wie gar nicht vorkamen: Ich mochte Gavin und Eddie, Laykens Freunde, sehr gern, und auch Laykens Mutter war mir sympathisch und konnte mich stellenweise sogar berühren. Also hat mich das Buch irgendwie schon gut unterhalten, und wenn man auf klischeehaften Kitsch abfährt dann mag man das auch bestimmt. Oh Gott, ich will überhaupt nicht über Leser urteilen, die das Buch mögen. Es war halt nur nicht meins. Aber trotzdem 3 von 5 Blättern.



Inhalt
s ist jetzt über ein Jahr her, dass Will Layken zum ersten Mal begegnet ist. Und ihre Liebe scheint täglich stärker zu werden. Doch als Will im neuen Studienjahr auf seine Ex-Freundin Vaughn trifft, beschließt er, Layken nichts davon zu erzählen. Ein fataler Fehler, denn als Layken die beiden zufällig sieht, missversteht sie die Situation.
*Quelle*

Meine Meinung
Okay, kommen wir zur absoluten Katastrophe. Im Vergleich zu diesem Buch war "Weil ich Layken liebe" ja noch ein richtiges Meisterwerk. Ich war wirklich sehr oft kurz davor, dieses Buch abzubrechen, obwohl es mit etwa 370 Seiten wirklich nicht so dick ist. Vielleicht hätte ich es auch lieber abbrechen sollen.

Meiner Meinung nach könnte man bei "Weil ich Will liebe" locker die ersten 250 Seiten streichen, ohne wirklich etwas zu verlieren. Dieses Buch hat einfach keinen Plot. Oder naja, natürlich hat es irgendeinen Plot, die Seiten sind ja (leider) nicht leer. Aber der Plot in diesem Buch würde in anderen Büchern nur für 2 Kapitel reichen.

Also, wie der Klappentext schon sagt, begeht Will einen "fatalen Feher". Ich hätte nach Teil 1 nicht so viel erwarten sollen, aber ich war schon ein bisschen gespannt, was denn dieser Fehler sein könnte. Ich hätte echt nicht gespannt sein sollen. Der Fehler war, dass Will seine Exfreundin umarmt und ihr einen Kuss auf die Stirn gegen hat - ich wiederhole, auf die Stirn! Ich weiß nicht, vielleicht sehe ich das ja irgendwie falsch, aber ich finde das nicht so mega schlimm. Es war halt eine freundschaftliche Umarmung, weil die Exfreundin geweint hat und Will sie trösten wollte. Natürlich, ganz und gar nicht klischeehaft oder konstruiert, platzt genau in diesem Moment Layken rein und sieht alles. Und damit ist alles komplett gelaufen-.-

Layken, die in diesem Buch für mich offiziell zum unsympathischsten Buchcharakter wird, tickt total aus und lässt null mit sich reden. Dieses fast schon unwichtige Ereignis nimmt sie ernsthaft zum Anlass, sich wie ein Kindergartenkind zu verhalten und tagelang nicht mit dem Typen zu reden, mit dem sie eigentlich ihr Leben verbringen möchte?!? Und hat unsere liebe Layken auch irgendwann mal was von Vertrauen gehört?? Anscheinend ja nicht.

Man, Will hat mich fast schon noch mehr aufgeregt. Ich meine, Will ist eigentlich okay, bis auf die Tatsache, dass er irgendwie nur Junkfood isst und keinerlei Zeit für Sport hat und trotzdem ein Sixpack hat (oder hab ich was verpasst?).  Aber anstatt sich mal zu überlegen, ob seine liebe Layken vielleicht ein wenig überreagiert, hasst er sich selbst für die Umarmung und ertrinkt in Selbstmitleid und tut natürlich alles, um Layken, entschuldigt meine Wortwahl, in der Arsch zu kriechen. Was Layken aber natürlich total egal ist.

Aber okay, nachdem sich dieser vollkommen unnötige Streit nach 250 Seiten geklärt hat, dachte sich die Autorin wohl "mhh, ich muss aber noch 100 Seiten füllen, und jetzt?". Und was macht man dann? Klar, man verwickelt einfach so gut wie alle Charaktere in dem Buch zusammen in einen Autounfall! Als ob Will und Layken nicht schon genug konstruierten Mist durchstehen mussten, Frau Hoover hat anscheinend null Mitleid mit ihren Charakteren.

Natürlich geht es allen einigermaßen gut, außer Layken mit ihrer dämlichen Gehirnblutung. Natürlich ist das was Schreckliches, das man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Und in sowas kenne ich mich auch nicht aus. Aber dass es Layken innerhalb von wenigen Tagen wieder total gut geht? Ich weiß nicht, das kam mir dann doch wie der Gipfelt der Unrealistischheit vor (ich weiß dass das kein Wort ist, dankeXD).

Tja, am Ende wird die ganze Geschichte noch von Laykens und Wills Hochzeit gekrönt, bei der die beiden aber nur rumknutschen, was mich fast wieder dazu gebracht hätte, das Buch abzubrechen, 10 Seiten vor Schluss. Aber ich wollte natürlich noch wissen, ob Will Layken endlich an die Wäsche darf. Man, ich hab das Gefühl, ich muss mich ständig für meine Wortwahl entschuldigen, aber wenn wir mal ehrlich sind, geht es in dem Buch genau darum: Es ist aus Wills Sicht geschrieben und der kann es wirklich gar nicht abwarten, Layken endlich an die Wäsche zu gehen. Yeay Glückwunsch Will, am Ende hast du es dann ja doch noch geschafft!

Das, was an dem Buch wirklich schade war, war die Tatsche, dass die Nebenfiguren echte Probleme hatten, die einfach ignoriert wurden. Oh da wird jemand gemobbt, und Laykens Freundin ist schwanger? Klar, diese Themen können wir innerhalb von 2 Seiten abarbeiten um uns wieder richtigen Problemen zu widmen, wie Laykens unlogischen Wutanfällen! Arggh, wieso? Man hätte die Seiten in diesem Buch auch so viel sinnvoller füllen können.

Also, das Buch kriegt von mit 1,5 Blätter. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass 1 Blatt für Bücher aufbewahrt werden muss, die ich dann wirklich abbreche.

Ich fühle mich immer sehr mies, wenn ich so schlecht über ein Buch schreibe. Wirklich, ich weiß, dass diese Bücher viele Fans haben, und das ist vollkommen okay. Irgendwie verstehe ich es, denn wenn man genau solche Geschichten mag, dann ist es doch toll, sie in diesen Büchern zu finden. Aber mich haben sie einfach genervt. Ich denke, wenn ich sie vor ein paar Jahren gelesen hätte, hätten sie mir wesentlich besser gefallen, aber mein Lesegeschmack hat sich einfach in eine vollkommen andere Richtung entwickelt.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand wirklich bis hierhin gelesen hat, wenn ja dann hallo du Person:D Das war mal ein etwas anderer Post. Ich wollte mir bei diesen Büchern unbedingt Luft machen, und das konnte ich einfach nicht ohne Spoiler, man kann eben nicht immer um alles drum herum reden. Naja, und ich denke, es ist irgendwie selbsterklärend, dass ich die Trilogie nicht beenden werde. Und ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, nochmal etwas von der Autorin zu lesen. 

Falls irgendjemand es bis hierher geschafft hat, habt ihr die Bücher schon gelesen und wie fandet ihr sie? Und ist diese Post-Idee komplett für den Müll? Ich weiß auch nicht, ich wollte einfach mal auf diese Weise über Bücher schreiben.

Dienstag, 1. März 2016

[Lesemonat] Februar

Huhu ihr Lieben^.^ Der Februar ist vorbei und man, das war mal ein Monat. Und zwar ein stressiger! Uniprüfungen sind eben kein Spaß-.- Trotzdem habe ich es geschafft, ganze 5 Bücher zu lesen, womit ich richtig zufrieden bin. Gelesen habe ich die vor allem am Anfang und am Ende des Monats, in der Mitte hatte ich mit dem Lernen einfach keine Zeit für irgendwas anderes. Trotzdem ein erfolgreicher Monat:)
"Dark Elements 2" (3 Blätter) hat mich mit Laylas ganzem Hin- und Her stellenweise ziemlich genervt und ich war ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Zum Glück hat das spannende Ende einiges gerettet.
"Mit anderen Worten: ich" (5 Blätter) war ein absolutes Highlight! Ich war unheimlich berührt von der Geschichte von Sam, die an einer Zwangsstörung leidet und Gedichte für sich entdeckt.
"Cornelia Funke - Spionin der Kinder" (2,5 Blätter), ein Buch über Cornelia Funkes Leben und ihre Bücher, das mir leider nicht so gut gefallen hat. Damit kann man wohl nur als richtiger Hardcore-Fan etwas anfangen.
"Sleepy Hollow" (2,5 Blätter) ist das Buch zum Film und war jetzt auch nicht so schlecht. Es konnte mich gut unterhalten, wird mir aber wohl ganz und gar nicht im Gedächtnis bleiben.
"Weil ich Layken liebe" (3,5 Blätter), bei diesen Buch kann ich den Hype nicht so ganz nachvollziehen. Ich mochte die Poetry Slam-Anteile sehr gerne, und das Buch war durchaus sehr berührend und hat sich unheimlich gut lesen lassen, aber die Geschichte war irgendwie sehr konstruiert und einfach viel zu kitschig und klischeehaft.


Gelesen: 5 Bücher
Seiten: ca. 1510
Seiten pro Tag: ~ 52
Durchschnittliche Bewertung: 3,3
SuB-Stand Ende Februar: 86 (-5)
Neuzugänge: 0

Mein Highlight im Februar
Mein Highlight ist eindeutig "Mit anderen Worten: ich". Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen!

Mein Flop im Februar
Ich hatte in diesem Monat zwar auch Bücher mit niedrigerer Bewertung, aber von "Dark Elements 2" war ich einfach etwas enttäuscht.

Wie war euer Lesemonat?:) Und was war euer Highlight im Februar?^^