Sonntag, 31. Juli 2016

[Rezension] Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums - Sarvenaz Tash




Preis: 16,95
Einband: Hardcover
Seiten: 304
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Juli 2016
Verlag: Magellan
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Immer an seiner Seite und doch so unerreichbar wie ein ferner Planet – das ist seine beste Freundin Roxy für Graham. Seit Monaten sucht er einen Weg, ihr seine grenzenlose, epische, unsterbliche Liebe zu gestehen. Bei ihrem gemeinsamen Wochenende auf der New Yorker Comic-Convention will er seine Chance endlich nutzen. Leider kommen ihm immer wieder ein gut aussehender Engländer, seine Schüchternheit und die geheimen Liebesgesetze des Universums in die Quere …  

Meine Meinung
Ich habe mich riesig auf dieses Buch gefreut! Nerdige Contemporary-Bücher, das ist im Moment wirklich genau mein Genre! Und nerdig ist das Buch wirklich alle Male. Trotzdem konnte es mich leider nicht komplett überzeugen.

Dabei hatte es eigentlich alles, was man braucht: Das beste Setting überhaupt (Comic Con!) und noch dazu die Aussicht auf eine eventuell vorhersehbare, aber trotzdem sehr süße Liebesgeschichte. Tja, das beste Setting überhaupt habe ich tatsächlich bekommen. Die Sache mit der Liebesgeschichte war da schon etwas schwieriger.

Aber erstmal zu den positiven Dingen, denn davon gab es eine ganze Menge: Es ist tatsächlich so viel „Nerd“ drin, wie draufsteht, und vielleicht sogar noch mehr. Man bekommt massenhaft Anspielungen und Comic Con Erlebnisse zu lesen, und davon bin ich immer ein riesiger Fan. Das ist hier echt gut gelungen! Noch dazu erfindet die Autorin hier einen Comic-Autor, den die Charaktere geradezu verehren (ich glaube zumindest stark, dass er erfunden ist:D). Das fand ich wirklich kreativ und dadurch hat man die Begeisterung der Figuren für die ganze Sache auch richtig zu spüren bekommen.
Der Humor hat mir auch gut gefallen. Eine Comic Con bietet natürlich eine gute Grundlage für witzige Situationen, und ich fand, dass die Autorin das wirklich gut ausgenutzt hat.

Die Geschichte dreht sich ja aber eigentlich darum, dass Graham in seine beste Freundin Roxy verliebt ist und er es ihr unbedingt auf der Comic Con sagen möchte. Und da fingen für mich irgendwie die Probleme an. Roxy klang für mich immer nur in Grahams Gedanken sympathisch, damit, wie sie sich tatsächlich verhalten hat, kam ich oft nicht so ganz klar. Was es natürlich schwer gemacht hat, vollkommen hinter Graham und seinen Absichten zu stehen. Vor allem, da ich Graham eigentlich sehr gerne mochte, aber es schwer zu ertragen fand, dass es wirklich ALLES für Roxy tun würde. Ich dachte oft, irgendwann ist aber auch mal gut:D

Das Ende wiederum mochte ich ganz gerne. Es war zwar irgendwann tatsächlich etwas vorhersehbar, aber ich konnte gut damit leben, wie das ganze gelöst wurde.

Insgesamt hat mich das Buch einfach nicht so sehr begeistert, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich hab es gerne gelesen, aber das war es auch schon. Wen die Inhaltsangabe anspricht, der wird bestimmt seinen Spaß haben mit dem Buch, aber ich finde, in dem Genre „nerdige Contemporary-Bücher“ gibt es dann doch noch ein paar bessere. Wenn man die schon kennt und mehr will kann man hier aber auch ruhigen Gewissens zugreifen:D

Fazit
„Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ bietet einem locker-leichte und nerdige Unterhaltung und hat mir durchaus Spaß bereitet. Meine Erwartungen konnte es nicht ganz erfüllen, trotzdem ist es durchaus empfehlenswert für Leser, die solche Geschichten mögen.
3,5 von 5 Blättern

Sonntag, 3. Juli 2016

[Rezension] Das Morgen ist immer schon jetzt - Patrick Ness




Preis: 16,99€
Einband: Hardcover
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Juni 2016
Verlag: cbj
Rezensionsexemplar?: ja



Inhalt
Was, wenn man NICHT einer der Außerwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden? Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft, oder die Seelenesser oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Wieder mal. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist.

Meine Meinung
Ich habe mich so sehr gefreut, endlich mal etwas von Patrick Ness zu lesen! Seine Bücher stehen schon lange auf meiner Beobachtungsliste. Mit „Das Morgen ist immer schon jetzt“ war es nun endlich so weit, und ich kann erleichtert sagen, dass ich es wirklich mochte!:D

Die Idee an sich finde ich schon sehr genial: Was ist, wenn man nicht der Auserwählte ist und das Böse bekämpfen muss, sondern einfach nur mit den Problemen des normalen Lebens fertig werden soll? Und wenn sowas auf dem Klappentext steht, dann kriegt man hier auch sowas! Es ist nicht einfach irgendeine Geschichte über einen Typen, der mit seiner Teenager-Zeit klarkommen muss, nein, es gibt in der Geschichte tatsächlich Vampire und Seelenfresser und was auch immer. Das Besondere ist, dass das einfach total egal ist, denn unsere Protagonisten sind ja nicht die „Auserwählten“! Allein schon weil ich das so cool und skurril fand, konnte das Buch bei mir richtig Pluspunkte sammeln!

Dass die Idee auch noch gut umgesetzt wurde war dann ja natürlich noch besser. Am Anfang jedes Kapitels gab es eine ganz kurze Zusammenfassung davon, was die „Auserwählten“ gerade machen, um das Böse zu bekämpfen, und das war eigentlich fast schon eine Parodie auf diese ganzen dramatischen Weltuntergangs-Jugendbücher, was ich super merkwürdig und super gut fand! Denn diese Zusammenfassungen waren immer total übertrieben, das Mädchen hat sich in einen Typen nach dem anderen verliebt und alles war voller Intrigen und Katastrophen. Ich fand das echt witzig und wenn man ehrlich ist erkennt man da auch einige Bücher wieder, die man eigentlich wirklich gerne mag:D

Im Kern geht es aber tatsächlich einfach um Mike, der ganz eigene und gar nicht so außergewöhnliche Probleme hat. Mit Mike als Protagonisten war ich sehr zufrieden, er war mir wirklich sympathisch. Ich fand ihn sehr fürsorglich seinen Freunden gegenüber, aber auch voller Selbstzweifel, was ihn irgendwie echt gemacht hat. Auch die anderen Charaktere mochte ich gern, ich fand sie haben alle wirklich eine Persönlichkeit verpasst bekommen und waren keine blassen Side-Kicks. 

Am besten an dem Buch gefallen hat mir aber tatsächlich einfach der Stil von Patrick Ness. Ich mochte, wie nachdenklich und doch locker er die Geschichte erzählt hat, und bin auch ein paarmal über Sätze gestolpert, die ich so gern mochte, dass ich sie nochmal gelesen habe.

Da ich das Buch aber nicht rundum perfekt fand, hier noch ein wenig Kritik zum Ende: Für so ein kurzes Buch hatte die Geschichte dann doch einige Längen, was ich ziemlich schade fand. Außerdem fand ich an einigen Stellen, dass der Autor einfach zu viel in die Geschichte reinquetschen wollte. Es wurde eine Thematik nach der anderen in die Runde geworfen und ich glaube, es hätte der Geschichte gut getan, wenn man sich noch intensiver auf ein paar weniger Aspekte konzentriert hätte.

Fazit
„Das Morgen ist immer schon jetzt“ ist ein wirklich besonderes und skurriles Jugendbuch, das wirklich schön geschrieben ist. Es wird wahrscheinlich nicht jedem gefallen, aber mich konnte es durchaus von sich überzeugen!
 
4 von 5 Blättern

Freitag, 1. Juli 2016

[Lesemonat] Juni

Heyho^.^ Ich muss sagen, ich kann es echt nicht fassen dass die Hälfte des Jahres schon wieder um ist0.0 Ein bisschen gruselig, wie schnell das manchmal geht. 
Mit meinem Lesemonat Juni bin ich ganz zufrieden, 4 Bücher sind für mich im Moment echt ein guter Schnitt:D Es war kein richtiges Highlight dabei, aber zwei der Bücher haben mir ziemlich gut gefallen.
Huch, sind ja nur drei Bücher0.0
Das ist das vierte Buch, das ich gelesen habe:) Leider hab ich es mal wieder nicht geschafft, alle auf ein Bild zu kriegen:/

"Das Rosie Projekt" (4 Blätter) hat mir alles in allem echt gut gefallen, unterhalten konnte es mich auf jeden Fall. Ich mochte auch den recht "speziellen" Protagonisten Don, der doch sehr an Sheldon aus The big bang theory erinnert. Am Ende konnte ich die ein oder andere Entscheidung und Charakterentwicklung aber nicht ganz verstehen.

"Ein Tag, zwei Leben" (2 Blätter) hat mir echt nicht gefallen. Es lässt sich zwar gut lesen und die Grundidee ist interessant, aber die Umsetzung fand ich ein bisschen schrecklich. Mit der Protagonistin und vor allem der Liebesgeschichte in dem Buch kam ich auch nicht klar.

"Schau mir in die Augen, Audrey" (4 Blätter) mochte ich richtig gern! Das Buch schafft es irgendwie, locker-leicht zu sein und gleichzeitig ein ernsteres Thema zu behandeln. Auch hier habe ich manche Entscheidungen aber nicht verstanden und Audreys Mutter hat mich in den Wahnsinn getrieben!

"Die Nacht gehört dem Drachen" (3 Blätter) mochte ich ganz gern und gleichzeitig auch wieder gar nicht. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen, irgendetwas Besonderes hatte das Buch schon an sich und ich wollte auch wissen, wie es weitergeht, aber die ganze Drachen-Sache in der Geschichte mochte ich nicht und auch das Ende fand ich echt fragwürdig.

Gelesen: 4 Bücher
Seiten: ca. 1430
Seiten pro Tag: ~ 47
Durchschnittliche Bewertung: 3,25
SuB-Stand Ende Juni: 52 (-5)
Neuzugänge: 2
 
 Mein Highlight im Juni
Kann ich, besonders für die Sommermonate, echt empfehlen;)

Mein Flop im Juni
War echt nicht mein Fall:/

Wie war euer Lesemonat Juni?^.^