Sonntag, 14. August 2016

[Rezension] Dich immer wiedersehen - Jennifer E. Smith




Preis: 17,99€
Einband: Hardcover
Seiten: 336
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Juli 2016
Verlag: Carlsen
Rezensionsexemplar?: ja



Inhalt
Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen?
Meine Meinung
„Dich immer wiedersehen“ war bereits mein drittes Buch von Jennifer E. Smith und ich muss zugeben, ich hatte recht hohe Erwartungen. So wie das eben ist, wenn ein Autor einen bereits mit zwei Büchern überzeugt hat. Und um es kurz zu fassen: Auch „Dich immer wiedersehen“ hat mich alles andere als enttäuscht!

Das Ganze ist einfach nur eine süße kleine Geschichte über einen Jungen und ein Mädchen, die eine Nacht miteinander verbringen (naja, mit reden) und dabei feststellen, dass sie sich wirklich sehr gern haben. Ab diesem Punkt scheint das Schicksal aber mit aller Kraft dafür sorgen zu wollen, die beiden voneinander fernzuhalten. Ich finde, ich habe beim Lesen genau das bekommen, was das Buch im Vorhinein auch versprochen hat: Die beiden waren räumlich die meiste Zeit voneinander getrennt, aber es ging viel um „aneinander denken“. Außerdem, und das hat mich sehr begeistert, ist es ein Buch, das an sehr vielen verschiedenen Orten spielt. Wir bereisen verschiedene Städte in den USA und so einige Orte in Europa (ohne groß spoilern zu wollen). Das war ein Aspekt, der mit richtig gut gefallen hat, und der es wirklich gut fertig bringt, das Reisefieber in einem zu wecken.

Auch hat mir sehr gut gefallen, wie Owen und Lucy dargestellt wurden. Ich mochte die beiden sehr gerne und meiner Meinung nach hatten die beiden auch Tiefe. Es ging nicht nur ausschließlich um ihre Liebesgeschichte, es ging auch sehr viel um die individuellen Entwicklungen und einfach auch darum, was die beiden innerhalb dieses knappen Jahres, in dem die Geschichte spielt, erleben. Neben den beiden gibt es aber auch eigentlich keine weiteren Charaktere (bis auf ihre Eltern vielleicht), es ist wirklich eine Geschichte, die sich sehr auf diese beiden konzentriert.

Mit den Charakteren, die ich toll fand, und den ganzen verschiedenen Orten, und auch mit dem tollen Schreibstil (der hier auch mal erwähnt werden sollte), da war ich beim Lesen schon ziemlich begeistert. Aber gleichzeitig habe ich auch sehr oft gedacht „das muss man aber echt mögen!“. Es ist eben so eine gewisse „Sehnsuchts-Geschichte“, und in diesem Buch gibt es auch eine ganz bestimmte Art von Kitsch (wenn die beiden etwa genau gleichzeitig das Gleiche denken). Ich hatte das Glück, dass die Geschichte für mich einfach funktioniert hat, aber beim Lesen dachte ich auch oft, dass das ein oder andere viele Leser bestimmt gestört hätte. Deshalb würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen, nur sollte man sich vorher genauer überlegen, ob man diese Art von Geschichte wirklich gerne mag. 

Fazit
„Dich immer wiedersehen“ hat mir ein paar tolle Lesestunden beschert, der Schreibstil, die Charaktere und die Locations haben mir wirklich gut gefallen! Ich glaube allerdings auch, dass dieses Buch eher „Geschmackssache“ ist. In jedem Fall hat es meinen Geschmack getroffen!
4,5 von 5 Blättern