Dienstag, 29. November 2016

[Rezension] Das Ja-Experiment - Shonda Rimes





Preis: 16,99€
Einband: broschiert
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Verlag: Heyne
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Shonda Rhimes schreibt Drehbücher für die erfolgreichsten Serien: Grey’s Anatomy, Private Practice und How to Get Away with Murder sind auch hierzulande Publikumsrenner. Bloß beim Drehbuch für ihr eigenes Leben fehlt ihr der nötige Schwung: Privat ist sie schüchtern, ängstlich, menschenscheu. Bis sie eines Tages beschließt, sich zu ändern. Mit einem filmreifen Trick: einfach ein Jahr lang zu allem Ja sagen.

Meine Meinung
Ich mag inspirierende Bücher mit einer lebensbejahenden Botschaft. Und ich mag Serien. „Das Ja-Experiment“ ist ein inspirierendes und lebensbejahendes Buch von einer Frau, die Serien zu ihrem Beruf gemacht hat. Mehr musste ich nicht wissen, um das Buch lesen zu wollen.

Um genauer zu sein ist das Buch von Shonda Rimes, dem kreativen Kopf hinter den Serien „Grey’s Anatomy“, „Scandal“ und „How to get away with Murder“. Es geht um das Jahr, in dem sie angefangen hat, Ja zu Dingen zu sagen – und darum, wie grundlegend das ihr Leben verändert hat.

Das Buch zu lesen war für mich einfach schön, anders kann ich es kaum sagen. Es war ganz einfach schön zu erfahren, wie diese Frau ihr Leben geändert hat und positiver geworden ist und wie sie im Umkehrschluss dadurch jede Menge positive Erfahrungen sammeln konnte und tolle Dinge erleben durfte. Und es ist auch tatsächlich sehr inspirierend! Es bringt einen dazu, selber Ja sagen zu wollen, wenn man das nächste Mal vor einer Entscheidung steht. Und so ein positiver Effekt von einem Buch ist doch toll!

Ich fand es besonders interessant, auf wie viele verschiedene Arten man letztendlich ja sagen kann. Man kann ja zu Gelegenheiten sagen, aber auch zu sich selbst und zur Familie, man kann ja zum „nein sagen“ sagen (etwas kompliziert, oder?), man kann ja zum Mut sagen. Und all diese Ja’s verändern das Leben bestimmt ein bisschen. Das ist in diesem Buch wirklich sehr toll dargestellt.

Mir hat auch der Schreibstil wirklich gut gefallen. Es hat sich so gelesen, als ob die Autorin einfach ganz ungefiltert ihre Gedanken aufgeschrieben hat. Dadurch gab es ein paar tolle (und häufig richtig witzige) Vergleiche und Metaphern und generell war das Buch sehr lustig. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sich die Gedankengänge manchmal ein wenig im Kreis gedreht haben.

In dem Buch gibt es einige Anspielungen auf „Grey’s Anatomy“ und „Scandal“, ich gucke die Serien leider nicht, aber für Fans ist das vielleicht interessant. Wenn man sich nicht für die Serien interessiert, stören die Anspielungen einen aber auch überhaupt nicht, zumindest ging es mir so.

Fazit
Meiner Meinung nach ist „Das Ja-Experiment“ ein wirklich inspirierendes und humorvolles Buch und ich habe es sehr gerne gelesen. Wenn einen der Klappentext schon interessiert, dann ist das Buch auf jeden Fall einen genaueren Blick wert!
4 von 5 Blättern

Sonntag, 13. November 2016

[Rezension] Und nebenan warten die Sterne - Lori Nelson Spielman





Preis: 14,99€
Einband: broschiert
Seiten: 384
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: September 2016
Verlag: Fischer Verlag
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Als Annie erfährt, dass ihre Schwester Kristen bei einem Zugunglück gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie sollten beide in diesem Zug sein – auf dem Weg zur Uni. Annie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Schwester. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter Erika, doch diese flüchtet sich in ihre Arbeit. Annie begreift nicht, was mit ihrer liebevollen Mutter passiert ist, die für jedes Tief einen Rat wusste, deren Lachen so ansteckend war und deren Liebe die Familie zusammenhielt.

Meine Meinung
Ich mochte die ersten beiden Bücher von Lori Nelson Spielman sehr gerne. Das waren Geschichten mit Gefühl und einer Botschaft, die gut vermittelt wurde. Das trifft auch auf ihr neues Buch, „Und nebenan warten die Sterne“, zu. Nur ist diesmal bei mir der Funke nicht so richtig übergesprungen.

Es geht um Erika und ihre Tochter Annie. Die beiden verlieren Kristen, Annies Schwester und Erikas zweite Tochter, bei einem schrecklichen Unglück, und müssen irgendwie lernen, damit zu leben. Allein schon diese Ausgangslage verspricht eine Geschichte voller Emotionen, und man kriegt auch jede Menge Gefühle. Aber für mich hat das Gesamtbild nicht so richtig funktioniert. Es werden unendlich viele Themen angeschnitten – Erikas und Annies Liebesleben, Erikas Berufsleben und ihre Konflikte mit der Vergangenheit, die Probleme in der Mutter-Tochter-Beziehung, die Umstände von Kristens Tod usw. – und für mich waren es in diesem Buch einfach zu viele Aspekte, als das man jeden hätte zufriedenstellend auflösen können.

Das Buch ist abwechselnd aus Erikas und Annies Perspektive geschrieben, und da ist es auch nicht hilfreich, wenn man mit einer der Protagonistinnen nicht so richtig klarkommt. Erika war mir wirklich sympathisch, ich konnte ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen und habe mit ihr mitgefiebert. Bei Annie war das nicht ganz so. Ich konnte einfach keinen Draht zu ihr aufbauen.

Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht. Für mich hatte es seine Schwächen, und nochmal lesen werde ich es wohl nicht, aber es gab auch einige Szenen, die zum Nachdenken angeregt haben oder mich emotional wirklich abholen konnten. Und Fans der Autorin werden mit diesem Buch sicher auch einige tolle Lesestunden haben.

Fazit
Ich hatte mit „Und nebenan warten die Sterne“ ein paar schöne Lesestunden, für mich konnte der Funke aber nicht so richtig überspringen.
 3 von 5 Blättern