Samstag, 11. März 2017

[Rezension] Hallo Leben, hörst du mich? - Jack Cheng




Preis: 14,99€
Einband: Hardcover
Seiten: 380
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: März 2017
Verlag: cbt
Rezensionsexemplar?: ja



Inhalt
Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre “ruhigen Tage” hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären? Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen.

Meine Meinung
Oh man, was klang diese Geschichte gut für mich! Ein kleiner Junge, der Raketen und seinen Hund liebt und ein Abenteuer erlebt, dazu wurde das Buch auch noch mit dem tollen „Das Blubbern von Glück“ verglichen, was will man mehr? Letztendlich hat mir „Hallo Leben, hörst du mich?“ auch gut gefallen, nur eben nicht ganz so gut, wie ich gehofft hatte.

Das Besondere an dem Buch ist wohl, dass es komplett in Podcast-ähnlichen Aufnahmen erzählt ist. Unser Protagonist Alex nimmt alles, was ihm passiert, auf seinem iPod auf, den er ins Weltall schicken will. So bekommt man seine Erzählungen zu lesen, aber manchmal auch ungefilterte Dialoge, die der iPod zufällig aufgenommen hat. Das war für mich als Erzählweise sehr interessant und erfrischend. Und die Geschichte aus der Sicht eines 11-jähirgen zu erzählen hat der Autor meiner Meinung auch gut hinbekommen, der Stil war wirklich authentisch.

Genau da liegt aber auch mein Problem mit der Geschichte. Das Buch war leicht zu lesen, aber manchmal musste ich aufhören, weil ich ein bisschen genervt war von Alex. Als Protagonist ist er eigentlich toll, aber dadurch, dass er alles erzählt, bekommt man manche Infos einfach zu oft und andere überhaupt nicht, denn einem Kind wird ja auch nicht immer alles erzählt. Man tappt zusammen mit Alex im Dunkeln und das ist nicht immer besonders angenehm.

Der riesige Pluspunkt, den das Buch aber mitbringt, ist die Nachricht, die auf jeder Seite mitschwingt. Alex hat es wirklich nicht leicht, aber er geht offen und neugierig auf alles und jeden zu und macht dadurch so viele neue Erfahrungen und gewinnt Freunde. Das Buch feiert das Kind-sein und wie Kinder die Welt sehen und auf sie zugehen, und es inspiriert einen wirklich, sich vielleicht auch selbst mal wieder ein bisschen so zu verhalten. Einfach mal ausprobieren, einfach mal nachfragen, einfach mal drauf losreden, vielleicht ergibt sich ja etwas tolles daraus!
  
Fazit
„Hallo Leben, hörst du mich“ ist wirklich ein charmantes Buch mit einer tollen Nachricht. Es ist nicht so ganz ein neuer Favorit, aber durchaus lesenswert!
3,5 von 5 Blättern

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