Sonntag, 30. April 2017

[Rezension] Tote Mädchen lügen nicht - Jay Asher




Preis: 9,99€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 288
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: März 2017
Verlag: cbt
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die tot ist. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe haben zu ihrem Tod geführt, dreizehn Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon ...

Meine Meinung

Es fällt mir ziemlich schwer, dieses Buch zu bewerten, denn es ist schon ein sehr besonderes Buch und man muss verschiedene Dinge berücksichtigen. Aber ganz allgemein kann ich sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat.

Dabei haben mich ein paar Dinge durchaus gestört. Der Schreibstil war mir manchmal etwas zu holprig, und der Wechsel von den Kassetten-Aufnahmen zu Clays Gedanken ist oft sehr verwirrend. Auch gab es die ein oder andere Wendung, die mich nicht gerade begeistert hat und vielleicht etwas klischeehaft war. Und trotzdem – es ist ewig lange her, dass mich eine Geschichte so sehr gefesselt hat. Ich konnte das Buch wirklich nicht aus der Hand legen. Eigentlich kennt man von Beginn an das Ende, und doch ist das Buch unheimlich spannend. Hier ist wirklich der Weg das Ziel. 

Natürlich behandelt das Buch ein sehr ernstes Thema, Selbstmord. Naja, nicht nur ein ernstes Thema, wirklich viele ernste Themen, wie auch Mobbing und Schuldfragen und vieles mehr. Auf Goodreads habe ich mir viele negative Reviews durchgelesen, die kritisiert haben, dass das Buch nicht angemessen mit diesen Themen umgeht. Ich kann diese Meinungen wirklich nachvollziehen, stimme aber nicht komplett zu. Ich sehe die Geschichte eher als ein abschreckendes Beispiel in vielerlei Hinsicht. Nicht als eine Art Vorbild für jegliches Verhalten. Meiner Meinung nach ist das Verhalten jedes Charakters in diesem Buch fragwürdig und diskussionswürdig (einschließlich Hannah!). Dazu muss ich sagen, dass ich das Buch aber auch niemals einer Person empfehlen würde, die gerade mit psychischen Problemen zu kämpfen hat. Ich war in guter Stimmung, als ich es gelesen habe, und mich hat es schon unheimlich runtergezogen und beschäftigt. Also wäre das wohl wirklich keine gute Lektüre, wenn man diesen Themen gegenüber schon besonders empfindsam ist.

Nachdem ich so etwas schreibe, da frage ich mich selber schon ein bisschen, warum ich das Buch nicht schlecht bewerte. Aber ich halte es einfach nicht für schlecht. Ich denke, bei vielen Büchern muss man aufpassen, wem man es empfiehlt, aber nicht jedes kontroverse Buch, dem man nicht komplett zustimmt, sollte direkt verteufelt werden. Mich persönlich hat das Buch sehr stark zum Nachdenken gebracht (das muss ein Buch erstmal schaffen), und bringt mich auch dazu, über meine eigenen Handlungen nachzudenken. Und wenn ein Buch wirklich etwas in mir bewegt, dann kann ich es einfach nicht komplett sch**** finden.

Fazit

Ein unheimlich spannendes Buch mit einem sehr ernsten Thema. Ich kann es empfehlen, doch da es einen unter Umständen sehr mitnehmen kann, sollte man sich vielleicht überlegen, ob man sich bereit dazu fühlt, sich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen. 

Sonntag, 23. April 2017

[Rezension] Ana und Zak - Brian Katcher




Preis: 14,95€
Einband: broschiert
Seiten: 320
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: April 2017
Verlag: dtv
Rezensionsexemplar?: ja



Inhalt

Ana und ihr jüngerer Bruder Clayton nehmen an derselben Quiz-Meisterschaft in Seattle teil wie Zak. Alles könnte gut sein, doch Mastergenie Clayton entwickelt sich zum kleinen Aas und haut heimlich abends vom Turnier ab, um sich auf der nahe stattfindenden großen Science-Fiction-Comic-Convention zu amüsieren. Für Ana und Zak, die ihn finden müssen, bevor der Morgen graut (alles andere hätte furchtbare Konsequenzen) beginnt eine Nacht zwischen Orks, Bogen schießenden Amazonen und wild gewordenen Wikingern. Eine verrückte Nacht, in der beide über sich hinauswachsen, ihre Masken fallen lassen sich zum ersten mal so sehen, wie sie sind: verletzlich, wütend, voller Leben und randvoll mit Gefühlen füreinander.

Meine Meinung

Für süße, nerdige Geschichten bin ich wirklich immer zu haben! Deshalb habe ich mich auch schon gefreut, „Ana und Zak“ zu lesen, denn das Buch klang nach genau so einer Geschichte. Leider habe ich nicht wirklich das bekommen, was ich erwartet habe.

Also nerdig war die Geschichte schon. Es gab jede Menge Anspielungen auf Serien und Filme, was mir auch echt gut gefallen hat. Und das Ganze hat auf einer Comic-Convention gespielt, was wirklich ein tolles Setting ist und jede Menge Möglichkeiten bietet. Aber abgesehen davon hat die Chemie zwischen der Geschichte und mir einfach überhaupt nicht gestimmt.

Die beiden Protagonisten waren mir nicht sehr sympathisch. Beide waren recht klischeehaft. Mit Zak bin ich im Laufe der Geschichte warm geworden, denn man hat nach und nach seine positiven Seiten entdeckt, aber Ana fand ich bis zum Ende hin sehr nervig. Sie war von Anfang an sehr vorurteilsbehaftet, und ich hatte die Hoffnung, dass sich das zum Ende hin bessert, aber so wirklich ist das nicht passiert.

Auch fand ich die Geschichte viel zu überladen. Beide Protagonisten hatten schon einige private Probleme und auf der Convention kommt dann noch ein ganzer Haufen Schwierigkeiten dazu, die teilweise richtig absurd werden und gar nicht mehr zu der eigentlichen Handlung passen. Am Ende wird dann vieles einfach recht halbherzig abgehandelt, damit nichts mehr offen bleibt. An dieser Stelle wäre weniger wahrscheinlich mehr gewesen. 

Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, dass das einzige, was die beiden verbindet, die Tatsache ist, dass die beiden das auf einmal für eine gute Idee halten. Die Geschichte gibt einem keine wirkliche Verbindung und die beiden verlieben sich ineinander, weil das einfach so ist. Da hätte ich mir einfach etwas gewünscht, was man besser nachvollziehen kann.

Fazit

Insgesamt ist „Ana und Zak“ eine leicht zu lesende Geschichte mit netten Anspielungen, die mich ansonsten wirklich nicht überzeugen konnte. Meiner Meinung nach gibt es in diesem Genre bessere Vertreter, die ich eher empfehlen würde.

Sonntag, 16. April 2017

[Rezension] Phase Null - James Dashner




Preis: 19,99€
Einband: Hardcover
Seiten: 440
Reihe?: Teil 5 von 5
Erscheinungsdatum: November 2016
Verlag: Chicken House
Rezensionsexemplar?: nein

Inhalt

Sie sind die Auserwählten. Dazu erkoren, eine Welt zu retten, die längst verloren scheint. Sie sind die Zukunft der Menschheit und ihre einzige Hoffnung. Das glauben sie zumindest. Denn noch ahnen sie nichts von geheimen Allianzen, schockierenden Geheimnissen und unverzeihlichen Lügen.
Sie wissen nur, dass sie von ANGST auf die erste Phase des Experiments vorbereitet werden.
Das macht die Auserwählten zu Freunden – und damit beginnt der Verrat an Thomas.

Meine Meinung

Das war wirklich kein Buch für mich! Und das ist so schade, denn die „Maze Runner“-Trilogie konnte mich richtig begeistern. Aber dieses Prequel? Nein, danke!

Die Geschichte fällt genau in die Prequel-Sparte, bei der man am Ende ganz genau weiß, wo man rauskommt. Wer die Trilogie gelesen hat, weiß ganz einfach, was hier am Ende passieren wird, und so kam zumindest bei mir keinerlei Spannung auf. Es wurde zwar versucht, eine Handlung mit verschiedenen Wendungen aufzubauen, aber man weiß ganz einfach, wie es den Charakteren am Ende ergehen wird. Daran ist ja nicht zu rütteln.

Mein Eindruck war leider, dass diese Geschichte in dem Umfang nicht von Anfang an so feststand, sondern vielleicht dazugedichtet wurde, nachdem die Trilogie so erfolgreich war. Natürlich ist das nur eine Vermutung, mir kam es nur einfach so vor. Denn man kriegt ja auch nicht so wirklich eine richtige, zusammenhängende Geschichte, wenn man das Buch liest. Es ist mehr ein Bericht über Thomas leben in der ANGST-Zentrale, und man macht sehr oft Zeitsprünge von mehreren Monaten oder sogar Jahren. Erst im letzten Drittel des Buches entwickelt sich eine richtige Handlung, aber wie gesagt weiß man ja dann schon sehr genau, wie das enden wird. 

Was mir tatsächlich gut gefallen hat, war, dass es ein Wiedersehen mit all den tollen Charakteren gab. Newt, Minho, Alby und all die anderen Lichter sind wieder mit dabei, und wenn die mal in einem Kapitel vorkamen hat mir das Lesen gleich wieder mehr Spaß gemacht. Leider war unser Protagonist Thomas dafür alles andere als toll. In dem Buch wird sehr oft betont, wie intelligent er und Teresa doch sind, aber davon kriegt man nun wirklich nichts mit. Thomas verhält sich so oft einfach dumm, dass man seinen Status bei ANGST wirklich nicht nachvollziehen kann. Ich hatte leider das Gefühl, dass Thomas wohl dumme Entscheidungen treffen musste, denn sonst hätte das Gesamtbild keinen Sinn mehr gemacht. Sonst hätte dieses Prequel vielleicht nicht so nahtlos in die eigentliche Trilogie übergeführt. Falls das aber so sein sollte, dann stellt sich ja die Frage, ob so ein Prequel wirklich so viel Sinn macht.

Fazit

„Phase Null“ war einfach kein Buch für mich. Es hat mir nicht wirklich neue Informationen gebracht und es kam auch keine Spannung auf. Große Fans der „Maze Runner“-Trilogie können sich hier aber trotzdem auf ein Wiedersehen mit den Charakteren freuen.