Sonntag, 28. Mai 2017

[Rezension] Hier könnte das Ende der Welt sein - John Corey Whaley




Preis: 15,90€
Einband: Hardcover
Seiten: 213
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: März 2014
Verlag: Hanser
Rezensionsexemplar?: nein


Inhalt

Cullen stehen wie immer quälend lange Ferien in der Kleinstadt Lily bevor. Es ist ein Ort, an den man ziehen möchte, kurz bevor man stirbt. Teenager kann so viel Ruhe und Frieden deprimieren – zumal wenn sie unglücklich verliebt sind. Zum Beispiel in Ada, auch die "Schwarze Witwe" genannt, weil sie bisher quasi alle ihre Freunde durch mysteriöse Unfälle verloren hat. Da taucht eines Tages ein Fremder auf und behauptet, er habe eine ausgestorbene Spechtart in Lily entdeckt. Kurz darauf verschwindet, inmitten der aufkommenden Specht-Hysterie, Cullens Bruder Gabriel …

Meine Meinung

Das war … schon ein ungewöhnliches Buch. Und das durchaus auf die gute Art und Weise. Und natürlich ist es auch super, dass einem mal was Anderes unterkommt als das Standard-Jugendbuch. Aber „Hier könnte das Ende der Welt sein“ war auf die Weise anders, die einen zweifeln lässt, ob man die Geschichte überhaupt verstanden hat.

In dem Buch gibt es zwei verschiedene Handlungsstränge, in der „Haupthandlung“ geht es um Cullen, der in einer Kleinstadt wohnt und dessen Bruder eines Tages verschwindet. Daneben gibt es eben noch eine andere Geschichte, die immer wieder in kurzen Kapiteln dazwischen gestreut wird. Und genau da liegt die Stärke und die Schwäche des Buchs. Man geht beim Lesen natürlich stark davon aus, dass diese beiden Geschichten irgendwann in Zusammenhang gebracht werden, obwohl sie am Anfang noch gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Und das baut jede Menge Erwartungen auf. Man fängt an zu spekulieren (zumindest ich habe das gemacht). Und man freut sich auf einen riesigen Plot-Twist, der beide Handlungen miteinander verbindet. Irgendwann treffen die Geschichten dann wirklich aufeinander, aber für mich konnte das die aufgebauten Erwartungen dann nicht erfüllen. Dabei war diese „Auflösung“ tatsächlich wirklich interessant und clever und hat einen überdenken lassen, was man bis dahin gelesen hat. Aber es war trotzdem nicht dieser große und tolle Lesemoment, auf den ich gehofft habe.

Das Problem daran ist auch, dass das Buch nicht wirklich spannend ist. Es ist kurz, was diese Tatsache wesentlich weniger schlimm macht, aber man denkt sich die ganze Zeit, diese Nicht-Spannung ist okay, weil am Ende ja der große Knall kommt. Und wenn der Knall am Ende dann nicht ganz so groß ist, dann ist das schon irgendwie schade.

Abgesehen davon fand ich das Buch einfach interessant. In so ziemlich jeder Hinsicht. Den Stil fand ich sehr interessant, die Charaktere waren interessant. Die angesprochenen Themen sind auch wirklich interessant und bringen einen zum Nachdenken. Und, wie gesagt, auch die Auflösung war sehr interessant. Alles in allem bin ich also froh, das Buch gelesen zu haben. Ich finde es tatsächlich sehr lesenswert und naja, auch einfach interessant (ich glaube, das Wort „interessant“ ist hiermit oft genug gefallen).

Fazit

„Hier könnte das Ende der Welt sein“ ist mal ein anderes Jugendbuch und auch eine tolle Abwechslung. Für mich persönlich hat es Erwartungen aufgebaut, die es nicht ganz einhalten konnte, trotzdem fand ich es sehr lesenswert.  



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