Dienstag, 19. September 2017

[Rezension] Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums




Preis: 9,95€
Einband: Taschenbuch
Seiten: 384
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: August 2017
Verlag: dtv
Rezensionsexemplar?: ja

Inhalt

Dante kann schwimmen. Ari nicht. Dante kann sich ausdrücken. Ari fallen Worte schwer. Es scheint so, als wäre Dante die letzte Person, die es schaffen könnte, die Mauern einzureißen, die Ari um sich gebaut hat. Doch trotz ihrer Verschiedenheit werden sie Freunde. Sie teilen Bücher, Gedanken, Träume. Sie beginnen, die Welt des jeweils anderen neu zu definieren. Und entdecken, dass das Universum ein großer und komplizierter Ort ist, an dem man manchmal auch erhebliche Hindernisse überwinden muss, um glücklich zu werden!

Meine Meinung

Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut, immerhin habe ich schon viel Positives darüber gehört. Und obwohl ich schon einiges darüber gehört habe, konnte es mich doch überraschen. Und ja, meine Erwartungen konnte es auch erfüllen.

Für mich hat sich das Buch fast schon gelesen wie ein Jugendbuch-Klassiker. Nicht, dass es altbacken wäre oder so, aber der Schreibstil war sehr besonders und eben irgendwie klassisch. Die Jugendbücher in letzter Zeit sind irgendwie alle witzig und offen und frisch (und das ist toll), dieses Buch ist anders (und oh ja, das ist ebenfalls toll). Ich fand es sehr subtil. Die Charaktere haben eine tolle Entwicklung hingelegt und das ist eben ganz langsam geschehen, und sehr respektvoll. Und das Buch hat mich nicht wirklich zum Lachen gebracht, aber darum geht es in einem Jugendbuch ja auch nicht immer. Dafür hatte es so viele Zeilen, die mich zum Nachdenken gebracht haben, und dafür hat es mich auch gut verstehen lassen, wie die Charaktere sich fühlen. Es ist einfach wirklich schön geschrieben.

Dadurch, dass sich alles so langsam entwickelt, hat es Anfang so seine Zeit gebraucht, bis ich eine emotionale Verbindung zu den Charakteren und der Geschichte entwickeln konnte. Obwohl das etwas schade war, ist diese Verbindung dann aber ab einem gewissen Punkt mit jeder Seite stärker geworden und ich konnte die Charaktere immer besser verstehen.

Für mich war es auch ein riesiger Pluspunkt, wie Familien in diesem Buch dargestellt wurden. In vielen Jugendbüchern stehen die Eltern oft nur für Regeln und sind sehr eindimensional. Ich finde, diese Geschichte zeichnet ein sehr realistisches und einfach schönes Bild von Familien. Oft nicht gerade perfekt und manchmal gibt es auch ein paar große Geheimnisse, aber am Ende sind sie doch loyal und liebevoll. Und die Eltern von Aristoteles und Dante bekommen hier tatsächlich alle ihre ganz eigene Persönlichkeit und Vorgeschichte, sowas findet man auch nicht in jedem Buch.

Ich denke im Endeffekt war ich einfach sehr beeindruckt davon, wie das Buch für mich zum Ende hin einfach immer stärker geworden ist. Weil ich Sachen verstanden habe und einfach begeistert davon war, wie sorgfältig die emotionale Reise der beiden Protagonisten, vor allem aber die von Ari, beschrieben wurde. 

Es ist wohl noch wichtig hier kurz zu erwähnen, dass das Buch keine klare Handlung hat und keine Geschichte mit klarem Start- und Endpunkt. Es geht vielmehr um die persönliche Entwicklung der Charaktere.

Fazit

"Aristoteles und Dante" konnte meine hohen Erwartungen wirklich erfüllen. Es ist ein unheimlich schön geschriebenes Buch, in dem es um die Entwicklung der Charaktere geht und es ist für mich mit jedem Kapitel besser geworden.

Kommentare:

  1. "Dieses Buch ist anders" ist vermutlich auch, wie ich es beschreiben würde, weil es einfach richtig schwer zu beschreiben ist. Aber ich finde es auch richtig toll. Um ehrlich zu sein, habe ich bei deiner Rezi als erstes nach unten gescrollt und war erleichtert, als ich gesehen habe, dass du es auch gut findest :D.

    Ich finde den Schreibstil auch wunderschön und die irgendwie subtile Charakterentwicklung und dass der Fokus mehr auf der Hauptfigur und ihren Gefühlen als auf einer Handlung liegt.

    Dem Punkt mit den Eltern kann ich auch nur zustimmen!


    Liebe Grüße :)


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    1. Oj ja, es ist wirklich schwer zu beschreiben:D Zuerst ganz nach unten scrollen mach ich eigentlich immer, dann weiß man schonmal was in der Rezension auf einen zukommt:D
      Irgendwie hab ich in der letzten Zeit eine richtige Schwäche für Geschichten bei denen die Handlung auch mal in den Hintergrund tritt. Da gibt es ja einige ganz tolle Bücher:)

      Liebe Grüße:)

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