Sonntag, 15. Oktober 2017

[SerienTalk] Was ich an Doctor Who liebe

Manchmal nehme ich mir größere "Serienprojekte" vor. Nicht dass ich nicht immer irgendeine Serie gucken würde, aber manchmal fange ich eine Serie an, die schon sehr viele Staffeln und Folgen hat, und wenn ich mir so etwas vornehme bin ich ziemlich diszipliniert. Seit ein paar Wochen ist mein neues Projekt "Doctor Who", und wenn das nicht mal ein Herzensprojekt ist.

Naja, neues Projekt stimmt nicht ganz. Vor ein paar Monaten habe ich schon die ersten vier der mittlerweile 10 Staffeln gesehen, jetzt mache ich weiter. Und ich bin wirklich verzaubert. "Doctor Who" hat eine riesige Fanbase, und doch ist es sicherlich nicht für jeden etwas. Es ändert sich ständig, erfindet sich neu, und das muss man schon mögen. Ich liebe es. Auch wenn es so seine Zeit gebraucht hat, bis ich das Gefühl hatte, dass ich die Serie überhaupt verstanden habe.

Am Anfang wusste ich gar nicht, warum es überhaupt so viel Aufregung um die Serie gibt. Es war ganz witzig uns sympathisch aber mit hat der rote Faden gefehlt. Aber je weiter ich geguckt habe, desto mehr habe ich verstanden, dass es gar nicht um eine Geschichte mit einem klaren Ziel geht. Es geht an der Oberfläche um witzige Abenteuer in Vergangenheit und Zukunft, in England oder im Weltall, mit Aliens oder Menschen. Das bringt einen zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln und ist immer nett anzusehen. Man fühlt sich gut unterhalten. Unter dieser Oberfläche geht es in dunkleren Plotlines um den Doctor, diesen alten Zeitreisenden der so viel verloren hat und immer noch mit so vielen Dramen zu kämpfen hat. Es geht darum, wie er mit seinem Schicksal umgeht, in gewisser Weise ist "Doctor Who" eine Charakterstudie (wie so viele tolle Serien). In fröhlicheren Folgen ist die Serie ein Lob auf die Wunder des Universums und der Menschheit und damit das perfekte Wohlfühlprogramm.
Was ich von dieser Serie am Anfang auch nicht erwartet hätte, war die emotionale Schlagkraft, die manche Folgen haben. Das Konzept der Serie bringt es eigentlich schon mit sich: Alle paar Staffeln wird der Doctor von einem neuen Schauspieler (und bald grandioserweise erstmals von einer Schauspielerin) gespielt, und alle paar Staffeln wird er von anderen Mitreisenden begleitet. Abschiede jeglicher Art sind vorprogrammiert. Und auf manche dieser Abschiede wird extrem stark hingearbeitet, ich hatte mehr als einmal Tränen in den Augen. Nachdem ich am Anfang gar nicht verstanden hatte, warum diese Serie besonders ist, war das für mich eine wirklich positive Überraschung.

Dazu gibt es natürlich noch eine Reihe anderer Dinge, die die Serie besonders machen. In fast jeder Folge gibt es Zitate, die man sich unbedingt merken möchte, die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander wachsen einem unheimlich ans Herz, und man wird einfach so unendlich reiselustig. Ich werde immer ein bisschen wehmütig (oder ein bisschen mehr), wenn ich daran denke, dass ich niemals mit der TARDIS durchs All reisen werde.

Ich bin gerade mitten in Staffel 7, fürchte mich schon ein wenig vor den nächsten Abschieden, und habe auf jeden Fall vor, mir alle verbliebenen Folgen noch anzusehen. Ich bin richtig im "Doctor Who"-Fieber. Und für mich ist es auch wieder eine gute Lektion, eine Serie nicht unbedingt direkt nach ein paar Folgen abzubrechen. Ich hätte ein paar tolle Abenteuer verpasst, wenn ich das gemacht hätte.

Habt ihr "Doctor Who" gesehen?^.^

Kommentare:

  1. Na dann habe ich ja gute Chancen, dass die Serie bei mir auch noch über "Joah, ganz cool, aber zum Whoviam werde ich eher nicht" hinauskommt :D. Ich glaub, ich bin grad am Anfang von Staffel 3 und bisher finde ich die Serie herrlich trashig und den Doctor klasse, aber mir fehlt da auch irgendwas wie ein roter Faden.

    Also der Abschied, den sicherlich die meisten hassen, ist vermutlich der am Ende von Staffel 2 (Du weißt, was ich meine, falls ich mich mit der Zeit nicht irre.) und ich muss sagen, den fand sogar ich fies, obwohl ich Rose wie gesagt nicht leiden kann und dementsprechend ihre Gefühle mich nicht so wirklich berührt haben. Aber trotzdem war das Ende so gemein, das hätte echt nicht sein müssen :D. Drama pur :(.

    Ich muss mit der Serie auch mal irgendwann weitermachen. Und bin gespannt, wie sich die neue Doctor dann schlägt ^^.

    Liebe Grüße :)
    Charlie

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    1. Ohh dann bist du ja gerade bei David Tennant*_* Er ist mein absoluter Favorit, dieser tolle Akzent:D Hoffentlich kann dich die Serie noch packen, in den späteren Staffeln passieren noch ein paar richtig sehenswerte Sachen;)
      Uh ja, das ist bestimmt der meistgehasste Abschied! Der hat mich auch ziemlich mitgenommen:D Aber ich muss sagen, es kam dann später noch ein neuer Lieblingscharakter der dann auch wieder gegangen ist (ich hoffe, ich verrate nicht zu viel), und das fand ich fast schon noch schlimmer:D Dieser Charakter hatte einfach so einen guten PlotT.T

      Ich hoffe echt, dass die Serie dir auch noch gefallen wird!:D

      Liebe Grüße
      Julia

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