Samstag, 30. Dezember 2017

[Rezension] Ein Junge namens Weihnacht - Matt Haig




Preis: 18,00€
Einband: Hardcover
Seiten: 272
Reihe?: Teil 1 von 3
Erscheinungsdatum: Oktober 2016
Verlag: dtv
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt

Wie war das eigentlich, als der Weihnachtsmann noch ein Junge war? Er hieß Nikolas, wuchs in großer Armut mitten in Finnland in einer kleinen Holzhütte auf – und dies ist seine wahre Geschichte. Der elfjährige Nikolas begibt sich allein auf eine gefährliche Reise an den Nordpol, um seinen Vater zu finden. Er besteht haarsträubende Abenteuer, begegnet fliegenden Rentieren, einer Elfe, einem gewalttätigen Troll – und er stellt fest: Wichtel gibt es wirklich! In ihm reift ein Entschluss: Er will die Welt zu einem glücklicheren Ort machen. Wie er dieses Ziel erreicht und wie er dabei zum Weihnachtsmann wird – das verrät dieses Buch.

Meine Meinung

Ich hatte dieses Jahr zur Weihnachtszeit mal wieder richtig Lust, ein weihnachtliches Buch zu lesen. Nicht nur ein Buch, das im Winter spielt, sondern ein richtiges Weihnachtsbuch. Und als ich immer mehr Gutes über die Weihnachtsbücher von Matt Haig gehört habe, musste ich einfach zu "Ein Junge namens Weihnacht" greifen. Matt Haig hat immerhin eines meiner Lieblingsbücher ("Ich und die Menschen") geschrieben, da waren Erwartungen und Vorfreude groß. Und das Buch konnte mich auch auf ganzer Linie überzeugen.

Es erzählt, wie ein Junge aus Finnland zum Weihnachtsmann wurde. Praktisch wie die Origin-Geschichte bei Superhelden, nur eben für den Weihnachtsmann. Das ist etwas, worüber ich mir noch nie Gedanken gemacht habe, und ich wusste auch nicht dass ich es überhaupt wissen möchte, aber beim Lesen habe ich gemerkt, dass mich das Ganze sogar sehr interessiert. Denn es ist auf eine unheimlich charmante Art und Weise erzählt und erklärt nicht nur die Entstehung des Weihnachtsmanns, sondern auch die Herkunft von ganz vielen Weihnachtstraditionen (wie etwa warum gerade Socken mit Geschenken befüllt werden). Viele Aspekte (Weihnachtsaspekte) werden hier ganz wundervoll verknüpft.

Mir hat besonders gefallen, dass das Buch so viele tolle Sachen geboten hat: Einen schönen Schreibstil, eine interessante Geschichte, Charaktere, über die man mehr erfahren möchte, eine tolle und herzerwärmende Botschaft und wunderschöne Illustrationen. Die Illustrationen haben es mir wirklich besonders angetan. Sie sind wundervoll gestaltet und ergänzen die Geschichte wirklich perfekt! Manchmal haben sie mich ein bisschen an die Stop-Motion Filme von Tim Burton erinnert, ich mochte den Stil einfach sehr gerne.

Es ist vielleicht ein bisschen schwierig, die Zielgruppe für dieses Buch festzulegen. Ich würde eigentlich spontan sagen, dass es für jeden geeignet ist. Aber es wird zwischendrin auch sehr düster und traurig und ist für die ganz Kleinen dann vielleicht doch noch nicht genau das Richtige. Etwas ältere Kinder, aber auch Jugendliche und Erwachsene werden damit aber einen riesen Spaß haben können. Mich persönlich hat das Buch sehr berührt, konnte mich zum Lachen aber auch zum Nachdenken bringen. Und ich war (positiv) überrascht, darin auch ein paar subtile Kommentare zu Politik (zu Wichtelpolitik, aber trotzdem!) und zu Themen wie "mental health" zu finden (oder ich interpretiere da jetzt einfach schrecklich viel hinein). Sowas ist aber sehr dezent, im Vordergrund steht eben die Geschichte vom Weihnachtsmann.

Fazit

Mit "Ein Junge namens Weihnacht" liefert Matt Haig eine Weihnachtsgeschichte, die Spaß macht und berührt und jüngeren wie älteren Lesern gefallen kann. Ich persönlich bin sehr begeistert!

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