Samstag, 7. Januar 2017

[Rezension] Von Mr. Holmes zu Sherlock - Mattias Boström




Preis: 14,99€
Einband: broschiert
Seiten: 608
Reihe?: Einzelband
Erscheinungsdatum: Dezember 2015
Verlag: btb
Rezensionsexemplar?: ja


Inhalt
Auch mehr als 125 Jahre nach seinem ersten Fall erfindet sich Sherlock Holmes immer wieder neu: Benedict Cumberbatch interpretiert den genialen Meisterdetektiv moderner und persönlicher denn je, Regisseur Guy Ritchie inszeniert ihn als humorvoll-amüsanten Gentleman und Herr-der-Ringe-Star Ian McKellen wagt sich an eine Version des pensionierten Holmes. Aber woher rührt der weltweite Mega-Erfolg des unkonventionellen Privatermittlers? Was fesselt Generationen von Lesern, Hörern und Zuschauern an den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle? Und wer ist das reale Vorbild für die vielleicht größte literarische Figur aller Zeiten? Der schwedische Sherlock-Holmes-Experte Mattias Boström begibt sich in diesem aufwändig recherchierten Buch auf Spurensuche, um das Erfolgsgeheimnis des Mannes aufzudecken.


Meine Meinung
Zugegeben, ich wollte dieses Buch lesen, weil die Umrisse des Benedict Cumberbatch-Sherlock auf dem Cover zu sehen sind. Manchmal greift man aus den komischsten Gründen zu einem Buch, und manchmal geht das schief. Diesmal wurde ich dafür aber mit einer sehr aufschlussreichen und vor allem unheimlich informativen Lektüre belohnt.

Ich schätze, um dieses (doch recht dicke) Buch zu lesen und am Ball bleiben zu können, muss man sich schon sehr für alles interessieren, was sich um Sherlock Holmes rankt. Es geht nämlich darum, wie die Geschichten um den Meisterdetektiv entstanden sind und was in den darauffolgenden Jahren (bis heute) mit ihnen passiert ist. Und ich habe wirklich das Gefühl, dass ich sehr viel gelernt habe. Für mich war es sehr spannend zu lesen, was Arthur Conan Doyle immer wieder inspiriert hat und wie seine Haltung zu seiner eigenen Figur Sherlock Holmes war. Und erschreckend, welch große Rolle Geld immer wieder bei der Entstehung der Geschichten gespielt hat (aber ich schätze, so läuft so etwas einfach). Nur in den Abschnitten, in denen es darum geht, was Conan Doyles Söhne mit seinem Erbe gemacht haben, hat sich das Buch für mich gezogen (und ich habe mich über die Erben geärgert), ansonsten war ich immer neugierig darauf, noch mehr zu erfahren und wollte weiterlesen.

Ich hatte das Gefühl, dass das Buch unglaublich gut recherchiert war, zumindest soweit ich das beurteilen kann. Und so kriegt man wahrscheinlich einen wirklich guten und auf jeden Fall sehr sehr umfassenden Einblick in alles, was von Anfang an um Sherlock Holmes herum passiert ist. Und mit umfassend meine ich wirklich sehr sehr umfassend:D Man erfährt etwas über die ersten Illustratoren der Geschichte und die Redakteure und sogar über die Autoren, die mit Arthur Conan Doyle Kricket gespielt haben. Dass man das dann trotzdem noch spannend findet, liegt daran, dass der Schreibstil eher nicht der eines Sachbuches ist, sondern wirklich eine zusammenhängende Geschichte erzählt, eben mit sehr vielen Charakteren.

Insgesamt ist das Buch sehr empfehlenswert für alle, die sich für die Thematik interessieren. Nicht zuletzt auch deswegen, weil man immer wieder merkt, wie sehr der Autor selbst an dem Thema hängt.

Fazit
Ich fand es sehr aufschlussreich, mit diesem Buch in die Welt von Sherlock Holmes einzutauchen. Es ist toll recherchiert, man lernt dabei eine Menge, und jeder Holmes-Fan wird damit seine Freude haben.
 4 von 5 Blättern

Donnerstag, 5. Januar 2017

Mein Lesejahr 2016

Hallo ihr Lieben^.^ Ich dachte, ich schreibe auch mal einen abschließenden Beitrag zu meinem Lesejahr, zumal ich damit eigentlich ziemlich zufrieden war. Anfang des Jahres hatte ich mir vorgenommen, 50 Bücher zu lesen, und dachte eigentlich, dass das schon ein sehr sportliches Ziel ist. Aber ich habe es tatsächlich geschafft *auf-Schulter-klopf* und 53 Bücher gelesen, womit ich sehr zufrieden bin! Für 2017 habe ich mein Ziel mit 40 Büchern allerdings wieder etwas niedriger gesteckt und gehe ganz entspannt an die Sache ran.

Für 2016 hatte ich auch ein SuB Ziel: Ich wollte von 92 SuB-Büchern auf 75 kommen. Tja, und wie ist das gelaufen? Das Jahr habe ich mit 43 Büchern auf dem SuB beendet, voller Erfolg, doppelter Schulter-Klopfer! Der SuB ist ja manchmal ein etwas heikles Thema, aber ich für meinen Teil fühle mich mit einem kleinen SuB einfach etwas wohler und bin deshalb mit der Entwicklung extrem zufrieden. Für 2017 nehme ich mir in diesem Bereich einfach nur vor, dass es in dieselbe Richtung weitergeht.

2016 habe ich auch etwas mehr auf Englisch gelesen, 8 Bücher sind es geworden. Das klingt vielleicht nicht nach besonders viel, aber ich bin damit schon sehr glücklich und hoffe, dass es dieses Jahr noch mehr wird. Vor allem habe ich gemerkt, dass auf englisch zu lesen bei weitem nicht so schwer ist wie ich befürchtet habe! Man muss nur erstmal reinkommen, dass läuft das schon irgendwie:D

Was Neuzugänge angeht, so waren es im letzten Jahr 35 Bücher, habe ich gerade beim nachzählen festgestellt. Ich weiß gar nicht so richtig, was ich jetzt mit dieser Zahl anfangen soll, aber ich kann absolut damit leben:D

Jetzt wollte ich gerne noch meine Jahreshighlights vorstellen. Ich habe 2016 viele Bücher gelesen, die ich sehr gerne mochte (und auch einige, die ich schrecklich fand), und ich will hier nochmal meine 10 absoluten Highlights ins Rampenlicht rücken:) Die Bücher sind jetzt übrigens nicht nochmal in eine Rangfolge gebracht, sondern danach sortiert, wann ich sie gelesen habe.

"Mit anderen Worten: ich" war mein erstes Highlight in 2016 und ist für mich wirklich ein besonderes Buch. Es ist sehr berührend und hat einen tollen und poetischen Schreibstil, und meiner Meinung nach ist es auch wesentlich weniger klischeehaft als viele andere Jugendbücher.

Dieses Buch darf hier auf gar keinen Fall fehlen! "Nur drei Worte" hat mich wirklich umgehauen, ich konnte es tatsächlich nicht aus der Hand legen, was mir sehr selten passiert. Ich fand es witzig und herzerwärmend und auch irgendwie weise und es ist eines von 6 Büchern aus dem letzten Jahr, die es in meine "Lieblingsbuch"-Hall of Fame geschafft haben. (Ja, ich habe viele Lieblingsbücher, immer wenn ein Buch mich von den Socken haut kommt es in die Hall of Fame:D)

Auch "Looking for Alaska" ist in die Hall of Fame eingezogen. Für mich ist das Buch mit TFIOS gleichgezogen, ich liebe es einfach. Die Charaktere sind fantastisch, und ja, viel zu schlau, aber ich liebe das, und die Botschaft ist toll, und es war einfach sehr relatable und hat mich tief berührt. Ich fand es grandios!

Auch dieses 60 Seiten-Büchlein hat es unter meine Highlights geschafft (und ebenfalls unter meine Lieblingsbücher). Von der Autorin von "Eleanor und Park" ist diese Kurzgeschichte rausgekommen, in der es um ein Mädchen geht, die tagelang ansteht, um den neuen Star Wars Film zu sehen, und was soll ich sagen? Wie kann eine Geschichte auf so wenigen Seiten so witzig und herzerwärmend sein und wie kann ich mich so gut darin wiederfinden? Keine Ahnung, aber "Kindred Spirits" schafft das!

Ich hatte sehr gehofft, dass "Dich immer wiedersehen" mir gefällt, aber ich war überrascht, wie sehr es mir letztendlich gefallen hat! Ich fand es einfach süß, süß, süß! Und hatte beim Lesen eine tolle Zeit!

...und schon wieder ein Hall of Fame-Buch. Ich fand "You're never weird on the internet (almost)" fantastisch! Es sind die Memoiren von Felicia Day (die manch einer vielleicht aus Supernatural kennt), und das Buch hat mir so viel beigebracht und sich selbst ausleben und zu sich selbst stehen aber auch auf sich selbst aufpassen. Einfach toll!

"All the bright places" hat mir auch sehr gut gefallen! Es ist eine bittersüße Geschichte, die mich wirklich berühren konnte. Und hatte mit Theodore Finch auf jeden Fall einen meiner Lieblingscharaktere in diesem Jahr.
 
Ach, dieses Buch! Wenn ich nur ein Jahreshighlight nennen dürfte, es wäre dieses. Ein Highlight, ein neues Lieblingsbuch, ein neues OTP, ein neuer Book-boyfriend, ein süßes und herzerwärmendes und an manchen Stellen auch ein trauriges Buch, in dem ich mich auf jeden Fall wiederfinden konnte. Ich liebe es so sehr!

"Irre glücklich" ist der letzte Hall of Fame-Kandidat und hat mich auf jeden Fall irre glücklich gemacht (der Wortwitz lag einfach zu nahe). Geschichten aus dem wahren Leben einer Frau, die zwar unter Depressionen leidet, aber trotzdem jeden Lacher und jede Verrücktheit mitnimmt, die das Leben ihr vor die Füße wirft. Ganz im Ernst, das Buch hat mich glücklich gemacht!

Das letzte Buch, dass ich 2016 gelese habe, hat es auch noch unter die Highlights geschafft. Das "Fantastic Beasts"-Screenplay sieht nicht nur umwerfend aus, wenn man es liest entführt es einen wieder in den tollen dazugehörigen Film. Außerdem hat es so tolle Charaktere und fantastische Wesen und es ist einfach wieder fantastisch geschrieben. Und es hat mir ein neues Lieblingszitat gebracht: "My philosophy is that worrying means you suffer twice."
 
 
Tja, das war mein Lesejahr und das waren meine Lesehighlights. Ich bin eigentlich mit beidem sehr zufrieden. Wie lief es bei euch so?:)